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Reform-Agenda Rüstung: Bundeswehr stellt sich in der Beschaffung neu auf

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Reform-Agenda Rüstung: Bundeswehr stellt sich in der Beschaffung neu auf

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Das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung (BAAINBw) soll neu organisiert und gestärkt werden. Diese Reformagenda Rüstung hat das Ziel, Beschaffungsprozesse zu vereinfachen und zu beschleunigen, Innovationen stärker zu fördern und die Zusammenarbeit mit der Industrie weiter zu verbessern.

Die Frontansicht eines historischen Gebäudes

Repräsentativ: Die Rheinliegenschaft in Koblenz ist Sitz des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr.

Bundeswehr/Daniela Anneken

Verteidigungsminister Boris Pistorius stellte die Pläne hierfür am 20. Mai 2026 im Verteidigungsausschuss des Deutschen Bundestags vor. Demnach sollen die Strukturen des Beschaffungsamtes der Bundeswehr angepasst werden, damit sie dem in den letzten Jahren enorm gestiegenen Auftragsvolumen gewachsen bleiben. Zudem sollen mit den Reformen Innovationen in der Truppe gefördert und eine noch engere Zusammenarbeit mit der Industrie ermöglicht werden. Das Beschaffungsamt solle zu einem zentralen Ort für die „Markt- und Technologiesichtung“ werden, sagte der Minister. Die Marktbeobachtung rücke in den Fokus. Weitere Schwerpunkte seien, mehr Kenntnis und Kontrolle über Lieferanten und Lieferketten zu gewinnen, sowie die Preiskontrolle.

Erreicht werden soll dies durch die Flexibilisierung der internen Strukturen im BAAINBw, die weitere Optimierung der Beschaffungsverfahren und den Ausbau der Präsenz des Beschaffungsamtes in Deutschland und Europa. Künftig wird im BAAINBw in Programm- und Projektteams gearbeitet, die je nach den im Beschaffungsprozess berührten Dimensionen zusammengestellt werden: Land, See, Luft, Cyberraum und Weltraum. Diese sollen so einerseits agiler und andererseits auch zielgerichteter arbeiten. Gleichzeitig sollen Schnittstellen des BAAINBw nach außen weiterhin verlässliche Anknüpfpunkte zu den Teilstreitkräften und der Industrie gewährleisten.

Beschaffungsverfahren werden gestrafft

Daneben sollen die Beschaffungsverfahren gestrafft und standardisiert werden. Zum Beispiel sollen die Verfahrensschritte für marktverfügbare Lösungen auf das rechtlich vorgeschriebene Maß begrenzt werden, um dem Faktor Zeit noch stärker gerecht zu werden. Dazu wird das BAAINBw zur zentralen Stelle für Markt- und Technologiekompetenz für die Bundeswehr. Die Marktbeobachtung wird mehr in den Fokus rücken und einen Schwerpunkt auf die Kontrolle von Lieferanten- und Lieferketten legen – in heutigen Zeiten besonders kritische Punkte. Ziel ist dabei, die industrielle Leistungsfähigkeit sowohl durch gezielte Investitionsanreize als auch durch die engere Zusammenarbeit von Industrie, Projektleitungen und Truppe zu steigern.

Um den nächsten „Gamechanger“ in der Militärtechnologie frühzeitig zu entdecken, sollen innovative Antworten auf technologische Herausforderungen mittels offener Ausschreibungen gefördert werden. Zudem sollen multinationale Beschaffungskooperationen insbesondere mit den Partnern in Europa vorangetrieben werden, um die strategische Autonomie Deutschlands und Europas zu stärken.

Mehr Standorte in Deutschland und Europa

Als weiteres Element der Reformagenda soll die Präsenz des Beschaffungsamtes im Bundesgebiet ausgebaut werden. So soll der direkte Draht zu Hochschulen, Unternehmen und Laboren in den Regionen gehalten werden. Der Standort Dresden wird erweitert und wird sich in erster Linie auf den Bereich der IT in der Cyberdomäne konzentrieren.

Neue Repräsentanzen des Beschaffungsamtes sollen in Bremen und in Brüssel in Belgien entstehen. Der Standort Bremen wird sich mit Rüstung und Forschung in den Dimensionen Weltraum und See beschäftigen. Das Büro in Brüssel wird sich um die Vernetzung mit den europäischen Partnern, der Europäischen Union und der NATO kümmern.

Neues Innovationszentrum in Kiel

Daneben soll als Ergänzung zu dem im Februar 2026 eröffneten Innovationszentrum der Bundeswehr in Erding ein weiteres Innovationszentrum in Kiel eingerichtet werden. Kiel sei ein bedeutender Standort für den Bau von Schiffen, Marine-Elektronik und Landsystemen, so die Begründung. Die Einrichtung von weiteren Innovationszentren in anderen Regionen wird laut Verteidigungsministerium erwogen. Das neue Innovationszentrum in Kiel soll voraussichtlich noch 2026 aufgebaut werden.

von Redaktion der Bundeswehr 

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