Blue Whale: neue Unterwasserdrohne an Marine übergeben
Die Marine beschafft moderne unbemannte High Tech in der Unterwasserortung und startet so den Aufbau einer hybriden Flotte.
Die Marine entsendete am 10. April 2026 die Fregatte „Sachsen“ als Flaggschiff zur Standing NATO Maritime Group 1 (SNMG 1). In Nordnorwegen wird das Schiff unter britischem Kommando den Schutz der Nordflanke unter arktischen Bedingungen üben. Gerade hier braucht es die leistungsfähige Sensorik und Führungsfähigkeit der „Sachsen“.
Die Fregatte „Sachsen“ ist in 2026 Flaggschiff der Standing NATO Maritime Group 1. Im Hohen Norden trainiert sie den Schutz der Allianz, also der Seewege im Nordatlantik sowie in Nord- und Ostsee – auch bei extremer Kälte oder schlechter Sicht.
Bundeswehr/Jane SchmidtBis voraussichtlich Sommer 2026 stellt die Deutsche Marine mit der Fregatte „Sachsen“ die Führungsplattform für den Stab des Ständigen Marineeinsatzverbands der NATO. Alle dazugehörigen Einheiten werden unter der Führung der britischen Commodore Maryla Ingham stehen. Die maritime Kooperation zwischen Deutschland und dem Großbritannien ist bereits sehr eng. Seit Jahrzehnten durchlaufen deutsche Kriegsschiffe den wichtigsten Teil ihres Trainings und ihre Einsatzzertifizierung in einer Einrichtung der Royal Navy.
Als spezialisiertes Luftverteidigungsschiff kann die Fregatte „Sachsen“ zentrale Aufgaben in der Seeraumkontrolle übernehmen. Konkret heißt das: Während Aufklärungsflugzeuge Ziele identifizieren, verarbeitet sie diese Daten in Echtzeit und koordiniert Schutzmaßnahmen für den gesamten Verband. So vermag das Schiff, im Ernstfall verbündete Einheiten insbesondere vor Bedrohungen aus der Luft zu schützen.
Die Marine hat insgesamt drei Fregatten der Sachsen-Klasse, die jede für sich schon in der Lage wären, den Luftraum über der gesamten Nordsee zu überwachen. Dank guter Kommunikationsanlage mit Funk- und Satellitenverbindungen kann die Fregatte „Sachsen“ auch mehrere andere Kriegsschiffe gleichzeitig führen. Das ergänzt Fähigkeiten anderer Marinen der NATO, gerade in multinationalen Übungen.
Die „Sachsen“ gehört der SNMG 1, einem Instrument der NATO für die schnelle Bedrohungs- und Krisenreaktion auf See, bereits seit Jahresbeginn an. Als verlässlicher Partner ist Deutschland in diesem Verband durchgehend vertreten. Die Deutsche Marine steht bereit, auch kurzfristig Verantwortung zum Schutz des gesamten Bündnisgebiets zu übernehmen. Die feste Verankerung in der nordatlantischen Allianz ist Teil der DNA der deutschen Seestreitkräfte. Durch Präsenz, Übungen, Einsätze und abgestimmte Operationsführung sichern sie maßgeblich deren Handlungsfähigkeit in der Dimension See.
Insgesamt unterhält die NATO vier ständige maritime Verbände – zwei Kampfverbände und zwei Minenabwehrverbände – die von den Mitgliedstaaten mit Schiffen und Booten besetzt werden. Gemeinsam mit Luft- und Landstreitkräften sowie Spezialeinheiten bilden sie die schnellen Eingreifkräfte des Bündnisses.
von Christina Moritz E-Mail schreiben