Ein Multifunktionsgebäude für das Bundeswehrkrankenhaus

Ein Multifunktionsgebäude für das Bundeswehrkrankenhaus

  • Baumaßnahme
  • IUD
Datum:
Ort:
Hamburg
Lesedauer:
1 MIN

Baubeginn im Bundeswehrkrankenhaus - diese Nachricht allein würde in Hamburg nur zu einem müden Achselzucken führen. Aber diesmal ist es nicht irgendein Bauprojekt. Es wird das Herzstück des Krankenhauses. Über 130 Millionen Euro wird die Bundeswehr in den Neubau des sogenannten Multifunktionsgebäudes investieren, in dem alle medizinischen Abteilungen sowie das Schifffahrtmedizinische Institut der Marine zusammen untergebracht werden.

Blick aus der Höhe auf eine Baustelle, auf der rechts unter anderem ein altes Gebäude abgebrochen wird

Die letzten Abbrucharbeiten laufen

Bundeswehr/Thomas Winkler

Seit 2014 wurden auf dem Gelände des Bundeswehrkrankenhauses über 40 verschiedene Baumaßnahmen realisiert. 40 Bauvorhaben in sechs Jahren. 40 Baumaßnahmen, die die verschiedensten Abhängigkeiten untereinander hatten und bei denen ein Grundsatz galt: Der Krankenhausbetrieb muss ungehindert weitergehen.

Unzählige Abstimmungsgespräche zwischen Planern, Firmen und dem Krankenhaus waren notwendig, um dies zu erreichen. Es hat sich gelohnt: Die gesamte Liegenschaftsbetriebstechnik wurde auf den neuesten Stand der Technik umgerüstet. Neben einer neuen Heizzentrale, neuer Gebäudeautomation und neuen Trafostationen wurden sämtliche Medienleitungen erneuert. Architektonisches Highlight ist der sanierte, denkmalgeschützte Südflügel - Mitte. Hier fand unter anderem die Krankenhausapotheke ihr neues Zuhause. Dazu noch eine neue Radiologie, neue Räume für die Psychiatrie, für das Ausbildungs- und Simulationszentrum, für die Mitarbeiterkantine und vieles mehr.

Weiterer Baubeginn

Blick auf Baustelle im Nahbereich mit Container, Kran und unbebautem Bodenbereich

Hier entsteht das Zentrale Klinikgebäude

Bundeswehr/Sandra Herholt

Die Dimensionen sind gigantisch: Die Baugrube wird gut 200 Meter lang, über 40 Meter breit und knapp 7 Meter tief werden. Auf „Tuchfühlung“ mit dem Bettenhaus, dem denkmalgeschützten Gebäudebestand und dem alten OP-Gebäude. Für die Bediensteten und die Patienten des Krankenhauses wird es eine beschwerliche Zeit. Die Wege zu den Ambulanzen sind während der Bauphase lang, manchmal verwinkelt und unübersichtlich. Auch dies gehört zu den Herausforderungen des wichtigen Bauprojektes. Aber das Warten wird sich lohnen. Bis 2024 entstehen auf fast 34.000 Quadratmetern modernste Untersuchungs- und Behandlungsbereiche, darunter die neue OP-Abteilung mit insgesamt 12 OP-Sälen. Bis es soweit ist, heißt es durchhalten - und staunen. Über das riesige Gebäude, das im Herzen des Krankenhauses wächst. Natürlich bei laufendem Betrieb.

von Thomas Winkler  E-Mail schreiben
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