Seit Februar aktiv: Corona-Lagezentrum BAPersBw

Seit Februar aktiv: Corona-Lagezentrum BAPersBw

  • Coronavirus
  • Personal
Datum:
Ort:
Köln
Lesedauer:
3 MIN

Seit Ende Februar arbeitet das Lagezentrum „COVID-19Coronavirus Disease 2019“ für den Organisationsbereich Personal im Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr, kurz BAPersBwBundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr. Hier tauschen sich die mittlerweile drei Arbeitsschichten über die aktuelle Corona-Lage aus. Sollte es weitere Erkrankte geben, würde sofort der Krisenstab einberufen.

Ein Schild mit der Aufschrift "COVID-19" weist den Weg zum neuen Lagezentrum

Ein Schild weist den Weg zum neuen Lagezentrum

Bundeswehr PIZ-Personal

Es gibt viele verschiedene Krisen, aber eines haben sie gemein: Sie kommen plötzlich und unerwartet. Deshalb muss schnell und besonnen reagiert werden, wenn die ersten Anzeichen einer Krise eingehen. Die weltweite Ausbreitung von COVID-19Coronavirus Disease 2019 wurde am 11. März 2020 von der Weltgesundheitsorganisation zu einer Pandemie erklärt. Das Robert Koch-Institut erfasst kontinuierlich die aktuelle Lage, bewertet alle Informationen und schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ein.

Genauso das neu eingerichtete Lagezentrum für den Organisationsbereich Personal im BAPersBwBundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr. Markus Luckner hat im Februar 2020 das Amt des „Krisenbeauftragten“ übernommen. Eigentlich ist liegt sein Arbeitsbereich bei Organisationsangelegenheiten, Infrastruktur und Innerem Dienst im BAPersBwBundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr. Er wurde von der Amtsleitung gebeten das „COVID-19Coronavirus Disease 2019-Lagezentrums“ einzurichten, zu koordinieren und zu begleiten. „Die Sicherheit unserer Mitarbeitenden hat für uns oberste Priorität. Im jetzigen Krisenfall müssen wir darauf vorbereitet sein, rasch handeln zu können“, sagt er.

Markus Luckner im Interview: "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben höchste Priorität"

Markus Luckner: "Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben höchste Priorität"

Bundeswehr PIZ Personal

Drei bestätigte Corona-Fälle

Es handelt sich weltweit und in Deutschland um eine sehr dynamische und ernst zu nehmende Situation. Bei einem Teil der Fälle sind die Krankheitsverläufe schwer, auch tödliche Krankheitsverläufe kommen vor. Die Zahl der Fälle in Deutschland steigt weiter an. Zum jetzigen Zeitpunkt gibt es zwei bestätigte Coronafälle im BAPersBwBundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr und einen bestätigten Fall an der Universität der Bundeswehr in Hamburg. „Dadurch haben wir eine hohe Zahl an Kontaktpersonen, die sich ebenfalls in Quarantäne befinden. Bis jetzt ungefähr 120“, berichtet Luckner.

Das Lagezentrum ist mittlerweile rund um die Uhr besetzt. In drei Schichten sind die sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Einsatz. Die Nachrichtenlage wird dort besonders aufmerksam verfolgt. Kündigt sich ein weiterer Corona-Verdachtsfall an, nehmen die „Beamten vom Dienst“ umgehend Kontakt mit Amtsleitung auf.

Portraitfoto Generalmajor Gunter Schneider: "Das neue Lagezentrum ist ein wichtiger Teil der Fürsorgemaßnahmen"

Generalmajor Gunter Schneider: "Das neue Lagezentrum ist ein wichtiger Teil der Fürsorgemaßnahmen"

Für den Verantwortlichen des Lagezentrums, Vizepräsident des BAPersBwBundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr Generalmajor Gunter Schneider, hat es eine ganz besondere Bedeutung: „Das Lagezentrum ist unsere Spinne im Netz, um die Führungs- und Einsatzbereitschaft des BAPersBwBundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr unter den besonderen Bedingungen des Coronavirus zu gewährleisten. Der Betrieb des Zentrums hat auch einen Fürsorgecharakter um unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu schützen. Darüber hinaus befähigt es letztendlich die Leitung des Hauses, die Geschicke des Amtes unter diesen besonderen Rahmenbedingungen zu steuern und zu leiten.“

Vom Einschicht- zum Dreischichtbetrieb

Das Lagezentrum wurde bereits Ende Februar eingerichtet. Luckner erinnert sich: „Damals war der Rahmen ein etwas anderer. Zu leisten war eine Tagesbefähigung von morgens bis nachmittags im Einschichtbetrieb. Daneben wurde eine Hotline eingerichtet, die rund um die Uhr erreichbar war.“ Bereits am ersten Wochenende des Bestehens gab es den ersten bestätigten Corona-Fall. Dieser wurde dann im Home Office abgearbeitet. Absicht war es dann, das Lagezentrum von 6 bis 22 Uhr sieben Tage die Woche hochzufahren. Jetzt arbeitet e bereits in einem Dreischichtbetrieb. Rund um die Uhr die ganze Woche. „Wir haben die verschiedenen Ausbaustufen von vorn herein beabsichtigt“, erklärt Luckner. „Die Kernmannschaft mit sieben Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern war von Anfang an vertreten. Wir treffen uns mehrmals am Tag, um die aktuellen Ereignisse zu besprechen und zu bewerten. Die Nachrichten überhäufen sich im Moment massiv.“

Aktuelles Lagebild

Das „COVID-19Coronavirus Disease 2019“-Lagezentrum unterteilt sich in drei verschiedene Arbeitsbereiche. „Als ersten haben wir den Bereich des Lagebildes. Hier führen wir anhand der uns zur Verfügung stehenden Informationen das aktuelle Lagebild - für den gesamten Organisationsbereich Personal“, erklärt Luckner. Im zweiten Arbeitsbereich wird die Kommunikation mit dem BMVgBundesministerium der Verteidigung aufrechterhalten.

Dritter Bereich ist die Fallbearbeitung für das BAPersBwBundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr. Hier werden Verdachtsfälle registriert und die bestätigen Corona-Fälle identifiziert. In Zusammenarbeit mit den amtsärztlichen Stellen können sie dann abgearbeitet werden.

von Jörg Dilthey  E-Mail schreiben

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