Perspektivwechsel für Führungskräfte

Perspektivwechsel für Führungskräfte

  • Innere Führung
  • Zentrum Innere Führung
Datum:
Ort:
Koblenz
Lesedauer:
2 MIN

Überall dort, wo Menschen zusammenarbeiten, gibt es Konflikte und werden Fehler gemacht. Was tue ich, wenn es bei der Zusammenarbeit mit Menschen mal klemmt? Bin ich vielleicht selbst Teil oder gar Verursacher des Problems? Solche Fragen diskutierten hochrangige zivile und militärische Führungskräfte im Impulsseminar „Konfliktmanagement und Fehlerkultur“ am Zentrum Innere Führung.

Führungskräfte beim Teambuilding im Hörsaal unter Corona-Bedingungen.

Teambuilding sorgt auch bei erfahrenen Führungskräften für einen Perspektivwechsel.

Bundeswehr/Franziska Hunold

Kompetenzen und Fähigkeiten im Umgang mit Konfliktsituationen reflektieren und stärken, das war das Ziel des Seminars für die Spitzenführungskräfte der Bundeswehr am Zentrum Innere Führung (ZInFüZentrum Innere Führung) in Koblenz. Im gegenseitigen Austausch über Konfliktsituationen erörterten die zehn Teilnehmenden unter fachlicher Anleitung der Dozenten aus dem Bereich Aus- und Fortbildung (AFB) des ZInFüZentrum Innere Führung unterschiedliche Modelle und Szenarien im Umgang mit Konflikten und Fehlern. Ursachen und erste Anzeichen zu erkennen sowie mit Auseinandersetzungen im eigenen Umfeld souverän und konstruktiv umzugehen, lagen dabei im besonderen Fokus des Seminars. „Konfliktbewältigung ist Alltag. Dies muss ständig geübt und ausgebildet werden,“ bestätigte Oberst Norbert Schmidt, der stellvertretende Kommandeur und Chef des Stabes im Betriebszentrum Informationstechnologie der Bundeswehr.

BEWUSSTMACHEN SCHAFFT VORTEILE

Oberstleutnant Andreas Düpmann, Kommandeur des Feldjägerregiments 2, schätzte besonders die Anwendungsbeispiele: „Das Seminar bot einen Praxisbezug, den ich so nicht erwartet hätte. Anhand der gezeigten Methoden kann sich jeder immer wieder selbst überprüfen.“ Das theoretische Wissen sei oft vorhanden, meinte Oberstarzt Dr. Wolfgang Kaiser, Leiter des Sanitätsunterstützungszentrums Hammelburg, „es wird einem aber durch den Erfahrungsaustausch und die gemeinsamen Übungen noch einmal ins Bewusstsein gerufen.“ Friedrich Sauerländer, Leitender Technischer Regierungsdirektor im BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr, genoss vor allem den bundeswehrgemeinsamen Ansatz des Impulsseminars: „Egal ob in Uniform oder Zivil, wir haben zwar alle die gleichen Probleme, aber unterschiedliche Blickwinkel und daher verschiedene Lösungsansätze.“

Führungskräfte diskutieren am Flipchart Lösungen für Konfliktsituationen.

Die Führungskräfte diskutieren im Seminar verschiedene Konfliktlösungen.

Bundeswehr/Franziska Hunold

Die Dozenten boten immer wieder Impulse, ließen aber vor allem dem Austausch viel Raum. „Es ist immer wieder gut, zu sehen, wie positiv das Angebot von den Teilnehmenden angenommen wird“, erklärte Dozent Oberstleutnant Stephan Scherer vom Bereich AFB. „Die Veranstaltung lebt von dem gemeinsamen Austausch der Teilnehmenden - aus der Praxis für die Praxis“, ergänzte sein Co-Dozent, Oberstleutnant Martin Jung. Beide sind sich einig: „Vieles wird erst deutlich, wenn ein Perspektivwechsel vom ‚Löser‘ zum ‚Auslöser‘ stattfindet. Wer souverän mit Konflikten und Fehlern umgehen kann, ist dabei eindeutig im Vorteil.“

Im Laufe dieses Jahres sind weitere Seminare vorgesehen für die noch freie Trainingsplätze verfügbar sind.


Weitere Informationen zur Veranstaltung gibt es im Trainingskatalog der Bundeswehr.

von Enno Urbeinz