Die Innovationslandschaft der Bundeswehr
Innovation findet innerhalb der Bundeswehr und in ihrem Auftrag statt – damit aus Know-how ein Vorteil auf dem Gefechtsfeld wird.
Innovation findet innerhalb der Bundeswehr und in ihrem Auftrag statt – damit aus Know-how ein Vorteil auf dem Gefechtsfeld wird.
Jeder Soldat und jede Soldatin ist ein potenzieller Treiber von militärischer Innovation. Viele von ihnen denken täglich darüber nach, mit welchen Neuerungen sie ihren Auftrag besser umsetzen können. Ergänzt wird dies durch Forschungs- und Innovationsinstitutionen, die in der Bundeswehr verortet sind. Gleichzeitig gibt es in Unternehmen, der Wissenschaft und Start-up-Szene unzählige Ideen und Produkte, die darauf abzielen, die Bundeswehr zu stärken. Um dieses Potenzial effektiv zu nutzen und kreative Ideen durch die enge Verzahnung aller Akteure zu fördern, hat die Bundeswehr eine eigene Innovationslandschaft geschaffen.
Innerhalb dieser Landschaft gibt es verschiedene Wege, um Innovationen in die Bundeswehr zu bringen. Verschiedene Dienststellen der Bundeswehr befassen sich mit der gesamten Bandbreite, die das Thema Innovation mit sich bringt. Vom Lösungsansatz einer Soldatin oder eines Soldaten für ein sehr spezielles, aber für sie oder ihn alltägliches Problem bis hin zur langfristigen Schließung einer militärischen Fähigkeitslücke.
Wer schneller in der Lage ist, neue Technologien für sich zu nutzen oder bestehende Technologien auf eine neue Weise einzusetzen, verschafft sich einen Vorteil auf dem Gefechtsfeld. Die aktuellen sprunghaften Fortschritte im technologischen Bereich sorgen dafür, dass Innovation nicht mehr eine Frage von Monaten und Jahren ist, sondern teilweise von Wochen oder gar Tagen.
Die großräumige Überwachung des Einsatzgebiets, die stetige Weiterentwicklung unbemannter Systeme oder die extreme zeitliche Verkürzung zwischen der Entdeckung des Gegners und seiner Bekämpfung sind nur drei Beispiele für diese Entwicklung, die sich in aktuellen Konflikten beobachten lassen. Durch ihren Auftrag, einen möglichen Aggressor von einem Angriff abzuschrecken, erprobt die Bundeswehr permanent neue Technologien und prüft sie auf ihr militärisches Potenzial.
Innovation in der Truppe kann ganz unterschiedlich aussehen. Sie beginnt bereits bei Erleichterungen im Dienstalltag der über 180.000 Soldatinnen und Soldaten, etwa mit der Optimierung der medizinischen Versorgung durch Videosprechstunden. Mit Blick auf die Verbesserung logistischer Prozesse wird beispielsweise daran gearbeitet, Lastwagenkonvois teilweise zu automatisieren, sodass deutlich weniger Personal eingesetzt werden muss.
Vor allem am scharfen Ende des militärischen Spektrums spielt Innovation eine große Rolle. So gibt es immer wieder Testkampagnen, bei denen gemeinsam mit Industrie, Wissenschaft und Start-ups neue Waffensysteme auf ihren Mehrwehrt für die Bundeswehr erprobt werden. Zuletzt wurde der Einsatz von Loitering Munition im Verbund mit Aufklärungsdrohnen getestet
Die Fähigkeit zur Innovation kann über Sieg und Niederlage entscheiden. Daher ist das Thema in einer eigenen Abteilung im Verteidigungsministerium verortet. Sie hält die Fäden innerhalb der Innovationslandschaft zusammen. Daneben gibt es eine Reihe von Akteuren, die sich mit dem Thema Innovation auseinandersetzen.
| Innovationszentrum der Bundeswehr | Es ist der zentrale Kontakt für Wissenschaft, Unternehmen sowie dynamische Start-ups. Das Zentrum bringt alle Innovationstreiber innerhalb und außerhalb der Bundeswehr zusammen, führt Innovationsvorhaben und Technologiekampagnen durch, um diese rasch in die Truppe einzuführen. Ein Schwerpunkt der Arbeit liegt dabei auf unbemannten Systemen, ob in der Luft, am Boden oder im Wasser. |
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| Innovationslabor System Soldat der Bundeswehr | Es gehört zum Innovationszentrum der Bundeswehr und führt die Innovationskampagnen durch. Dazu gehören solche, die sich mit der Abwehr von Drohnen beschäftigen (Counter-UASUnmanned Aircraft System), der Schwarmfähigkeit unbemannter Systeme oder der Vernetzung unbemannter Systeme in unterschiedlichen Dimensionen. |
| Cyber Innovation Hub der Bundeswehr | Konkrete Probleme der Truppe lösen, Ideen der Soldatinnen und Soldaten fördern, Akteure innerhalb und außerhalb der Bundeswehr vernetzen und vielversprechende Start-ups einbinden – das hat sich das Cyber Innovation Hub auf die Fahnen geschrieben. |
| Cyberagentur | Gemeinsam mit dem Bundesinnenministerium trägt das Verteidigungsministerium die Cyberagentur. Ihr Ziel ist es, Programme und Projekte in Auftrag zu geben, um die Cybersicherheit Deutschlands zu sichern. Insbesondere wagnisbehaftete Vorhaben, die bei Erfolg allerdings große Wirkung entfalten, stehen im Fokus. |
| Planungsamt der Bundeswehr | Hier wird die Bundeswehr der Zukunft geplant. Die Fachleute bewerten daher auch, welche wehrtechnische Forschung und Technologieentwicklung notwendig sind, um die Streitkräfte für das Gefechtsfeld der Zukunft zu rüsten. Lange Zeitlinien und ein ganzheitlicher Ansatz sind hier maßgeblich. |
| Zentrum Digitalisierung der Bundeswehr | Das Zentrum ist entscheidend für die Digitalisierung der Streitkräfte und treibt neue Fähigkeiten für militärische Aktivitäten im Cyberraum voran. Dafür werden beispielsweise eigenständig neue Softwareprodukte entwickelt, externe Produkte überprüft oder Plattformen für Experimente und Erprobungen bereitgestellt. |
| Forschungsinstitut CODE | Grundlagenforschung sowie konkrete Technologieentwicklung in den Bereichen Verteidigung im Cyberraum, Smart Data und Quantentechnologie wird an diesem Institut der Universität der Bundeswehr München betrieben. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten eng mit Militär, Wirtschaft und anderen Behörden zusammen. |
| Zentrum für Digitalisierungs- und Technologieforschung der Bundeswehr | Das Zentrum fördert zukunftsweisende Forschungsprojekte an den Universitäten der Bundeswehr in München und Hamburg. Insbesondere digitale Projekte stehen im Fokus, bei denen die Kooperation zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft gestärkt werden soll. |
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