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Ausbildung und Einsatztraining

Ganz klassisch oder mit Drohnen: Zieldarstellung bei Mjølner 2026

Landes- und Bündnisverteidigung

Ganz klassisch oder mit Drohnen: Zieldarstellung bei Mjølner 2026

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Die Marineübung Mjølner 2026 vor Norwegen zeigt, wie sich die Zieldarstellung für das Training moderner Seegefechte weiterentwickelt hat. Klassische Seeziele werden zunehmend durch innovative Technologien wie Drohnen ergänzt, wodurch ein realitätsnahes und dynamisches Ausbildungsszenario entsteht.

Ein Flugkörper RAM beim Abschuss während der Marineübung Mjølner vor Norwegen.

Zur Übungszwecken schießt die Fregatte „Hamburg“ während des Manövers Mjølner einen RAM-Flugkörper ab. Die Deutsche Marine verwendet das Waffensystem Rolling Airframe Misslie (RAM) auf ihren Fregatten und Korvetten.

Bundeswehr/Julia Kelm

Zentral bleibt die Darstellung von Seezielen. Hierfür werden geschleppte Zielkörper oder auch ferngesteuerte Plattformen eingesetzt, die unterschiedliche Bedrohungen simulieren – von kleinen, schnellen Booten bis hin zu größeren Signaturen, die Schiffe simulieren können. Seeziele ermöglichen es den übenden Kräften, Zielerfassung, -verfolgung und -bekämpfung unter nahezu realen Bedingungen zu trainieren.

Parallel dazu gewinnen Drohnen stark an Bedeutung. Unbemannte Luftfahrzeuge dienen nicht nur als Zieldarstellung in der Luft, sondern auch zur Aufklärung und zur Darstellung komplexer Bedrohungsszenarien. Sie können flexibel eingesetzt werden, unterschiedliche Flugprofile abbilden und sogar koordinierte Angriffe simulieren. Dadurch steigen die Anforderungen an Sensorik, Reaktionszeit und Entscheidungsfähigkeit der eingesetzten Schiffe und Boote erheblich.

Eine oft unterschätzte, aber entscheidende Rolle übernehmen die sogenannten Spotter. Diese speziell geschulten Beobachter überwachen den Übungsablauf, bewerten Trefferlagen und sorgen für die Sicherheit im Schießbetrieb. Sie sind das Bindeglied zwischen Übungsleitung und schießender Truppe und liefern wertvolle Echtzeit-Rückmeldungen zur Zielbekämpfung.

Impressionen von der Übung Mjølner 2026

Insgesamt verdeutlicht Mjølner 2026, dass die Zieldarstellung heute weit mehr ist als das bloße Bereitstellen von Übungszielen. Sie ist ein hochkomplexes Zusammenspiel aus Technik, Taktik und Personal – mit dem Ziel, die Einsatzbereitschaft unter realitätsnahen Bedingungen bestmöglich zu steigern.

von Janine Pirrwitz  E-Mail schreiben

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