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Wer behandelt im Kriegsfall?

Klinische Versorgung im Verteidigungsfall sichern

Die klinische Versorgung von verwundeten Soldaten und Soldatinnen ist wichtig für die gesamtstaatliche Durchhaltefähigkeit im Verteidigungsfall. Die Versorgung baut dann hauptsächlich auf bestehende zivile Krankenhäuser und Strukturen auf. Sie sollen eine geordnete medizinische Behandlung auch unter Extrembedingungen sicherstellen.

Zwei Menschen in OP-Kleidung sind über einen OP-Tisch gebeugt. Sie halten Klemmen und operieren.

Bundeswehr/Marco Dorow

Im Verteidigungsfall ist mit einer anhaltend hohen Zahl von Verwundeten und Erkrankten zu rechnen. Dies würde die klinische Versorgung vor erhebliche Herausforderungen stellen. Zudem stünden die Kapazitäten der fünf Bundeswehrkrankenhäuser in Deutschland nur eingeschränkt zur Verfügung, da deren militärisches Personal zur unmittelbaren Versorgung der kämpfenden Truppe näher an der Front eingesetzt würde. Eine enge Zusammenarbeit des Sanitätsdienstes der Bundeswehr und ziviler Krankenhäuser und Kliniken ist daher zwingend notwendig. Ziel dabei: Auch bei knappen klinischen Ressourcen, möglichen Infrastrukturausfällen und erhöhtem Koordinationsbedarf eine handlungsfähige klinische Versorgung im Verteidigungsfall sicherzustellen. Nur so kann es gelingen, eine möglichst hohe Zahl von Kriegsverwundeten zeitnah zu rehabilitieren und wieder einsatzfähig zu machen.

Militärfahrzeug im Gelände
Landes- und Bündnisverteidigung

Gesundheitswesen: Versorgung im Verteidigungsfall

Grundlegende Informationen zur gesamtstaatlichen Gesundheitsversorgung im Verteidigungsfall

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Herausforderungen der klinischen Versorgung

In einem Verteidigungsfall steht Deutschland einer Reihe besonderer Herausforderungen gegenüber, um eine klinische Versorgung aufrecht zu erhalten:

Lösungsansätze zur Sicherstellung der Versorgung

Um auch unter diesen Bedingungen funktionsfähig zu bleiben, muss die klinische Versorgung in ein abgestimmtes System zwischen ihren militärischen und zivilen Akteuren und des Gesundheitssystems als Ganzes eingebettet sein. Dazu sind folgende Maßnahmen notwendig: 

Kommunikation und Koordination

Personelle Ressourcen 

Menschen stehen um einen OP-Tisch, auf dem ein Mensch liegt. Sie tragen Kittel, Masken und OP-Hauben

Zivil-Militärische-Kooperation: Nur im engen Zusammenspiel lassen sich hohe Patientenzahlen und komplexe Lagen im Verteidigungsfall bewältigen

Bundeswehr/Minh Vu

 

Qualifikation der Gesundheitsberufe 

Klinische Versorgung resilient gestalten

Durchhaltefähigkeit der Gesundheitsversorgung

Eine funktionierende und verlässliche klinische Versorgung ist im Szenario der Landesverteidigung essenziell für die Durchhaltefähigkeit Deutschlands, der Bevölkerung und der Streitkräfte. Der Sanitätsdienst der Bundeswehr ist der Impulsgeber für diese gesamtstaatliche Aufgabe. Gemeinsam mit Ländern, Kommunen, Hilfsorganisationen und weiteren zivilen Trägern strebt der Sanitätsdienst an, dass Führungssysteme, Kommunikationswege und Ausbildung künftig so ineinandergreifen, dass medizinische Hilfe auch unter Extrembedingungen gewährleistet bleiben kann. Eine besondere Bedeutung kommt dabei dem Ausbau der bereits bestehenden Kooperationen mit den Universitäts- und Berufsgenossenschaftlichen Kliniken zu, die mit zu erwartenden Verletzungsmustern eines Landesverteidigungsszenarios vertraut sind. Weiterführende Informationen zu diesem Thema finden Sie auch im offiziellen Bericht (PDF, 13,6 MB) zum 2025 abgehaltenen Symposium Gesundheitsversorgung in der Landesverteidigung.

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