Heer

Angriff der Kampfpanzer über Gewässer

Angriff der Kampfpanzer über Gewässer

  • Ausbildung
  • Heer
Datum:
Ort:
Gardelegen
Lesedauer:
2 MIN

Staub, Sonne, Lärm und Stahl. Im Gefechtsübungszentrum (GÜZ) Heer herrscht Hochbetrieb. Das Panzerbataillon 393 aus Bad Frankenhausen bereitet sich auf den Auftrag als Schnelle Eingreiftruppe der NATO 2023 vor. Unterstützt wird die Panzertruppe aus Thüringen durch ein Schwergewicht der Panzerpioniere.

Zwei Soldaten schauen aus den Luken eines Panzers und fahren eine Waldschneise entlang.

Das Panzerbataillon 393 übt in einem Angriffsszenario die Operation verbundener Kräfte im Gefechtsübungszentrum Heer.

Bundeswehr/Mario Haarz

Nach dem Landmarsch des Panzerbataillons durch das Bundesgebiet zum Übungsplatz Ohrdruf steht für die Soldaten zunächst für zwei Wochen Gefechtsdienst auf dem Ausbildungsplan. Die Zeit der Kohortenisolierung, also des Dienstes in kleinen gleichbleibenden Gruppen, konnte so sinnvoll genutzt werden, um sich auf den Aufenthalt im Gefechtsübungszentrum Heer vorzubereiten. Der anschließende Übungsauftrag für die Thüringer Löwen lautet: die verstärkte Panzerkompanie im Angriff über Gewässer.

63 Tonnen Stahl machen mobil

Ein Brückenlegepanzer fährt über schlammigen Boden an einer Waldkante entlang.

Über die Brücke des Brückenlegepanzers Leguan wird der Angriff des verstärkten Panzerbataillons fortgesetzt.

Bundeswehr/Anne Zedler

Das Panzerbataillon 393 wird hierbei durch das Panzerpionierbataillon 701, ein Joint Fire Support Team (gemeinsamer Feuerunterstützungstrupp) des Artillerielehrbataillons 345 und Panzergrenadiere des Ausbildungsverbandes des Gefechtsübungszentrums unterstützt. Besonders viel Aufmerksamkeit gilt dabei dem neuesten Kraftprotz der Panzerpioniere aus Gera – dem Brückenlegepanzer Leguan. Er ermöglicht die Überquerung des Gewässers der Kampfpanzer und ist somit ein Garant für den schnellen Angriff des Gefechtsverbandes.

Seit März ist der Brückenlegepanzer Leguan in der Panzergrenadierbrigade 37 beheimatet. Mit zwei kombinierten Brücken lassen sich Gewässer und Einschnitte mit einer Breite von bis zu 42 Metern überwinden. Der Leguan ermöglicht das Übersetzen aller Gefechtsfahrzeuge der Bundeswehr. Der Kampfpanzer Leopard 2 kann so, mit voller Panzerung und Waffen, problemlos mithilfe der Schnellbrücke Gewässer queren.

Neue Software unterstützt Landoperationen

Trotz aller derzeitigen Einschränkungen in der Corona-Pandemie zeigt sich der Kommandeur, Oberstleutnant René Braun, sichtlich zufrieden. Die drei gemeinsamen Wochen seien sinnvoll genutzt worden, um sich auf den Kernauftrag der Landes- und Bündnisverteidigung zu fokussieren. Während der Gefechtsstandausbildung setzt die übende Truppe zudem das neue digitale Führungsinformationssystem Sitaware ein. So wurden erste Erfahrungen in der digitalen Führung von Landoperationen gesammelt. Sitaware erweitert im Vergleich zum Vorgängersystem die Möglichkeiten der Operationsplanung und -führung und liefert ein umfassendes, gemeinsames Lagebild.

Nachdem das Panzerbataillon 393 den Aufenthalt im GÜZ beendet hat, bereitet es sich auf die Übung Kalter Wettiner der Panzergrenadierbrigade 37 vor. Diese Übung ist der nächste Schritt zur Vorbereitung auf den Großauftrag bei der Very High Readiness Joint Task Force (VJTFVery High Readiness Joint Task Force ), der Schnellen Eingreiftruppe der NATO. Die Panzergrenadierbrigade 37 übernimmt dabei 2023 die Führungsrolle als Leitverband.

von Julia Oehlers

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