Bundeswehr bei Olympia 2026
Berichterstattung zu den XXV. Olympischen Winterspielen und den 76 Athletinnen und Athleten der Spitzensportförderung der Bundeswehr.
Zwei auf Weltniveau: Hauptfeldwebel Tobias Wendl ist einer der erfolgreichsten deutschen Rennrodler, Sportsoldat und sechsmaliger Olympiasieger. Auch seine Kameradin, Frau Hauptfeldwebel Julia Taubitz, setzt als achtmalige Weltmeisterin regelmäßig Ausrufezeichen in der internationalen Rodelszene. Beide werden von der Bundeswehr gefördert und gehören zum Olympiakader des DOSBDeutscher Olympischer Sportbund.
Die beiden Sportsoldaten, Frau Hauptfeldwebel Julia Taubitz und Hauptfeldwebel Tobias Wendl, stehen seit vielen Jahren an der Rodel-Weltspitze. Mit großen Erwartungen treten sie in Cortina d’Ampezzo an.
Bundeswehr/Susanne Hähnel
Tobias Wendl zählt zu den prägenden Figuren des internationalen Rennrodelns. Der in Aachen geborene Athlet startet seit vielen Jahren gemeinsam mit Namensvetter und Teamkollegen Tobias Arlt im Doppelsitzer. Von den Medien werden sie gern als die „Rodel-Tobis“ bezeichnet. Wendl bildet mit Arlt eines der erfolgreichsten Duos der Sportgeschichte im Rennrodeln. Der Sportsoldat steht für Konstanz, Erfahrung und technische Präzision – Eigenschaften, die ihn seit mehr als einem Jahrzehnt an der Weltspitze halten. Mehrfache Olympiasiege, Welt- und Europameistertitel sowie zahlreiche Weltcup-Erfolge unterstreichen seine Ausnahmekarriere. Als Spitzensportler ist Wendl Teil der Sportfördergruppe der Bundeswehr in Bischofswiesen und lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Berchtesgaden, wo er auch trainiert.
Julia Taubitz ist auch mit dem Olympiakader nach Italien gereist. Wie viele deutsche Spitzensportlerinnen ist sie Sportsoldatin der Bundeswehr und Teil der Sportfördergruppe Oberhof. Sie gehört – wie ihr Kamerad Tobias Wendl – zu den herausragenden Persönlichkeiten des deutschen Rennrodelns. Die Athletin hat in den vergangenen Jahren stetig auf sich aufmerksam gemacht und sich mit Spitzenleistungen in der Weltelite etabliert. Die 29-Jährige startet im Einsitzer und überzeugt durch schnelle Starts, technische Sauberkeit und bemerkenswerte mentale Stabilität. Mehrere Weltcupsiege, Gesamtweltcup-Erfolge sowie Titel bei Welt- und Europameisterschaften unterstreichen ihre internationale Klasse. Auch bei den Olympischen Winterspielen präsentierte sich Taubitz als Leistungsträgerin des deutschen Teams. Taubitz lebt und trainiert ebenfalls in Berchtesgaden und steht laut Expertinnen und Experten sinnbildlich für eine neue Generation von Athletinnen, die Leistungsstärke, Professionalität und Beständigkeit auf höchstem Niveau vereinen.
Qualifiziert: Die „Generalprobe“ im thüringischen Oberhof beendete Tobias Wendl im Januar 2026 als Europameister im Doppelsitzer. Jetzt blickt er gemeinsam mit seinem Schlittenpartner Tobias Arlt mit großer Vorfreude in Richtung Olympia.
Bundeswehr/Susanne Hähnel
Sportsoldatin des Jahres 2025: Generalleutnant Gerald Funke überreicht Julia Taubitz in Oberhof die Auszeichnung. „Die Bundeswehr ist seit 13 Jahren mein Arbeitgeber und ich bin dafür sehr dankbar“, sagt die Sportsoldatin.
BundeswehrBeim hochklassigen Rodel-Weltcup im Eiskanal von Oberhof im Januar 2026 zeigten unter anderem genau diese beiden deutschen Rennrodler der Bundeswehr ihre Stärken. Im Doppelsitzer triumphierten die „Rodel-Tobis“ – Tobias Wendl und Tobias Arlt – und demonstrierten ihre anhaltende Weltklasse. Wendl festigte damit seine Position als einer der Top-Athleten im Vorfeld der Olympischen Spiele. Auch Julia Taubitz präsentierte sich stark: Sie belegte im stark besetzten Einsitzer-Feld den sechsten Platz und bewies erneut ihre Konstanz auf internationalem Niveau.
Das lässt beide Spitzensportler zuversichtlich nach Cortina blicken. Taubitz schwärmt regelrecht: „Italien ist das perfekte Land für Olympia. Winterspiele gehören einfach dahin!“ Sie hat hohe Erwartungen an ihre Leistung: „Ich will eine olympische Medaille gewinnen. Das ist mein Traum von klein auf.“ Und Wendls Ziel ist: „Ich werde 100 Prozent geben!“ Der Berufssoldat freut sich besonders, dass bei den Spielen in Europa seine Familie und Freunde hautnah dabei sein können.
von Ralf Wilke E-Mail schreiben