Rahmenvertrag bringt neue IT-Komponenten für die Truppe
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Am 2. Mai 2023 unterzeichnete die Präsidentin des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw), Annette Lehnigk-Emden, zwei Rahmenverträge für die Beschaffung von sogenannten gehärteten IT-Komponenten.
Eine Hauptanforderung für den Einsatz: Die Ausstattung muss robust sein
Bundeswehr/Marco DorowUnter gehärteter IT versteht man Technik, die auch widrigen äußeren Einflüssen wie Witterung oder Stößen besser standhält, als dies bei Standardprodukten der Fall ist. Diese besondere Technik wird in der Truppe bereits seit mehr als zehn Jahren genutzt.
Der Abschluss der beiden Rahmenverträge hat ein Gesamtvolumen von rund 350 Millionen Euro. Er deckt über 70 Einzelkomponenten für den mobilen und stationären Einsatz ab. Die Abrufe aus den Rahmenverträgen können ab sofort beginnen.
Die enthaltenen Komponenten werden hauptsächlich in Führungssystemen - einem Zusammenspiel von Hardware und Software - für die Landstreitkräfte verwendet. Sie werden dabei in einer Vielzahl von Fahrzeugen - vom Leopard bis zum Transport-Lkw – eingesetzt und nehmen eine zentrale Rolle für die zukünftige Digitalisierung der Truppe ein.
Die gehärtete IT kommt beispielsweise im Fahrzeug Eagle IV zum Einsatz
Bundeswehr/Marco DorowOhne diese neue Technik wäre auch die geplante Ausstattung der Fahrzeuge mit der neuen Generation an Funkgeräten nicht möglich. Die höhere Leistungsfähigkeit der neuen Rechner ist außerdem dazu notwendig, um die zukünftige Führungssoftware in den Fahrzeugen richtig nutzen zu können.
Mit der bereits bestehenden Anforderung „form, fit and function“ wird sichergestellt, dass jede zu ersetzende IT-Komponente wie beispielsweise Kommunikationsserver, Laptops oder Tablets einfach herausgenommen und durch ein neues Gerät ersetzt werden kann. Die Erneuerung an sich würde äußerlich daher kaum auffallen, denn eigentlich wird nur das Innere auf den neuesten Stand gebracht.
Genau das ist aber auch eine der großen Herausforderung an die neue Generation der IT-Ausstattung. Die gehärteten IT-Komponenten haben nämlich keine Standardkabel, wie sie in jedem Elektrofachmarkt erhältlich sind. Sie verfügen über speziell konzipierte Verbindungen für militärische Zwecke, die auch den robusten Anforderungen der Bundeswehr genügen.