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Bündnisverteidigung

MANTIS-Ausbildung zur Stärkung der NATO-Ostflanke hat begonnen

Landes- und Bündnisverteidigung

Mit einem weiteren Schritt beteiligt sich die Luftwaffe an der Stärkung ihrer Alliierten an der Ostgrenze der NATO: Flankierend zur vorgesehenen Abgabe des Waffensystems MANTIS und dem Luftraumüberwachungsradar (LÜR) an die Slowakei hat in Schleswig-Holstein die Ausbildung slowakischer Streitkräfte an den Systemen begonnen.

Rohr des Flugabwehrsystems Mantis

Blick auf das Flugabwehrsystem MANTIS-Geschütz der Flugabwehrraketengruppe 61 während des taktischen Schießens auf dem Truppenübunsplatz Putlos im September 2019

Bundeswehr/Johann Michael Scheller

Beabsichtigt ist, dem NATO-Partner Slowakei bis Ende des Jahres zwei Waffensysteme MANTIS (Modular, Automatic and Network capable Targeting and Interception System) zur Flugabwehr zu übergeben. Dazu gehört auch die Ausbildung des Bedienpersonals am Waffensystem und den dazugehörigen Luftraumüberwachungsradaren durch die Spezialisten der Flugabwehrraketengruppe 61 aus Todendorf. Von der Grundlagenausbildung am Waffensystem über die Instandsetzung bis hin zur Kampfführung werden slowakische Mannschaftssoldaten, Unteroffiziere und Offiziere weitergebildet, um das System später in ihrer Heimat selbstständig betreiben zu können.

Die Ausbildung slowakischer Soldatinnen und Soldaten durch die deutsche Luftwaffe ist ein weiterer Schritt zur Stärkung der NATO-Ostflanke. Bereits seit März 2022 verstärkt die Luftwaffe die Luftverteidigung des Bündnisses mit der temporären Stationierung einer Air and Missile Defence Task Force in der Slowakei bestehend aus dem Waffensystem Patriot, welches in diesem Jahr nach Deutschland zurückkehren wird.

Schutz für den Nahbereich von Kasernen und kritischer Infrastruktur

MANTIS ist ein Schutzsystem, das kritische Infrastruktur, Feldlager oder Kasernen im 24-Stunden-Betrieb und im Nah- und Nächstbereich gegen Bedrohungen aus der Luft vor Angriffen bewahren kann. Geeignet ist das System somit zum Schutz von Einrichtungen und Infrastruktur vor Raketen- und Artilleriebeschuss sowie vor Mörsern. Ein MANTIS besteht aus einer Bedien- und Feuerleitzentrale, zwei Sensoren und bis zu acht Geschützen. Bewähren konnte sich das System im „Sense and Warn“-Modus bereits während der vergangenen fünf Jahre im Auslandseinsatz bei der Stabilisierungsmission MINUSMA in Mali. 

Das Luftraumüberwachungsradar wird den Luftraum Tag und Nacht lang überwachen. Dabei ortet und identifiziert es Luftfahrzeuge in mittleren und niedrigen Flughöhen. Durch die vom Radar zur Verfügung gestellten Daten kann ein umfangreiches Luftlagebild erstellt und in den Gesamtverbund der Flugabwehr integriert werden. 

von Rüdiger Franz
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