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Technologie-Show

Mehr Handlungsfreiheit in der Gefechtsführung: Abfangdrohnen im Fokus

Mehr Handlungsfreiheit in der Gefechtsführung: Abfangdrohnen im Fokus

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Unbemannte fliegende Systeme beherrschen zunehmend das Gefechtsfeld. Die Abwehr dieser meist als Drohnen bezeichneten Geräte ist elementar für die Einsatzbereitschaft der Bundeswehr und den Schutz der Soldatinnen und Soldaten. Um diese Fähigkeit ging es auf einer Technologie-Show im Innovationszentrum der Bundeswehr am 12. Mai 2026 im bayerischen Erding.

Ein große Leinwand zeigt ein unbemanntes Fluggerät. Daneben stehen olivgrüne Fahrzeuge.

Marktverfügbarkeit ist ein treibender Faktor bei der Beschaffung von Abfangdrohen für die Truppe. Auf der Technologie-Show zeigen Firmen, was in diesem Bereich möglich ist.

Bundeswehr/Maria Aigner

Die Bundeswehr muss in einem Gefecht uneingeschränkt handlungsfähig sein. Doch jederzeit müssen die eigenen Kräfte mit Angriffen von Unmaned Aerial Systems (UAS), also unbemannten Luftfahrzeugen, rechnen. Systeme zu ihrer Abwehr müssen deshalb so mobil und schnell sein, dass sie den eigenen Kräften folgen und diese auch in der Bewegung schützen können. Am 12. Mai 2026 fand dazu eine Technologie-Show mit marktverfügbaren Produkten, speziell Abfangdrohnen, im Innovationszentrum der Bundeswehr in Erding statt.

Dabei wurden für die Bundeswehr geeignete Produkte für den begleitenden Schutz von Landstreitkräften gegen UAS identifiziert. Diese gezeigten Systeme sollen im Sinne des „Fight Tonight“-Ansatzes beschleunigt eingeführt werden können – ohne lange Entwicklungs- und Erprobungszeiten. Diese neuen Abfangsysteme sollen künftig ergänzend zur Drohnenabwehr eingesetzt werden. 

Integration in die bestehenden Systeme

Vorgeführt wurden hochbewegliche Schutzsysteme mit einem Mix aus Sensoren und Wirkmitteln wie beispielsweise Interceptordrohnen sowie Überwachungs- und Steuersoftware zur Integration in einen Gefechtsverbund. Daneben wurden Systeme für den Selbstschutz von Fahrzeugen gezeigt, die in bestehende Modelle integriert werden können. In mehreren Vorführungen stellten unterschiedliche Systeme ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis.

Neben dem Staatssekretär für Rüstung, Innovation und Cyber Jens Plötner und dem Inspekteur des Heeres Generalleutnant Christian Freuding nahmen viele hochrangige politische, militärische und zivile Vertreterinnen und Vertreter an der Präsentation teil. „Angesichts der Bedrohungen ist es folgerichtig, dass wir heute eine Tech-Show sehen, die sich der Abwehr von Drohnen widmet“, sagte Staatssekretär Plötner. Heute sehe man einmal mehr, dass das noch junge Innovationzentrum wirke. „Die Bundeswehr ist auf dem Weg in die Zukunft.“

Drei Personen stehen nebeneinander vor einer blauen und sprechen in ein Mikrofon.

Inspekteur des Heeres Generalleutnant Christian Freuding (r.) betonte in Erding die Bedeutung des Innovationszentrums für die Bundeswehr. Staatssekretär Jens Plötner (m.) und Flottillenadmiral Christian Bock (l.) stimmten dem zu.

Bundeswehr/Maria Aigner

„Wir wollen die Fähigkeiten nutzen“

Auch für den Leiter des Innovationszentrums, Flottillenadmiral Christian Bock, war die Veranstaltung ein voller Erfolg: „Die heute durchgeführte Technologie-Show C-UAS hat gezeigt, wie variantenreich, technologisch weit entwickelt und dynamisch Drohnenabwehr gedacht werden kann. Die Präsentation durch über 50 Partnerunternehmen aus zehn Ländern war beeindruckend.“ Nun gelte es, schnelle Wege zu nutzen, um die Systeme zu ergänzen. „Wir wollen die Fähigkeiten nicht nur sehen, wir müssen sie nutzen, um in der Verteidigung und im Kampf bestehen zu können“, so Bock weiter.

Das Innovationszentrum der Bundeswehr wird zügig mit allen Partnern daran arbeiten, die modernsten Drohnenabwehrtechnologien in der Truppe so bald wie möglich verfügbar zu machen.

von Kristian Klinck

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