Infrastruktur für die Sanitätsausbildung

Infrastruktur für die Sanitätsausbildung

  • Baumaßnahme
  • Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen
Datum:
Ort:
München
Lesedauer:
2 MIN

Auslöser der Baumaßnahme war die kurzfristige Schaffung von Interim-Hörsälen für die Sprachausbildung an der Sanitätsakademie der Bundeswehr in München. In einem erdgeschossigen Neubau mit 600 Quadratmetern Nutzfläche sollen vier Sprachhörsäle, zwei Sprachhörsäle für die Computerunterstützte Sprachausbildung (CUSA) sowie Funktionsräume untergebracht werden. Es klang, als ob daraus ein längerfristiges Projekt werden würde. Hier hat sich jedoch gezeigt, dass dies so nicht sein muss. Die Lösung heißt „Modulares Bauen“.

Lastwagen, der auf seinem tiefen Auflieger ein großes rechteckiges Bauelement transportiert

Tonnenschwere Modulelemente werden per Tieflader angeliefert

Bundeswehr/Clara Betzler

Beim modularem Bauen werden Bauteile als große Elemente oder auch Raummodule industriell in Werkhallen vorgefertigt und auf dem Baufeld zu Gebäuden zusammengefügt. So wird aus der Baustelle ein Montageplatz. „Modulares Bauen ist eine Lösung, wenn es um Schnelligkeit geht“, so Oberstleutnant Silvio Koch, einer der Projektverantwortlichen des Kompetenzzentrum Baumanagement München im Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr. Der Münchner weiß, wovon er spricht: so haben die Bauverwaltung Bayern, das Staatliche Bauamt München und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Rahmen eines Pilotprojekts an der Universität der Bundeswehr München in Neubiberg bereits Erfahrung mit der modularen Systembauweise sammeln können.

Neuer Lernraum in der Fürst-Wrede-Kaserne

Blick auf erdgeschossige Gebäudehülle, teils noch eingerüstet

Der Aufbau der Gebäudehülle nahm nur rund zwei Wochen in Anspruch

Bundeswehr/Clara Betzler

Die Vorbereitung der Medienanbindung und der Bau der Bodenplatte erfolgte ab Februar 2019. Der Aufbau der Gebäudehülle dauerte zwei Wochen und war Ende April 2020 abgeschlossen. Auf der Baustelle herrscht in dieser Woche reges Treiben. Ein Schwerlastkran hievt ein circa fünf Meter langes und eine Tonne schweres Element von einem Tieflader über ein Baugerüst, dreht ihn in den richtigen Winkel und setzt ihn millimetergenau an seiner Zielposition ab. LkwLastkraftwagen um LkwLastkraftwagen wird abgeladen, Modul um Modul montiert. Jetzt werden die Vorzüge der modularen Bauweise sichtbar, innerhalb kürzester Zeit steht die fertige Gebäudehülle wetterfest auf dem Kasernengelände für den weiteren Innenausbau bereit.

Ausblick

Mit diesem Projekt hat das Bundesministerium der Verteidigung die Bayerische Staatsbauverwaltung gebeten, den Bau für den Bund in modularer Bauart, zu übernehmen. Dies geschieht im Rahmen des Projektes 3000plus, mit dem in Bayern ca. 3.000 Unterkünfte, Büro- und Lehrsaalinfrastruktur im Rahmen von funktionalen Ausschreibungen und modularer Bauweise errichtet werden sollen. Das Projekt unterstreicht den gemeinsamen Willen des BMVgBundesministerium der Verteidigung und der Bayerischen Staatsbauverwaltung, schnell und qualitativ hochwertig die notwendige Infrastruktur für die Truppe bereitzustellen. Der Innenausbau des rund zwei Millionen Euro teuren Projektes in der Fürst-Wrede-Kaserne soll bis Herbst 2020 abgeschlossen werden.

von Klaus Sasse  E-Mail schreiben

Weitere Bilder

Modulbauweise an der Sanitätsakademie der Bundeswehr in München

Ein zehnstöckiges Gebäude auf Stelzen mit einer Fassade aus Sandstein.

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Aktuelles aus dem Organisationsbereich Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen (IUD) der Bundeswehr.