Der Weg zur Bundeswehr war für Kolja P. kein spontaner Entschluss. Er bringt bereits unterschiedliche Berufs- und Lebenserfahrungen mit und arbeitete unter anderem als LKW-Fahrer, im Hotel sowie als Sport- und Fitnesskaufmann. Die aktuelle Sicherheitslage war für seinen Entschluss nicht ausschlaggebend, „[…], weil ich die Entscheidung, zur Bundeswehr gehen zu wollen, schon zehn Jahre in mir trage“.
Nun hat er den Schritt tatsächlich gemacht. Die Heimatschutzausbildung erlebte Kolja dabei weitgehend so, wie er sie sich vorgestellt hatte. Seine Lebenserfahrung habe möglicherweise dazu beigetragen, dass er sie nicht als besonders schwierig empfand. In drei Worten charakterisiert er diese erste Zeit als „kameradschaftlich, formend und stärkend.“ Mit dem Feierlichen Gelöbnis in Kandel findet dieser Abschnitt seines Weges in der Luftwaffe einen würdevollen Abschluss.
Damit steht Kolja für eine weitere Facette des personellen Aufwuchses: Die Luftwaffe gewinnt nicht nur Menschen unmittelbar nach Schule oder Ausbildung, sondern auch solche, die bereits berufliche Erfahrungen und Fähigkeiten mitbringen.
Für seine weitere Laufbahn möchte Kolja zunächst in seiner Stammeinheit ankommen, sich mit den Gegebenheiten der Bundeswehr vertraut machen und sich auf seinen neuen Dienst einstellen. Für die Zukunft lässt er sich Möglichkeiten offen. Vielleicht wechselt er später selbst einmal die Perspektive und gibt seine Erfahrungen weiter: Er kann sich vorstellen, eines Tages Rekruten etwas beizubringen.