IF 2|23 Online

Die IF 2|23 ist erschienen: Wir für Euch!

Die IF 2|23 ist erschienen: Wir für Euch!

Datum:
Lesedauer:
3 MIN

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Unter dem Titelthema „Wir für Euch“ berichten Soldaten und ein Militärpfarrer von ihren mitunter verstörenden Eindrücken im Einsatz. Wie kommen sie trotz ihrer Erlebnisse im weiteren Leben zurecht? Sie erzählen von der Unterstützung aus der Bundeswehr, von ihren Kameradinnen und Kameraden sowie ihren Familien. Ganz besonders sind Einsatzgeschädigte auf Hilfe und Begleitung angewiesen, um mit ihrer Verwundung an Körper oder Seele eine neue Perspektive zu entwickeln.

Aktiver im Rollstuhl während eines Wettbewerbes auf der Radrennbahn

Teilnehmer im Rollstuhl bei den Invictus Games 2016 in Orlando, Florida

Bundeswehr/Sebastian Wilke

Motivation für neue private und berufliche Ziele ziehen einige Soldatinnen und Soldaten aus ihrer Teilnahme an den Invictus Games. Im Serviceteil „InFüInnere Führung to go“ zum Heraustrennen fasst die Redaktion IF alles Wichtige zu den Spielen zusammen und gibt Hinweise zu Unterrichtsmaterialien im Portal Innere Führung. Diese Ausbildungshilfen sind methodisch zusammengestellt und online abrufbar, um Sie bei der Vorbereitung Ihres Besuchs zu unterstützen. Die Invictus Games 2023 (IG23) finden vom 9. bis 16. September 2023 in Düsseldorf und damit erstmals in Deutschland statt. Der IF-Titel sowie eine weitere Seite im Heft sind von dem Graphic Novel-Autoren und Zeichner Tom Fiedler gestaltet. Beides stammt aus seinem Buch über die Invictus Games, das im Juli dieses Jahres veröffentlicht wird.

Wo kommen die Invictus Games her? Wer hat sie gegründet? Warum finden sie jetzt in Düsseldorf statt und vor allem wie? Darüber gibt Brigadegeneral Alfred Marstaller, Projektverantwortlicher der IG23, in seinem Beitrag Auskunft. Wie Interessierte an den Spielen teilnehmen können, erläutert IF-Redakteur Axel Woile in „Road to Invictus“. Brigadegeneral a.D. Michael Bartscher berichtet von seinem persönlichen Weg von der Einsatzschädigung bis zur Teilnahme an den Spielen als Athlet.

Berichte Betroffener: Anschlag in Kabul und Geiselnahme

Völlig zerstörter Bus

Die Autobombe traf den Bus mit großer Wucht und zerfetzte ihn völlig

Herwart Argow

Im Juni 2003 ereignet sich in Kabul der Anschlag auf einen Bus mit „Abfliegern“, Bundeswehrsoldaten auf dem Weg nach Hause. Aus unterschiedlichen persönlichen Perspektiven berichten Pastor Herwart Argow und Stabsfeldwebel Jens Nindelt davon, wie sie diesen Anschlag erlebt haben. Eine Geiselnahme in unwägbarem Berggebiet Georgiens, in dem Georgier und Abchasen 1995 im Konflikt lagen, hatte nachhaltige Auswirkungen auf das weitere Leben von Oberstleutnant Rüdiger Tillmann. Andreas Bronder schildert seine Erfahrungen als Militärseelsorger für helfende Soldatinnen und Soldaten sowie mit Angehörigen von Opfern im Chaos der unfassbaren Zerstörung nach der Flut im Ahrtal.

Hilfe aus der Bundeswehr

Generalarzt Dr. Ralf Hoffmann, PTBSPosttraumatische Belastungsstörung-Beauftragter des BMVgBundesministerium der Verteidigung, gibt einen Einblick, welche Unterstützung Einsatzgeschädigte mit psychischen Erkrankungen von der Bundeswehr erwarten können und nennt die konkreten Anlaufstellen, wie beispielsweise die Zentrale Ansprech-, Leit- und Koordinierungsstelle (ZALKZentralen Ansprech-, Leit- und Koordinierungsstelle für Menschen, die unter Einsatzfolgen leiden) beim BAPersBwBundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr, die im „InFüInnere Führung to go“ noch einmal zusammengefasst sind. Die Leitstelle Lotsen bildet am ZInFüZentrum Innere Führung Lotsen aus, die dann Betroffene vor Ort sehr eng auf ihrem oft langen Weg der Gesundung begleiten. Im ZInFüZentrum Innere Führung-Lehrgang „Der militärische Führer im Umgang mit Tod und Trauer“ werden Vorgesetzte auf den Ernstfall der Überbringung einer Todesnachricht vorbereitet, indem sie in Situationen mit emotional belasteten Personen versetzt werden – Astrid Bardubitzki schildert in der IF, wie das genau gemacht wird.

Aus der Welt und der Vergangenheit

Vision des Cyber Innovation Hub der Bundeswehr

Vision des Cyber Innovation Hub der Bundeswehr

CIH

Was ist ein hybrider Krieg konkret und was bedeutet er für die Zukunft der Inneren Führung? Dass es bei Hybridität um mehr geht als Cybersicherheit und Fake News, erklärt Matthias Kaiser in seinem Beitrag. Sebastian von Münchow macht sich in seinem Artikel Gedanken über die Aufgaben der internationalen Gemeinschaft in der Zeit nach dem Krieg in der Ukraine: Welche Internationale Organisation kann was genau übernehmen? Der Text von Oberstleutnant Dr. Peter Popp gibt Aufschluss darüber, wie sehr die Demokratie in Deutschland bereits 1923 gefährdet war und macht deutlich, woran es lag, dass sie erst fast eine Dekade später gescheitert ist.

Im IF-Podcast zum Heft sprechen Dr. Sarah Reichel und Oberstleutnant d.R.der Reserve Tim Kullmann mit Tanja Menz. Ihr Sohn ist 2011 gemeinsam mit zwei weiteren Kameraden in Afghanistan einem Anschlag zum Opfer gefallen. Die Mutter erzählt, wie das Leben der Familie weitergeht, wer und was ihnen in der ersten Zeit geholfen hat, welche Rolle die Bundeswehr, die anderen Opferfamilien, die Kameradinnen und Kameraden, der Besuch des Anschlagsortes in der Provinz Baglan und ihr Engagement im Beirat Innere Führung in der Trauer, bei der Schmerzbewältigung, aber auch für die Entwicklung einer ganz besonders lebensbejahenden Zukunftseinstellung gespielt haben. Ihre Offenheit ist überraschend. Den Link zum Podcast finden Sie im Heft.

Cover IF2_23
von Dr. Sarah Reichel

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