Luftwaffe

Fünf Jahre EASA-zertifizierte Ausbildung A400M

Fünf Jahre EASA-zertifizierte Ausbildung A400M

  • Ausbildung
  • Luftwaffe
Datum:
Ort:
Wunstorf
Lesedauer:
2 MIN

„Ohne Luftfahrzeugtechniker würde kein Flugzeug fliegen“, mit diesen Worten begann der Kommandeur des Technischen Ausbildungszentrums der Luftwaffe (TAusbZLw) in Faßberg, Oberst Georg v. Harling, seine Rede. Anlass ist das fünfjährige Jubiläum der technisch-logistischen Ausbildung für den A400M in Wunstorf. Im abgesetzten Bereich des TAusbZLw in Wunstorf wird seit 2013 Hand in Hand mit der Armée de l’Air am Gemeinschaftsprojekt A400M gearbeitet.

Seit dieser Zeit werden gemeinsam in einer Ausbildungshalle deutsche und französische Techniker und Ingenieure beider Streitkräfte aus- und weitergebildet. Zur Sicherstellung der multinationalen Zusammenarbeit wurde die A400M-Ausbildung entsprechend der Rahmenrichtlinien der European Aviation#en Safety Agency (EASA – deutsch: Agentur der Europäischen Union für Flugsicherheit) und der European Military Airworthiness Requirements (EMAREuropean Military Airworthiness Requirements – deutsch: Anforderungen an die Aufrechterhaltung der Lufttüchtigkeit) konzipiert. Als zertifizierte Ausbildungseinrichtung nach EASA und DEMARGerman Airworthiness Requirements ist der abgesetzte Bereich Wunstorf nicht nur für die deutschen, sondern auch für die französischen Techniker die zentrale Einrichtung für die technisch-logistische Ausbildung A400M.

EASA/DEMARGerman Airworthiness Requirements Zulassung im Jahr 2015

„Im Jahr 2015 wurden die ersten Zertifikate durch meinen Amtsvorgänger, Brigadegeneral Gerhard Hewera, an Absolventen der CAT-C-Ausbildung ausgehändigt“, so Oberst v. Harling. An die Trainingsteilnehmer gerichtet unterstrich der Kommandeur, dass mit dieser hochqualifizierten Ausbildung zudem der Grundstein für eine entsprechende Karriere in der Luftfahrt auch nach dem Ausscheiden aus dem aktiven Dienst gelegt sei. „Diese tolle binationale Geschichte geht weiter. Ich gratuliere Ihnen allen für fünf erfolgreiche Jahre gemeinsamen Ausbildens hier in Wunstorf“, sagte Oberst v. Harling abschließend und dankte dem Kommodore des Lufttransportgeschwaders 62 (LTG 62), Oberst Christian John, für die kameradschaftliche Unterstützung am Standort Wunstorf.

General Leitges und Général Fabre stehen vor einem A400M in einer Halle.

Général de brigade Olivier Fabre und Brigadegeneral Christian Leitges sprachen sich beide dafür aus, auch weitere Nationen für die A400M-Ausbildung mit ins Boot zu nehmen

Bundeswehr/Simon Otte

Einladung an andere Nationen

Stellvertretend für das Kommando Luftwaffe war Brigadegeneral Christian Leitges vor Ort, der in seinen Grußworten kurz auf die Geschichte der A400M-Ausbildung in Wunstorf einging. Er betonte, dass die deutschen und französischen Lehrgangsteilnehmerinnen und Lehrgangsteilnehmer von Beginn an einsatzorientiert geschult wurden. Immer wieder werden daher die theoretischen und praktischen Lehrinhalte im engen Schulterschluss mit dem LTG 62 überprüft und an den operativen Bedarf angepasst. „Wir werden den deutsch-französischen Erfahrungsaustausch in der Ausbildung zum Wohle und im Sinne einer erfolgreichen Transportfliegerei in beiden Luftstreitkräften immer am Leben erhalten. Zudem sind unsere Arme offen für andere Nationen, sich an diesem A400M-Projekt zu beteiligen“, unterstrich General Leitges in seinen Schlussworten.

Soldaten stehen mit Abstand zwischen einander vor einem A400M in einer Halle für ein Gruppenfoto.

Fünf Jahre erfolgreiche Ausbildung A400M. Mit dieser Ausbildung können die ausgebildeten Soldatinnen und Soldaten auch nach ihrer Zeit in der Bundeswehr etwas anfangen.

Bundeswehr/Simon Otte

„Sie haben einen tollen Job gemacht“

Auch der Vertreter der französischen Luftwaffe, Général de brigade (Brigadegeneral) Olivier Fabre, schloss sich den Worten der Vorredner an und lobte das Engagement des gesamten A400M-Teams des Technischen Ausbildungszentrums. „Fünf Jahre nach der Zertifizierung kann ich Ihnen sagen: You have done a great job – Sie haben einen tollen Job gemacht“, so Général Fabre und sagte darüber hinaus, dass die Zukunft zeigen werde, welche weiteren Nationen ihr technisches Personal nach Wunstorf schicken werden, um sich hier am A400M ausbilden lassen. 

von Paul Hicks