Das „Widerstandsviertel“ auf der Pfaffendorfer Höhe in Koblenz

Das „Widerstandsviertel“ auf der Pfaffendorfer Höhe in Koblenz

  • Innere Führung
  • Zentrum Innere Führung
Datum:
Ort:
Koblenz
Lesedauer:
2 MIN


Das Hauptgebäude des Zentrums Innere Führung steht inmitten des sogenannten „Widerstandsviertels“ auf der Pfaffendorfer Höhe in Koblenz und ist umgeben von 16 Straßen, die nach Widerstandskämpfern gegen den Nationalsozialismus benannt wurden. Die Namen ermahnen und erinnern an das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte, den Nationalsozialismus, und wie gewissensgeleitete, tapfere Menschen dem Unrecht die Stirn boten. Insbesondere zum Jahrestag des 20. Juli 1944 lohnt sich deshalb eine Beschäftigung mit diesem Stadtteil ganz besonders.

Stadtkarte des „Widerstandsviertels“ mit den Namen der Widerstandskämpfer

Besonderer Ort: Das „Widerstandsviertel“ in Koblenz.

Bundeswehr

Wenn man die Karte der Pfaffendorfer Höhe in Koblenz genauer betrachtet, fällt etwas auf: Die Straßennamen wurden nicht zufällig gewählt. Es sind die Namen von Persönlichkeiten des Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Die zentrale Straße, von der die meisten Abzweigungen zu den anderen nach Widerstandskämpfern benannten Straßen abgehen, ist z. B. nach Carl Friedrich Goerdeler benannt. Der ehemalige Oberbürgermeister von Leipzig war Politiker und ein bekannter Netzwerker unter den Gruppen des Widerstands. Auffallend ist zudem, dass die Namen ein vielfältiges Spektrum aus der Mitte der Gesellschaft abbilden. Neben Politikern finden sich dort u. a. auch Gewerkschafter, Soldaten, Studierende, Geistliche und Juristen aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Schichten und mit verschiedenen Prägungen.

Ein Soldat erklärt Hintergrundwissen an einem Straßenschild.

Die Dietrich-Bonhoeffer-Straße: eine Lernstation des „Widerstandsviertels“

Bundeswehr / Michael Rauhe

In der Zeit des Nationalsozialismus wurde militärische Macht missbraucht. Die Widerstandskämpfer stellten sich dagegen und folgten ihrem Gewissen. Die Innere Führung soll einen Machtmissbrauch verhindern. Daher passt das Zentrum Innere Führung in diese Straßenumgebung. Die Gruppierung der Widerstandsstraßen um das Zentrum Innere Führung lässt jedenfalls viel Raum für Interpretationen zu und lockt gerade damit zu einer einhergehenden Beschäftigung.

Eine Soldatin deutet auf ein Straßenschild im „Widerstandsviertel“.

Lehr- und Lernpfad im „Widerstandsviertel“

Bundeswehr / Michael Rauhe

Zur Veranschaulichung dieser Zusammenhänge hat das Zentrum Innere Führung einen Lehr- und Lernpfad durch das Viertel entwickelt, den sogenannten #Widerstandsweg. Er befasst sich mit den verschiedenen Facetten des Widerstandes, stellt Hintergründe vor und gewährt damit militärischen und zivilen Interessentinnen und Interessenten einen tiefen Einblick in die Geschichte. Gleichzeitig werden immer wieder Bezüge zur Relevanz im 21. Jahrhundert hergestellt und reflektiert. Es geht also um Haltungslernen, um Zivilcourage und um all das, was den „Staatsbürger in Uniform“ heute und in Zukunft auszeichnen soll.

Das Zentrum Innere Führung würdigte den Jahrestag des 20. Juli erstmals mit einem Rundgang durch das „Widerstandsviertel“. Angehörige und Lehrgangsteilnehmende durchliefen dabei das neue Bildungsformat „Widerstandsweg“ vor Ort. Zeitgleich dazu wird dieses als Download bereitgestellt.

von Simon Beckert / Ulrike Senger

Widerstandsviertel

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