Neuer Wehrdienst: Hier entstehen die Musterungszentren
Mit der Standortentscheidung für die 24 Musterungszentren fällt der Startschuss für den Aufbau der für die Musterung benötigten Kapazitäten.
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Mit der Standortentscheidung für die 24 Musterungszentren fällt der Startschuss für den Aufbau der für die Musterung benötigten Kapazitäten.
Bielefeld, Braunschweig, Dortmund, Jena, Kempten, Offenburg, Regensburg und Würzburg – diese acht Städte werden künftig Bundeswehrstandorte sein. Denn dort entstehen neue moderne Musterungszentren. Weitere werden an 16 bereits bestehenden Standorten der Bundeswehr eingerichtet – außerhalb der dortigen Bundeswehrliegenschaften. Dieses geschieht in Bonn, Dresden, Hamburg, Kassel, Kiel, Koblenz, Leipzig, Magdeburg, Neubrandenburg, Nürnberg, Oldenburg, Potsdam, Saarlouis, Schwerin, Ulm und Wiesbaden.
Pro Musterungszentrum werden rund 50 zivile Dienstposten geschaffen. Insgesamt erhöht sich mit dem Aufbau der Musterungszentren die Anzahl der Standorte der Bundeswehr in Deutschland auf 288. Als Standort werden Kommunen mit mehr als 14 Bundeswehrdienstposten bezeichnet.
Die Festlegung der Standorte für die 24 geplanten Musterungszentren ist ein wichtiger Schritt in der Umsetzung des Neuen Wehrdienstes und hin zu einer wachsenden Bundeswehr
Bundeswehr/Astrid Höffling | Kartenbasis: © MapCreator/OpenStreetMapUm für die Standorte der Musterungszentren Regionen mit hoher Bevölkerungsdichte und einem potenziell großen Bewerberaufkommen auszuwählen, wurden aktuelle Daten der statistischen Bevölkerungsverteilung ausgewertet. Außerdem folgen die Entscheidungen den Grundprinzipien jeder Stationierung: Funktionalität, Kosten, Attraktivität und Präsenz in der Fläche. Maßgebend waren die funktionalen Anforderungen sowie die zeitliche Realisierbarkeit. Um die Musterungen an zentralen und gut erreichbaren Orten durchzuführen, werden in insgesamt 14 Bundesländern externe Objekte angemietet.
Strukturell werden alle Musterungszentren je einem der bestehenden 15 Karrierecenter der Bundeswehr zugeordnet, die die koordinierenden und steuernden Aufgaben übernehmen. Während in den Musterungszentren die grundsätzliche Eignung für den Dienst in den Streitkräften geprüft wird, erfolgt in den Karrierecentern in erster Linie die Beratung und Betreuung der Bewerbenden. Darüber hinaus findet in den Karrierecentern auch die umfassendere medizinische, körperliche, kognitive und psychische Eignungsprüfung für eine militärische oder zivile Laufbahn statt.
Die gesamte Musterungsorganisation soll bis zum 1. Juli 2027 aufgebaut sein. Das erste neue und moderne Musterungszentrum wird voraussichtlich noch in 2026 seine Arbeit aufnehmen.