Nach Jahren des Schrumpfens ist die Bundeswehr sowohl materiell als auch personell wieder auf Wachstumskurs. Die Angehörigen der Streitkräfte und der Bundeswehrverwaltung tragen mit ihrem Engagement nachhaltig zur Einsatzbereitschaft der Truppe bei. Die aktuellen Zahlen im Überblick.
Wie groß ist die Bundeswehr?
Monatlich veröffentlicht das Verteidigungsministerium die aktuellen Personalzahlen der Bundeswehr. Darin sind sowohl Zahlen zum militärischen Personal als auch zum Zivilpersonal zu finden. Derzeit sichern rund 269.100 Menschen – etwa 186.200 in Uniform und rund 82.900 in Zivil – die personelle Einsatzbereitschaft der Bundeswehr.
Die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr werden in drei Statusgruppen eingeteilt. Die meisten kommen als Soldatin oder Soldat auf Zeit (SaZ) zur Truppe. Sie verpflichten sich für einen Zeitraum zwischen 12 Monaten und 25 Jahren. Die Berufssoldatinnen und -soldaten (BS) bilden den Kern der Streitkräfte. Sie binden sich ähnlich wie Beamtinnen und Beamte in zivilen Behörden für ihr ganzes Berufsleben an das Militär.
Auch als Freiwillig Wehrdienstleistender (FWDL) ist ein Einstieg in die Soldatenkarriere möglich. Hier verpflichten sich Rekrutinnen und Rekruten für sechs bis elf Monate, um einen Einblick in den Truppenalltag zu bekommen. Zusammen mit den Soldatinnen und Soldaten auf Zeit mit einer Verpflichtungszeit von 12 bis 23 Monaten bilden sie die Gruppe der Mannschaften. Neuer Wehrdienst
Berufssoldatinnen und -soldaten
61.600
langdienende Soldatinnen und Soldaten auf Zeit
113.800
kurzdienende Soldatinnen und Soldaten auf Zeit
6.100
Freiwillig Wehrdienstleistende
4.600
Mannschaften Neuer Wehrdienst gesamt
10.800
Abweichungen aufgrund von Rundungen sind möglich.
Tarifbeschäftigte und verbeamtetes Personal
Neben der Möglichkeit, in der Truppe als Soldat oder Soldatin Karriere zu machen, bietet auch der zivile Bereich der Bundeswehr zahlreiche Berufs- und Aufstiegschancen. 30.700 Beamtinnen und Beamte, 45.700 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie 6.600 Beschäftigte im Status Anwärter, Auszubildende und Praktikanten arbeiten bei der Truppe und in der Bundeswehrverwaltung.
Bundesministerium der Verteidigung
1.800
Bundeswehrverwaltung, Rechtspflege, Militärseelsorge und weitere zivile Dienststellen
57.600
Streitkräfte und dem militärischen Bereich zuzurechnende Dienststellen
Der Weg zur Bundeswehr beginnt mit der Bewerbung. Im September 2026 konnten rund 58.700 Bewerbungen für militärische Laufbahnen verzeichnet werden. Das entspricht einem Plus von 29 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Rund 18.700 Neueinstellungen von Soldatinnen und Soldaten im September 2026 bedeuten ein Plus von 15 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.
Frauen in der Bundeswehr
Ab 1975 konnten Frauen in Deutschland zum Sanitätsdienst und seit 1991 zur Militärmusik. Seit 2001 stehen ihnen schließlich alle Laufbahnen offen – auch in den Kampftruppen. Insgesamt dienen heute rund 25.500 Frauen als Soldatinnen. Das entspricht etwa 14 Prozent des militärischem Personals der Bundeswehr.
Neben der Möglichkeit, in der Truppe von der Mannschaftssoldatin bis in die höchsten Generalsränge aufzusteigen, bietet auch der zivile Bereich der Bundeswehr zahlreiche Berufs- und Aufstiegschancen für Frauen. Von den rund 83.000 zivilen Beschäftigten sind circa 32.900 Frauen (rund 40 Prozent), die in allen Bereichen der Bundeswehr tätig sind.
Die Personalzahlen der Bundeswehr umfassen auch die aktuelle Stärke der deutschen Einsatzkontingente. Insgesamt sind circa 720 Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr unmittelbar bei Auslandseinsätzen eingesetzt.
Quelle: BMVg Streitkräfte I 8 Stand: 19. Oktober 2026
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