Die Bundeswehr muss Informationen effektiv übertragen. Das wichtigste Standbein bei der Übertragung in und aus den Feldlagern heraus, ist das Satellitenkommunikationssystem der Bundeswehr (SatComBwSatellitenkommunikationssystem der Bundeswehr). In 36.000 Kilometern Höhe befinden sich die zum System gehörenden Satelliten COMSATBw-1 und COMSATBw-2 auf einer geostationären Umlaufbahn. Als Gegenstücke auf der Erde nutzt die Bundeswehr verlegefähige Bodenstationen des Systems SatComBwSatellitenkommunikationssystem der Bundeswehr in unterschiedlichen Varianten.
Die Bodenstation von SatComBwSatellitenkommunikationssystem der Bundeswehr ist hochmobil und flexibel einsetzbar. Der Aufbau einer solchen Station benötigt nur rund 45 Minuten.
Bundeswehr/Sebastian Wanninger| Antenne | Parabol-Offset-Antenne mit einem Durchmesser zwischen 1,5m und 4,6m |
|---|---|
| Modems | 5-6 |
| Übertragungsrate | 20 Mbit/s je Modem |
| Verschlüsselung | GenuScreen |
| Stromerzeugeraggregat | 12,5 kVA - 40 kVA |
| Versionen | Bodenstation kleinst Bodenstation klein Bodenstation dynamisch modifiziert Bodenstation mittel handelsüblich Typ II Bodenstation mittel C-Band |
Die Bundeswehr realisiert durch SATCOMBwSatellitengestützte Kommunikationssystem der Bundeswehr mit dem Anteil MK ein weitreichendes, breitbandiges Übertragungssystem für den Einsatz. Unter Nutzung eigener militärischer sowie kommerziell angemieteter Kapazitäten werden Einsatzkräfte über unterschiedliche Netzstrukturen angebunden. Für die weitreichende Anbindung von Nutzern in bzw. zwischen den Einsatzgebieten werden verschiedene, verlegefähige Bodenstationen eingesetzt. Diese besitzen die Fähigkeit die Daten via Satellit in der geostationären Umlaufbahn, in 36.000 km Höhe, mit einem hohen Standard an Quality of Service zu übertragen. Neben der reinen Datenübertragung besitzen die Bodenstationen das Fähigkeitsprofil, selbst Dienste wie bspw. Voice over IP für die Nutzer bereitzustellen.
Das SatComBwSatellitenkommunikationssystem der Bundeswehr wird in verschiedenen Versionen genutzt. Die Bodenstation dynamisch Multiband wird genutzt, wenn es gilt, kleinere Truppenteile anzubinden.
Bundeswehr/Sebastian Wanninger
Mit der 2,4 Meter großen Satellitenantenne von SatComBwSatellitenkommunikationssystem der Bundeswehr werden Daten und Sprache empfangen und gesendet. Die dazugehörigen Satelliten befinden sich in fast 40.000 Kilometer Höhe.
Bundeswehr/Martina Pump
Eine weitere Variante ist die Bodenstation mittel Multiband. Sie unterscheidet sich in der Modem- und Basisbandausstattung und den Schnittstellen am Bereitstellungspunkt.
Bundeswehr/Martina Pump
Trotz der größeren Antenne ist die Bodenstation mobil einsetzbar und schnell verlegefähig. Aus einer abgesetzten Kabine kann die Verbindung via SatComBwSatellitenkommunikationssystem der Bundeswehr überwacht und betrieben werden.
Bundeswehr/Sebastian Wanninger
Die größte Variante ist Bodenstation groß. Sie sind stationär und ankern die weitreichenden und breitbandigen Satellitenfunkverbindungen der Einsatzgebiete.
Bundeswehr/Martina Pump
Auch mit kleineren Varianten können Daten und Sprache weltweit übertragen werden. Die Funktionsweise ist ähnlich den anderen Varianten.
Bundeswehr/Torsten Stief