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Jugendoffiziere

Politische Bildung: Kooperationsvereinbarung von Bundeswehr und Land Berlin

Politische Bildung: Kooperationsvereinbarung von Bundeswehr und Land Berlin

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Sicherheitspolitik gehört in den Unterricht – darin sind sich die Bundeswehr und das Land Berlin einig. Mit der Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie und dem Zentrum Informationsarbeit Bundeswehr wurde eine seit Jahrzehnten gelebte Zusammenarbeit auf ein neues formales Fundament gestellt.

Zwei Soldaten und eine Frau stehen nebeneinander. Alle halten ein Dokument in die Kamera.

Die Vereinbarung unterzeichneten Brigadegeneral Horst Busch (l.), Kommandeur des Landeskommandos Berlin, Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch sowie Major Sebastian Nothing als Fachbereichsleiter Ost des Zentrums Informationsarbeit Bundeswehr

Bundeswehr/Eva Dojan

Was die Vereinbarung regelt

Kern des Dokuments (PDF, 2,2 MB) ist die Rolle der Jugendoffizierinnen und Jugendoffiziere als externe Referentinnen und Referenten für Sicherheitspolitik an Berliner Schulen. Durch die Vereinbarung wurde die gelebte Praxis in der Hauptstadt institutionalisiert: Die Jugendoffizierinnen und -offiziere können auf Einladung der Schulen in allen Sekundarstufen ab Klassenstufe 9 sowie an beruflichen Schulen tätig werden – thematisch angebunden an die Berliner Rahmenlehrpläne.

Neben Vorträgen, Diskussionen und Planspielen ist auch die Einbindung in die Aus- und Fortbildung von Lehrkräften vereinbart, in enger Abstimmung mit dem Berliner Landesinstitut für Qualifizierung und Qualitätsentwicklung. Gleichzeitig wird festgehalten: Die Schulen entscheiden eigenständig über eine Zusammenarbeit. Die inhaltliche und didaktische Verantwortung verbleibt bei den Pädagoginnen und Pädagogen.

Warum solche Vereinbarungen wichtig sind

Das Grundgesetz verpflichtet zur Verteidigung wie zum Frieden. Wer junge Menschen zu mündigen Bürgerinnen und Bürgern erziehen will, kommt an Fragen von Sicherheit, Krieg und Bündnisverantwortung nicht vorbei – erst recht nicht in einer Zeit, in der diese Themen wieder unmittelbar spürbar werden. Kooperationsvereinbarungen schaffen dafür verlässliche Strukturen: Sie legen Rahmen und Prinzipien fest, sichern Transparenz auf beiden Seiten und ermöglichen eine nachhaltige Zusammenarbeit jenseits von Einzelinitiativen.

Bundesweit verfügen bereits mehrere Bundesländer – darunter Hessen, Hamburg, Bayern und Schleswig-Holstein – über vergleichbare Vereinbarungen der jeweiligen Kultusministerien. Berlin setzt nun ein eigenes, klares Signal: Sicherheitspolitische Bildung ist Teil des demokratischen Bildungsauftrags.

Leitbild: Beutelsbacher Konsens

Grundlage der Arbeit aller Jugendoffizierinnen und Jugendoffiziere ist der Beutelsbacher Konsens – das didaktische Fundament politischer Bildung in Deutschland. Er verpflichtet auf das Überwältigungsverbot, das Kontroversitätsgebot und die Befähigung zur selbstständigen Meinungsbildung. Nachwuchswerbung ist ausdrücklich nicht Teil des Auftrags. Es geht um Aufklärung, nicht um Werbung.

Die Jugendoffiziere: Brücke zwischen Bundeswehr und Gesellschaft

Jugendoffizierinnen und Jugendoffiziere sind ein zentrales Element der sicherheitspolitischen Öffentlichkeitsarbeit der Bundeswehr. Als geschulte Referentinnen und Referenten bringen sie komplexe Themen wie NATO-Bündnisverpflichtungen, internationale Krisenvorsorge oder den deutschen Beitrag zur Friedenssicherung verständlich in Schulen, Universitäten und zivilgesellschaftliche Räume. Die neue Kooperationsvereinbarung mit Berlin zeigt: Diese Arbeit findet Anerkennung – und gewinnt angesichts der aktuellen Sicherheitslage weiter an Bedeutung.

von Redaktion der Bundeswehr

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