Seelsorge im Verteidigungsfall
Ökumenisches Rahmenkonzept Seelsorge und Akutintervention im Spannungs-, Bündnis- und Verteidigungsfall
Die Sicherheitslage in Europa hat sich seit dem Angriff auf die Ukraine spürbar verändert, Konflikte rücken näher.
Das Rahmenkonzept „Kirchliche Seelsorge und Akutintervention im Spannungs-, Bündnis- und Verteidigungsfall“ entstand zwischen 2024 und 2025 in ökumenischer Zusammenarbeit. Beteiligt waren Vertreterinnen und Vertreter der evangelischen und der katholischen Kirche, der Militärseelsorge, der Notfallseelsorge und weiterer Fachbereiche.
Das Konzept ist nicht als sicherheitspolitische Stellungnahme zu verstehen, sondern als organisatorische und strategische Leitlinie und Krisenvorsorge für Kirchen und Seelsorgende. Das Arbeitspapier behandelt unter anderem Seelsorge für Bundeswehrsoldatinnen und -soldaten im Verteidigungsfall und geht auch auf die Bedürfnisse der Angehörigen ein. Mögliche Hilfsangebote reichen von der Mediation familiärer Konfliktfälle bis hin zu Akutintervention und Begleitung in psychischen Ausnahmesituationen, ausgelöst durch Stress, Ungewissheit oder Trauer.
„Wir bereiten uns vor – aber wir beten um Frieden.“
Zudem diskutiert das Konzept die Rolle von Kirchen in Krisen- und Katastrophenfällen – als seelsorgliche Anlaufstellen für die Bevölkerung, als Zufluchtsorte und im Zivilschutz.
Ökumenisches Rahmenkonzept Seelsorge und Akutintervention im Spannungs-, Bündnis- und Verteidigungsfall
Ergänzend zum Rahmenkonzept entsteht derzeit die Handreichung „Seelsorge in schweren Zeiten“ mit praxisnahen Vorlagen und Handlungshilfen für Gliedkirchen, Kirchenkreise und weitere kirchliche Akteure. Alle Materialen zu diesem Thema stehen als wachsendes, öffentlich zugängliches Angebot zur Verfügung und können von den Kirchen auf ihre Gegebenheiten angepasst werden. Ziel ist es, die kirchliche Handlungsfähigkeit in außergewöhnlichen Krisenlagen zu stärken.