Inhalt
Übung in Millionenstadt

Red Storm Charlie 2026: Übungsteilnehmende im Gespräch

Landes- und Bündnisverteidigung

Red Storm Charlie 2026: Übungsteilnehmende im Gespräch

Bei manchen Mobilgeräten und Browsern funktioniert die Sprachausgabe nicht korrekt, sodass wir Ihnen diese Funktion leider nicht anbieten können.

Fahrzeugkontrolle, Verwundetenversorgung, Militärkonvoi: Vom 24. bis 26. September 2026 üben in Hamburg 500 Soldatinnen und Soldaten und rund 1.200 zivile Kräfte gemeinsam bei der Übung Red Storm Charlie. Drei Übungsteilnehmende im Gespräch über ihre Aufgabe und die Besonderheiten bei Red Storm Charlie.

Ein Soldat steht vor einem grünen Militärfahrzeug. In der Hand trägt er ein Gewehr.

Oberfeldwebel Phillip vor dem Checkpoint der Personen- und Kfz-Kontrolle am Hamburger Hafen

Bundeswehr/Anne Weinrich

Oberfeldwebel Phillip ist Zugführer bei Red Storm Charlie am Checkpoint des Hafengeländes bei der Personen- und Kfz-Kontrolle.

Wie haben Sie sich im Vorfeld auf die Übung Red Storm Charlie vorbereitet?

Oberfeldwebel Phillip

Wir sind jetzt hier mit dem Stabsquartier der Führungsakademie der Bundeswehr mit circa 50 Soldatinnen und Soldaten. Im Vorfeld haben wir eine Vorausbildungswoche an der Führungskommando der Bundeswehr gehabt. Dabei haben wir diverse Dinge vom Einfachen zum Schweren geübt. Schwerpunkt war hier das Auf- und Abbauen des Checkpoints mit dem Material, was wir zur Verfügung haben, sowie das Betreiben der Personen- und Kfz-Kontrolle.

Welchen Stellenwert hat die Übung Red Storm Charlie für Sie?

Oberfeldwebel Phillip

Aus meiner Sicht hat die Übung folgenden Stellenwert: Wir beüben uns erst einmal als Soldatinnen und Soldaten in einem unbekannten Szenario. Dabei sind wir mal nicht auf dem Truppenübungsplatz, bei einem starren Gefechtsschießen, sondern hier in einem dynamischen-, beziehungsweise in einem urbanen Umfeld. Des Weiteren üben wir die Kommunikation mit zivilen und anderen militärischen Kräften.

Rechnen Sie heute noch mit Störern?

Oberfeldwebel Phillip

Wir rechnen mit Störern und wir haben auch bereits Störer vor Ort gehabt. Wir rechnen auch weiterhin mit Störern und sind auf alles vorbereitet.

Eine Ärztin der Bundeswehr in einer Tiefgarage in Hamburg vor einer Trage.

Frau Oberstabsarzt Maren in der behelfsmäßigen Versorgungseinrichtung in einer Tiefgarage im Zentrum von Hamburg

Bundeswehr/Anne Weinrich

Frau Oberstabsarzt Maren ist Weiterbildungsassistentin in der Anästhesie im Bundeswehrkrankenhaus Hamburg. Bei Red Storm Charlie ist sie wieder dabei, nachdem sie bei der Vorgängerübung Red Storm Bravo 2025 die Blaupause für eine improvisierte Versorgungseinrichtung mit erstellt hatte.

Wie sieht denn eine Blaupause aus?

Oberstabsarzt Maren

Die Blaupause ist letztendlich ein Schriftstück, das wir der Stadt Hamburg übergeben haben. Dieses gilt als Leitlinie oder Leitfaden für den Aufbau einer behelfsmäßigen Notaufnahme – mit allen notwendigen Informationen, die dafür genutzt werden können.

Welche Bedeutung hat die Übung Red Storm Charlie für das Bundeswehrkrankenhaus Hamburg oder auch für die Sanität der Bundeswehr?

Oberstabsarzt Maren

Die Übung Red Storm Charlie hat einen hohen Stellenwert, weil wir unsere Fachexpertise als Ärzte weitergeben- sowie sammeln konnten. Dies führte dazu, dass so letztendlich gemeinsam mit dem THW und dem Deutschen Roten Kreuz ein Brainstorming stattfinden konnte. So sieht gute zivil-militärischen Zusammenarbeit aus.

Wie arbeitet ihr in einer behelfsmäßigen Notaufnahme?

