Gesundheitswesen: Versorgung im Verteidigungsfall
Grundlegende Informationen zur gesamtstaatlichen Gesundheitsversorgung im Verteidigungsfall
Ein Angriff auf Deutschland würde im Ernstfall nicht nur militärische Strukturen betreffen. Auch der zivile Gesundheitssektor wäre unmittelbar gefordert. Sein Rettungsdienst übernimmt in diesem Fall eine doppelte Rolle: Er versorgt Verwundete und Erkrankte und stärkt zugleich das Vertrauen der Bevölkerung in die Handlungsfähigkeit des Staates.
Ein handlungsfähiger ziviler Rettungsdienst ist wichtig – auch in der Landesverteidigung. Selbst wenn die Bundesrepublik Deutschland direkt angegriffen wird, muss die Bevölkerung weiter versorgt werden. Aber auch um verwundete Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr oder Verbündeter wird sich der Rettungsdienst kümmern müssen.
In einem Verteidigungsfall gelten jedoch für alle Mediziner oder Medizinerinnen und somit auch für die Rettungskräfte ganz andere und ungleich härtere Einsatzbedingen als im Frieden. Beispiele hierfür sind:
Grundlegende Informationen zur gesamtstaatlichen Gesundheitsversorgung im Verteidigungsfall
Um auch unter diesen Bedingungen durchhaltefähig zu bleiben, muss der zivile Rettungsdienst eingebettet sein in ein abgestimmtes, gesamtstaatliches System. Für dieses sind aus Sicht des Sanitätsdienstes der Bundeswehr folgende Maßnahmen essentiell:
Rettungskräfte des Havariekommandos der Bundespolizei übergeben einen verletzten Soldaten an das Team des Klinikums Rostock
Bundeswehr/Christian Vierfuß
Neues Konzept stärkt Deutschlands Krisenmanagement: Die Johanniter Unfallhilfe stellt dem Sanitätsdienst der Bundeswehr im Krisen- oder Verteidigungsfall 100 Rettungswägen mit Besatzung zum Verwundetentransport bereit.
Bundeswehr/Alexander DondorfDer Sanitätsdienst der Bundeswehr ist der Impulsgeber für die gesamtstaatliche Aufgabe, die medizinische Versorgung im Verteidigungsfall sicherzustellen. Gemeinsam mit Ländern, Kommunen, Hilfsorganisationen und zivilen Trägern arbeitet die Bundeswehr daran, Führungssysteme, Kommunikationswege und Ausbildung so anzupassen, dass Hilfe auch unter Extrambedingungen wie in einem Verteidigungsszenario gewährleistet bleibt.
Mehr dazu erfahren Sie auch in unserem Bericht des 2025 abgehaltenen Symposiums mit dem Thema „Gesundheitsversorgung in der Landesverteidigung“.