Cyber- und Informationsraum

Verbindung steht – Kastellauner IT-Kräfte üben Erstanbindung

Verbindung steht – Kastellauner IT-Kräfte üben Erstanbindung

  • Landes- und Bündnisverteidigung
  • Cyber- & Informationsraum
Datum:
Ort:
Kastellaun
Lesedauer:
2 MIN

Montagmorgen, ein Unterrichtsraumraum: „Ihr Auftrag ist, eine Erstanbindung des Lager Kappel mit ITInformationstechnik-Services sicherzustellen“, so der Kompanieeinsatzoffizier der 5. Kompanie des Informationstechnikbataillon 282, Hauptmann Julian Petery. Gerade weist er das Führungspersonal einer ITInformationstechnik-Staffel in die Lage und den Auftrag für die folgende Woche ein. Das Szenario und die Gliederung der Staffel lehnt sich an die VJTFVery High Readiness Joint Task Force an und beinhaltet einen Marsch von einem fiktiven Entladebahnhof zu einer zukünftigen logistischen Basis, um dort eine Erstanbindung mit Sprache und Daten sicherzustellen.

Soldatinnen und Soldaten stehen um einen Sandkasten

Der Staffelführer gibt am Geländesandkasten die weiteren Befehle.

Bundeswehr/Brill

Zusätzlich sollen beide Standorte mit digitalen Handfunkgeräten miteinander verbunden werden. Dazu müssen zunächst einmal aufwendige Konfigurationen an den einzelnen Systemen vorgenommen werden. Gerade die Verknüpfung der beiden Standorte stellt die Administratoren vor Herausforderungen, da die beabsichtigte Umsetzung mit zwei Independent Digital Repeatern (IDR) und einem GatePro nur selten angewandt wird. Der IDR ist ein Gerät zur Reichweitenerhöhung, wohingegen das GatePro zur Verkettung von zwei Netzen dient. Diese Lösung ist aber für die schnelle Herstellung der Verbindung bei gleichzeitigem geringen Kräfteansatz entscheidend.

Telefonverbindung schnellstmöglich herstellen

Noch während die Vorbereitungen laufen, lässt Staffelführer Oberleutnant Jung alle Übungsteilnehmer zur Befehlsausgabe am Sandkasten sammeln. „Mir kommt es besonders darauf an, dass die Ersterreichbarkeit über Telefon schnellstmöglich sichergestellt wird“, so sein Schwerpunkt.

Nach dem Marschbefehl geht es los

Mittwochmorgen, Schneegestöber: Der Staffelführer gibt seinen Marschbefehl an die Fahrzeugkommandanten. Kurz darauf verlässt ein kleiner Konvoi pünktlich die Hunsrück-Kaserne und erreicht im Zeitplan das Gerätehauptdepot Kappel. Kaum stehen die Fahrzeuge, beginnen die Kraftfahrer mit der Nachbereitung ihrer Fahrzeuge. Die Truppführer werden in ihre Aufbauräume eingewiesen und beginnen mit ihrer Arbeit.

Nur fünf Minuten für die erste Verbindung

Soldaten arbeiten an einem Fahrzeug

Der Sieben-Meter-Funkmast wird aufgebaut um eine erste Verbindung aufzubauen.

Bundeswehr/Brill

Nach nicht mal fünf Minuten ist die erste Antenne aufgebaut, ausgerichtet und ein Modem mit Telefon angeschlossen. Ab jetzt kann die Staffel mit der Außenwelt kommunizieren. Zügig und geordnet bauen die Soldatinnen und Soldaten weitere Satellitenschüsseln und Antennenmasten auf. Bange Momente gibt es, als die Datenverbindung über Satellit eingemessen wird. Reicht die Qualität aus oder gibt es zu viele Störungen in der Atmosphäre? Die Administratoren sind erleichtert:  Sie können auf einen Server am anderen Ende Deutschlands zugreifen.

Lässt das unwegsame Gelände eine Funkverbindung zu?

Auch bei TETRAPOL werden Daumen gedrückt. Kann im stark bewaldeten und hügeligen Gelände über viele Kilometer hinweg eine Verbindung hergestellt werden? Zunächst ist niemand an der Gegenstelle zu erreichen. Nachdem die Antennen aber geringfügig verschoben wurden, kommt der Funkspruch durch.

Positive Bilanz

Zwei Sodaten an einem Rechner

Die eingerichteten Satellitenverbindung werden durch die Soldaten administriert

Bundeswehr/Brill

Dieser Aufbau wird über die nächsten Tage mehrmals geübt. Hauptmann Ehrle, Kompaniechef der 5- Kompanie, zieht ein sehr positives Feedback: „Die Übung hat gezeigt, dass wir ITler in der Lage sind irgendwohin zu marschieren und dort äußerst schnell die geforderten ITInformationstechnik-Services für andere Kräfte bereitstellen können. “

von Benedikt Pfitzer  E-Mail schreiben

Ausrüstung auf der Übung