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70 Jahre Luftwaffe

Die Augen der Luftwaffe: 70 Jahre Radar

Ausrüstung und Technik

Die Augen der Luftwaffe: 70 Jahre Radar

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Die Luftwaffe ist für ihre Flugzeuge und Abwehrraketen bekannt. Doch ihre wichtigste Waffe ist lautlos: Radarsysteme. Sie stehen auf Bergen, verbergen sich unter Kuppeln oder sitzen auf mobilen Plattformen im Wald. Eine Geschichte von Technik, Menschen und Wachsamkeit.

Eine Radaranlage mit Gitterkonstruktion an der Küste bei bewölktem Wetter.

Radarstation der Luftwaffe an der deutschen Küste. Die drehbare Antenne erfasst Flugobjekte über der Ostsee und sichert den nördlichen Luftraum der NATO.

Bundeswehr/ Rott

Seit 1956 bilden Radarsysteme das Nervensystem der deutschen Luftverteidigung. Sie liefern Piloten und Gefechtsstäben die notwendigen Informationen für die Luftraumüberwachung und ermöglichen die NATO-Luftverteidigung. Diese Geschichte erzählt von sieben Jahrzehnten technologischer Entwicklung.

 

Eine große Kuppel auf einem Gebäude vor bewölktem Himmel.

Ein Radom auf einem Berg schützt die empfindliche Radarantenne vor Wind, Schnee und Eis. Diese charakteristischen weißen Kugeln prägen seit den 1970er-Jahren das Bild der deutschen Mittelgebirge.

Bundeswehr/Günther Oed
Eine große Radarantenne auf einem Fahrzeug, im Vordergrund Container, im Hintergrund das Meer

Eine mobile Radaranlage vom Typ RRP 117 der Luftwaffe im Einsatz. Das 3D-Radar überwacht den deutschen Luftraum rund um die Uhr und liefert präzise Daten zur Luftlagedarstellung.

Bundeswehr/Steffen Eichner

Der Mensch hinter dem Signal

70 Jahre Radar bei der Luftwaffe sind ein Triumph der Ingenieurskunst. Doch das wichtigste Element steht nach wie vor am Boden und trägt Uniform. Es sind die Luftraumüberwacherinnen und Luftraumüberwacher, die Controller, die Technikerinnen und Techniker.

Wenn man heute ein modernes CRC betritt, herrscht dort eine konzentrierte, fast meditative Stille. Keine rauchenden Röhren mehr, keine klobigen Plexiglasscheiben. Stattdessen hochauflösende Großbildschirme, auf denen die zivilen Flugbewegungen Europas wie ein Netz aus Lichtpunkten wirken, das sich ständig verändert. Mittendrin: Die Soldatinnen und Soldaten der Luftwaffe. Rund um die Uhr liefern sie das Lagebild, das Abfangjäger erst einsatzfähig macht. Ihre Daten fließen in Einsätze, die Tausende Kilometer entfernt stattfinden – vom Baltikum bis zur Südostflanke der NATO.

Das Bindeglied ist das Combined Air Operations Centre in Uedem. Dort laufen die Radarbilder aller Nationen zusammen, werden fusioniert, bewertet und weitergegeben. Jeder einzelne Sensor ist Teil eines Nervensystems, das den gesamten NATO-Luftraum umspannt.

Die Werkzeuge haben sich in sieben Jahrzehnten drastisch verändert – vom analogen Flimmern zum digitalen Datensatz. Doch der Kern des Auftrags ist über Generationen hinweg unberührt geblieben: Wachsamkeit. Nur wer den Himmel lückenlos sieht, kann ihn verteidigen. Und die Augen der Luftwaffe schlafen nie.

Ein großes Militärfahrzeug mit Raketensystem in einem gebirgigen Gebiet

Ein Patriot-Flugabwehrraketensystem der Bundeswehr in Feuerstellung. Das System erhält die Radardaten der Luftwaffe und kann Ziele in großer Höhe bekämpfen.

Bundeswehr/Dominik Fischer
von Thomas Skiba

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