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Baltic Operations

Marinemanöver der NATO in der Ostsee

Unter der Führung des Flaggschiffes Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“ ist die SNMG 1 einer der Teilnehmer am diesjährigen NATO-Manöver BALTOPS.

Drei graue Schiffe liegen in einem Hafen.

Vor Beginn der Übung nutzt der Verband einen Hafenaufenthalt in Tallinn, um noch einmal Kraft zu tanken

Bundeswehr/René Prill

Die SNMG 1 ist einer von vier multinationalen maritimen Einsatzverbänden der NATO. Er untersteht derzeit dem Kommando des deutschen Flottillenadmirals Thorsten Marx. Für den Verband nehmen dieses Jahr das deutsche Flaggschiff Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“, die polnische Fregatte „General Tadeusz Kościuszko“, die niederländische Fregatte „Van Amstel“, der französische Tanker „Somme“ und die spanische Fregatte „Alvaro de Bazan“ an BALTOPS teil. Während des Manövers wird der Einsatzverband durch die deutsche Korvette „Erfurt“, die polnische Korvette „Slazak“, das lettische Patrouillenboot „Viesite“ und das litauische Patrouillenboot „Zemaitis“ verstärkt.

BALTOPS wurde 1972 ins Leben gerufen und findet bereits zum 52. Mal statt. Die Führung der Übung liegt bei den Naval Striking and Support Forces NATO (STRIKFORNATO) mit Sitz in Lissabon, Portugal. An dem Manöver nehmen insgesamt 51 Schiffe und 25 Flugzeuge mit rund 6.000 Soldatinnen und Soldaten aus 19 NATO-Staaten und einer Partnernation teil. Mit Finnland, erstmals als vollwertiges NATO-Mitglied dabei, beteiligen sich nun insgesamt sieben verbündete Ostseeanrainerstaaten.

Üben in allen Dimensionen

Drei graue Schiffe in Formationsfahrt in See, vorne das Heck eines weiteren Schiffes.

Der Blick vom Flugdeck der Fregatte „Mecklenburg-Vorpommern“: Die SNMG 1 auf dem Weg in das BALTOPS-Übungsgebiet

Bundeswehr/René Prill

In dem fast zweiwöchigen Zeitraum wird BALTOPS den Teilnehmern aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Estland, Finnland, Frankreich, Italien, Kanada, Lettland, Litauen, den Niederlanden, Norwegen, Polen, Portugal, Rumänien, Schweden, Spanien, der Türkei, dem Vereinigten Königreich und den Vereinigten Staaten zahlreiche Gelegenheiten bieten, gemeinsam zu operieren und die Integration maritimer Fähigkeiten im Bündnis voranzutreiben. Das Training gestaltet sich in Anbetracht der vielen Teilnehmer und der Geographie besonders herausfordernd. Daher ist es wichtig, auf unterschiedlichen Ebenen flexibel und effektiv zusammenzuarbeiten.

Geübt wird in allen Dimensionen: auf, über und unterhalb der Wasseroberfläche. Minenabwehr, U-Boot-Jagd, Luftverteidigung und Seezielbekämpfung stehen hier im besonderen Fokus der schwimmenden Einheiten. Seefernaufklärer, Bordhubschrauber und Kampfflugzeuge unterstützen die Übung aus der Luft. Auch Landungsoperationen stehen zur Demonstration dieser Fähigkeit auf dem diesjährigen Programm. Die Koordination zwischen einzelnen Schiffen, den Luftfahrzeugen und den Landungskräften ist hochkomplex und stellt eine besondere Herausforderung dar, die es zu meistern gilt.

Für eine sichere Ostsee 

Vier graue Schiffe fahren in Formation auf See.

Der Einsatzverband: die polnische Fregatte „General Tadeusz Kościuszko“, die niederländische Fregatte „Van Amstel“, die spanische Fregatte „Alvaro de Bazan“ und das Flaggschiff „Mecklenburg-Vorpommern“

Bundeswehr/PAO SNMG1

BALTOPS ist ein sichtbarer Beweis für die Fähigkeit der NATO-Bündnispartner zur wirksamen Zusammenarbeit und Integration. Wir sind jederzeit bereit und üben gemeinsam, um eine sichere Ostseeregion zu gewährleisten. Dieses erstklassige Manöver in unseren heimischen Gewässern ist zum jetzigen Zeitpunkt wichtiger denn je. Durch das breite Spektrum militärischer Operationen trägt BALTOPS zur Abschreckung potenzieller Gegner bei und unterstreicht den Willen der NATO, das Bündnisgebiet gegen jegliche Bedrohung zu verteidigen„, so Flottillenadmiral Thorsten Marx, Kommandeur der SNMG 1.

BALTOPS endet mit der Abschlusspressekonferenz am 17. Juni in Kiel. Dies fällt traditionell mit dem Beginn der Kieler Woche zusammen, an der bis zu 40 am Manöver beteiligte Einheiten aus 16 Nationen erwartet werden.

von René  Prill

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