Oberstabsarzt Maren

Das ist völlig variabel, immer so, wie es gerade gebraucht wird. Das ist genau das Gute an solch einer Blaupause. Alles kann komplett an das angepasst werden, was benötigt wird. Wir haben uns jetzt beispielhaft an 100 Patientinnen und Patienten in 24 Stunden orientiert, damit man in irgendeiner Form Skalierbarkeit hat. Aber am Ende des Tages kommt es darauf an, wie viele Patientinnen und Patienten wirklich versorgt werden müssen. Anhand dessen muss man es dann eben kleiner machen oder eben größer. Dabei darf die Zusammenarbeit mit den zivilen Unternehmen nicht außer Acht gelassen werden. Diese lief bereits im letzten Jahr bei der Übung Red Storm Bravo wie auch in diesem Jahr bei Red Storm Charlie sehr gut. Wir haben hier primär mit dem THW alles aufgebaut und das DRK hat dabei unterstützt.

Ein Soldat steht zwischen zwei grünen Bundeswehr-LKWs

Oberfeldwebel Andreas vom Logistikbataillon 163 aus Delmenhorst zwischen Fahrzeugen der Marschkolonne während der Verlegung in Hamburg

Bundeswehr/Anne Weinrich

Oberfeldwebel Andreas ist Marschteileinheitsführer in der 6. Kompanie des Logistikbataillons 163 in Delmenhorst. Bei Red Storm Charlie ist er eingesetzt als Transportgruppenführer im Marschverband, der während der Übung durch den Raum Hamburg verlegt.

Was ist Ihr Auftrag bei Red Storm Charlie?

Oberfeldwebel Andreas

Unser Auftrag ist, dass Landeskommando Hamburg für zwei Tage zu unterstützen und dort als Marschteileinheit den Marsch gemeinsam mit anderen Verbänden der Bundeswehr und der Edeka-Gruppe durchzuführen. Dabei ist unser Bataillon mit acht Fahrzeugen angereist: einem Klein-Kfz und sieben Groß-Kfz, jeweils mit zwei Soldatinnen oder Soldaten Besatzung pro Fahrzeug.

Was hat die Übung Red Storm Charlie für Sie beziehungsweise für Ihr Bataillon für eine Bedeutung?

Oberfeldwebel Andreas

Zum Einen können wir uns selbst im Ablauf beüben, mit den Fahrzeugen im Großraum Hamburg unterwegs zu sein. Das bedeutet im engen urbanen Gebiet, denn dies erfordert ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und Kontrolle der Fahrzeuge. Zum Anderen haben wir die Möglichkeit mit den ganzen zivilen Behörden und der Polizei zusammenzuarbeiten um gemeinsame Schnittstellen herauszufinden.

Was ist der Grund für die nächtliche Verlegung der Kolonne?

Oberfeldwebel Andreas

Der Grund für die nächtliche Verlegung ist zum einen, dass das Verkehrsaufkommen in Hamburg dann geringer ist. Das bedeutet, wir stören weniger den zivilen Verkehr. Und zum anderen ist es für uns eine Herausforderung, nachts zu fahren, gerade vor dem Hintergrund der Länge der Kolonne.

Red Storm Charlie 2026: Übungsteilnehmende im Gespräch

Bei manchen Mobilgeräten und Browsern funktioniert die Sprachausgabe nicht korrekt, sodass wir Ihnen diese Funktion leider nicht anbieten können.

Übung Red Storm Charlie
Anfang Footer Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

Auf dieser Website nutzen wir Cookies und vergleichbare Funktionen zur Verarbeitung von Endgeräteinformationen und (anonymisierten) personenbezogenen Daten. Die Verarbeitung dient der Einbindung von Inhalten, externen Diensten und Elementen Dritter, der eigenverantwortlichen statistischen Analyse/Messung, der Einbindung sozialer Medien sowie der IT-Sicherheit. Je nach Funktion werden dabei Daten an Dritte weitergegeben und von diesen verarbeitet (Details siehe Datenschutzerklärung Punkt 4.c). Bei der Einbindung von sozialen Medien und interaktiver Elemente werden Daten auch durch die Anbieter (z.B. google) außerhalb des Rechtsraums der Europäischen Union gespeichert, dadurch kann trotz sorgfältiger Auswahl kein dem europäischen Datenschutzniveau gleichwertiges Schutzniveau sichergestellt werden. Sämtliche Einwilligungen sind freiwillig, für die Nutzung unserer Website nicht erforderlich und können jederzeit über den Link „Datenschutzeinstellungen anpassen“ in der Fußzeile unten widerrufen oder individuell eingestellt werden.

  • Logo der Bundeswehr

    Es ist uns ein Anliegen, Ihre Daten zu schützen

    Detaillierte Informationen zum Datenschutz finden Sie unter Datenschutzerklärung