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Minenjagdboot „Sulzbach-Rosenberg“ kommt nach Hause

Minenjagdboot „Sulzbach-Rosenberg“ kommt nach Hause

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Datum:
Ort:
Kiel
Lesedauer:
2 MIN

Am 18. Juni ist das Boot, nach zwei Monaten unter NATO-Flagge, in seinen Heimathafen Kiel zurückgekehrt.

Zwei Marinesoldaten in blauer Arbeitsuniform in der Nock eines grauen Schiffes; einer von beiden trägt eine weiße Schirmmütze.

Der Kommandant des Minenjagdbootes, Kapitänleutnant Florian Förster, beim Einlaufen

Bundeswehr/Björn Wilke

Das Boot der Frankenthal-Klasse aus dem 3. Minensuchgeschwader verließ den Stützpunkt am 15. April und unterstand seitdem der SNMCMGStanding NATO Mine Countermeasures Group 1 (Standing NATO Mine Countermeasures Group 1), einem der beiden Ständigen Minenabwehrverbände der NATO. Der Verband steht derzeit unter niederländischer Führung.

Für Kapitänleutnant Florian Förster und seine 42-köpfige Besatzung enden mit dem Einlaufen in Kiel fordernde, aber auch erlebnisreiche 65 Tage ohne Landgang. Trotz der pandemiebedingten kurzen Einsatzdauer hatten die Frauen und Männer viel Gelegenheit, erneut intensiv, praxisnah und multinational zu üben. Auch vergangenes Jahr waren Boot und Besatzung Teil des gleichen Verbands gewesen.

„Meine Erwartungen waren, dass meine Besatzung und ich auch dieses Mal im internationalen Rahmen zeigen, was wir können. Die Erfahrungen der letzten Teilnahme haben sich bezahlt gemacht. Wir konnten höchst professionell auftreten und die an uns gestellten Aufgaben, ob bei seemännischen, operativen oder Minenjagd-Manövern, immer zur Zufriedenheit des COM erledigen“, so Förster. Als „COM“ wird militärisch kurz der Verbandskommandeur bezeichnet – in diesem Fall ist der niederländische COM SNMCMGStanding NATO Mine Countermeasures Group 1, Fregattenkapitän Jan „J.J.“ Wijchers, gemeint.

Nach der Teilnahme am Manöver Open Spirit 2021 in estnischen Gewässern übte die Besatzung mit finnischen, litauischen und polnischen Minenjagdeinheiten unterschiedlichste Manöver auf See. Eines der praktischen Ergebnisse der Arbeit: Sechs Minen aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg hat die Besatzung der „Sulzbach-Rosenberg“ gefunden und beseitigt.

Vom 6. bis 18. Juni hat der NATO-Verband und mit ihm die „Sulzbach-Rosenberg“ dann am USUnited States-geführten Manöver BALTOSP teil genommen. Das gemeinsame Einlaufen des Kieler Bootes mit weiteren internationalen Marineschiffen hat auch gleichzeitig das 50. multinationale Großmanöver aus dieser Reihe beendet.

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Ein kleines graues Kriegsschiff auf einer Wasserfläche; im Hintergrund eine Hafenmole.

Heimkehr unter Bayern-Flagge: die „Sulzbach-Rosenberg“

Bundeswehr/Björn Wilke
Marinesoldaten in blauer Arbeitsuniform und Zivilisten, vor allem Kinder und Frauen, stehen gemeinsam auf einer Hafenpier.

Die Lockerungen der Pandemie-Auflagen machen es möglich: ein Wiedersehen mit der Familie gleich auf der Pier.

Bundeswehr/Björn Wilke
Marinemusiker mit Blechblasintrumenten, in zwei Reihen angetreten, spielen auf einer Hafenpier.

Noch mit Hygieneabstand: Auch das Marinemusikkorps Kiel konnte aufspielen.

Bundeswehr/Björn Wilke

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Kürzere Seefahrten aufgrund der Pandemielage

Die relativ kurze Einsatzdauer der „Sulzbach-Rosenberg“ gründet auf einer Entscheidung der Marineführung, die Zeiten für solche NATO-Abstellungen, die im Normalfall bis zu einem halben Jahr dauern, für die nur relativ kleinen Minenjagdboote vorübergehend auf maximal drei Monate zu beschränken. Durch die Einschränkungen der COVID-19Coronavirus Disease 2019-Pandemie besteht für die Besatzungen so gut wie keine Möglichkeit zum Landgang, so dass sie auch in Häfen an Bord ihrer Boote bleiben müssen und kaum Bewegungsfreiheit haben.

Auf den Kommandanten und seine Besatzung wartet nach gut 5.500 Seemeilen (rund 10.000 Kilometer) nun unmittelbar der Besatzungsurlaub. Anschließend geht die Nachbereitung des Einsatzes nahtlos in die Vorbereitung neuer Aufgaben über.

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