Marine
Wieder Wasser unterm Kiel

Die „Gorch Fock“ ist modernisiert

Ausgedockt und aufgeschwommen – das Segelschulschiff der Marine ist nach der Generalüberholung zurück. Der Führungsnachwuchs der Marine lernt auf der „weißen Lady“ wieder sein seemännisches Handwerkszeug. Hier zeigen wir, was alles am Schiff erneuert wurde.

Ein weißes, dreimastiges Segelschiff in See umgeben von mehreren kleinen, weißen Sportbooten.

Das Warten hat ein Ende: Bis zu 141 Kadettinnen und Kadetten können als Lehrgangsteilnehmende erneut die einzigartige seemännische Grundausbildung an Bord der „Gorch Fock“ absolvieren. Das Segelschulschiff ist wieder die Schmiede für angehende Seeoffiziere und die Botschafterin Deutschlands auf den Weltmeeren.

Seefahrt als echtes Handwerk

Auf dem Großsegler die Wirkung von Wind, Wetter und Seegang zu erleben, ist einzigartig. Seit 1958 hat nahezu jeder Seeoffizier der deutschen Marine mehrere Wochen auf ihm Dienst geleistet. Das schweißt zusammen und stiftet Identität. Alle Offizierinnen und Offiziere der Seestreitkräfte waren am Anfang ihrer Karriere auf der Bark, im Unterschied zu modernen Kriegsschiffen, den Elementen unmittelbar ausgesetzt. Seefahrt pur und eine einzigartige Erfahrung.

Das ist wichtig für angehende Marineoffiziere und -offizierinnen, um später unter vergleichbaren Bedingungen Frauen und Männer an Bord führen sowie Verantwortung für Schiff und Besatzung übernehmen zu können. Hinzu kommt: Wohl kein deutsches Schiff ist so bekannt wie sie. Die „Gorch Fock“ ist seit Jahrzehnten Deutschlands Botschafterin auf den Weltmeeren.

Von Dezember 2015 bis September 2021 wurde das Segelschulschiff vollständig instandgesetzt beziehungsweise generalüberholt. Die Dreimastbark ist damit zum größten Teil ein anderes Schiff als vor ihrer langen Werftliegzeit. Unter anderem wurden durch den Umbau und die Sanierung 70 Tonnen Gewicht eingespart. Die Liste aller Neuerungen ist lang. Hier zeigen wir ein paar Beispiele.

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Bordwand ausgetauscht

Die Bordwand, auch Außenhaut genannt, trennt den Schiffskörper vom Wasser und bildet damit die Schiffshülle. Gut 80 Prozent sind neu, der Rest runderneuert.

Alle Poller ausgetauscht

Poller sind kurze, dicke Pfähle zum Festmachen von Leinen zwischen Land und Schiff. Die Ausführung an Bord ist meist kleiner als ihr landseitiges Pendant auf Kaimauern. An Bord sind sie paarweise angebracht und fest im Schiffskörper verankert.

Beplankung des Ober- und Zwischendecks ausgetauscht

Die hölzernen Decksplanken sind äußerst widerstandsfähig und geben festen Halt bei der Arbeit in stürmischer See.

Neue Masten und Rahen

Die drei mehrteiligen Masten und der Bugspriet des Schiffs sind komplett neu gefertigt. Ebenso die zehn Rahen für die großen, querstehenden Rahsegel sowie die zwei Gaffeln und der Besanbaum für die am hinteren Mast längsstehenden Besansegel.

Hilfsantrieb generalüberholt

Der gesamte Motorantrieb des Segelschulschiffs ist runderneuert – vom Dieselmotor über das Getriebe bis zum Propeller. Der 1.700-PSPersonal und Sicherheit -Hilfsantrieb, hauptsächlich Manövrierhilfe in engen Gewässern, bringt das Schiff auf gut zehn Knoten Geschwindigkeit.

Kartenhaus neu gebaut

Teil der offenen Brücke ist das Kartenhaus – ein Deckshaus, das jetzt mit neuester Technik ausgestattet ist. Es ist der Arbeitsraum der Navigation: Hier werden unter anderem der Kurs und die Geschwindigkeit errechnet und im Logbuch festgehalten.

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Langzeitreportage

Die Marine hat ihr Segelschulschiff wieder bereit für neue Generationen von Marineoffizierschülerinnen und -schülern machen lassen. Unsere fünfteilige Videoreihe dokumentiert die letzten wichtigen Meilensteine der mehrjährigen Sanierung.

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