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BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr unterzeichnet Heron TP-Vertrag

Juni
Datum:
Ort:
Koblenz
Lesedauer:
2 MIN

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Am 13. Juni 2018 unterzeichneten Verantwortliche des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr) und der Firma Airbus Defence & Space Airborne Solutions (ADASAirbus Defence & Space Airborne Solutions) einen Vertrag über die Nutzung der israelischen Aufklärungsdrohne Heron TP (Heron, hebräisch für Reiher, TP Abkürzung für Turboprop).

Gruppenfoto von fünf Herren, zwei halten jeweils einen Vertrag in Händen

Vizepräsident Armin Schmidt-Franke (Mitte) präsentiert den unterzeichneten Vertrag in Koblenz gemeinsam mit (v.l.n.r.) Thomas Reinartz (ADASAirbus Defence & Space Airborne Solutions), Manfred Dion (Projektleiter Heron TP im BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr), Ralf Hastedt und Thomas Wehrhahn (beide ADASAirbus Defence & Space Airborne Solutions)

Bundeswehr/Wullers

Nach Billigung des Vertragsschlusses durch den Verteidigungs- sowie den Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages am Mittwoch, kamen noch am selben Tag Verantwortliche der Beschaffungsorganisation der Bundeswehr sowie der Firma ADASAirbus Defence & Space Airborne Solutions in Koblenz zur Vertragsunterzeichnung zusammen.

„Wir freuen uns, heute die Weichen für eine signifikante Verbesserung der strategischen Aufklärungsfähigkeiten der Luftwaffe und damit für den Schutz unserer Soldatinnen und Soldaten im Einsatz gestellt zu haben“, sagte Armin Schmidt-Franke, Vizepräsident des BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr, nach der Vertragsunterschrift.

Im Gegensatz zu anderen Beschaffungsprojekten wird die Aufklärungsdrohne Heron TP nicht gekauft, sondern mit einem Dienstleistungsvertrag der Bundeswehr zur Verfügung gestellt. „Wir legen lediglich Ort und Zeit fest und Airbus muss das System rechtzeitig in die Luft bringen“, so Vizepräsident Schmidt-Franke. „Unsere Piloten übernehmen dann und können sich ganz auf den Aufklärungsauftrag konzentrieren.“ Auch die zeitgerechte Wartung und Durchführung von Reparaturen liegt in der Verantwortung der Industrie.

Insgesamt fünf Fluggeräte und vier Bodenstationen wird die Firma ADASAirbus Defence & Space Airborne Solutions beim israelischen Hersteller Israeli Aerospace Industries für diese Zwecke bestellen und nach den Vorgaben des BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr an die deutschen Bedürfnisse anpassen lassen. Damit kann das System in bis zu zwei Einsatzgebieten gleichzeitig zum Einsatz kommen.

Die Ausbildung der Piloten wird nach einer Vereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem Staat Israel von den israelischen Streitkräften in Israel durchgeführt. „Wir freuen uns auf die neue Zusammenarbeit mit unseren Freunden und Partnern in Israel“, so der Vizepräsident des BAAINBwBundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr.

Heron TP am Himmel

Die Heron TP kann, anders als die Aufklärungsdrohne Heron 1, bewaffnet werden.

Airbus

Der Heron TP ist ein Aufklärungssystem bestehend aus Bodenstation und unbemanntem Fluggerät. Mit seinen gegenüber dem System Heron 1 erheblich verbesserten Sensoren, einer Flughöhe von über 12.000 Metern und einer verdoppelten Einsatzzeit im Zielgebiet wird das System die Aufklärungsmöglichkeiten der Luftwaffe deutlich verstärken. Insbesondere die Möglichkeit eines durchgehenden Aufklärungsbetriebs über mehrere Tage eröffnet weitreichende strategische, operative und taktische Einsatzmöglichkeiten im Vergleich zu bemannten Systemen.

Mit Vertragsschluss beginnen beide Seiten nun die Arbeiten an der raschen Umsetzung des Projekts. Die Ausbildung der ersten Piloten beginnt bereits 2018, und der Flugbetrieb soll 2020 beginnen. Eine erste Verlegung in ein Einsatzgebiet kann dann voraussichtlich ebenfalls im Jahr 2020 erfolgen.

von PIZ AIN/Dr. Wullers 

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