Heer
Schießen mit Mörsermuniton

Schwere Gebirgsjägerkompanien trainieren das Gefecht

Schwere Gebirgsjägerkompanien trainieren das Gefecht

  • Ausbildung
  • Heer
Datum:
Ort:
Baden-Württemberg
Lesedauer:
1 MIN

Rund 300 Soldatinnen und Soldaten aus den schweren Gebirgsjägerkompanien der Gebirgsjägerbrigade 23 haben zwei Wochen im November nochmal alles gegeben. Verantwortlich für das Übungsvorhaben war die 5. Kompanie des Gebirgsjägerbataillons 231 aus Bad Reichenhall. Auch die schweren Kompanien, also schwer bewaffneten Kompanien, aus Bischofswiesen und Mittenwald beteiligten sich daran.

Mehrere Fahrzeuge des Panzermörsers M113 stehen mit Abstand im Gelände nebeneinander.

Der Mörserzug fährt schnellstmöglich in den Feuerstellungsraum. Der Richtkreistrupp ist als erster vor Ort, er bereitet den Raum für ein verzugsloses Gefecht vor.

Bundeswehr/Gebirgsjägerbataillon 231

Das gesteckte Ziel der zweiwöchigen Übung auf dem Übungsplatz, im südlichen Baden-Württemberg gelegen, war klar: „Wir wollen die Grundbefähigung der Soldaten beim Schießen der schweren Waffensysteme durch Schulschießen halten und darauf aufbauend in der zweiten Woche die taktischen Fähigkeiten festigen“, so der Leitende. Bei einem Gefechtsschießen soll dann das komplexe Handeln der Soldaten auf der Ebene „Verstärkter Zug“ weiter ausgebaut werden. Dazu wurden über 50 Tonnen Mörsermunition über die beschwerlichen Wege in die Munitionslagerhäuser gebracht.

Schlechte Sicht erschwert das Schießen

Über einer Landschaft in der Nacht steht über dem Horizont ein runder Feuerball.

Kein Mond, sondern Gefechtsfeldbeleuchtung: Bei eingeschränkter Sicht ist der Mörserzug aus über sechs Kilometer Entfernung in der Lage, Licht in die Dunkelheit zu bringen. Eine dieser Granaten leuchtet bis zu 60 Sekunden.

Bundeswehr/Gebirgsjägerbataillon 231

Die Sicherheit beim Schießen steht an erster Stelle. Zeitweise kam es durch dichten Nebel zu Schießunterbrechungen. Eine besondere Herausforderung für jeden Zugführer, denn bei einer solchen Pause lautet die Devise: die Truppe sich nicht selbst überlassen. Und so nutzten die Zugführer die Zeit und boten eine Parallelausbildung an.

Zufriedenheit auf allen Seiten

Ein gepanzertes Kettenfahrzeug steht auf einer Wiese. Zwei Soldaten sitzen auf dem Fahrzeug.

Feind in der Ferne wird mit dem Maschinengewehr niedergehalten. Der Kommandant leitet das Feuer und koordiniert das überschlagende Ausweichen. Die Soldaten verteidigen sich vom Waffenträger Wiesel aus mit dem MG.

Bundeswehr/Gebirgsjägerbataillon 231

Brigadegeneral Maik Keller, Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, wie auch Oberstleutnant Dennis Jahn, Kommandeur des Gebirgsjägerbataillons 231 aus Bad Reichenhall, machten sich bei einem Dienstaufsichtsbesuch ein Bild, was die „Schweren“ der Brigade leisten. Persönliche Bindungen zwischen den Kompanien und Synergieeffekte durch die gemeinsame Ausbildung würden den Übungsplatzaufenthalt zu einem Erfolg für alle Beteiligten machen, so die beiden Offiziere. Die Kompaniechefs zogen ein positives Resümee: Ausbildungsziel erreicht.

von Timo Rapp

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