Beauftragte Angelegenheiten für Hinterbliebene knüpft Kontakt

Hinterbliebene gedenken am Ehrenmal der Bundeswehr in Berlin

Hinterbliebene gedenken am Ehrenmal der Bundeswehr in Berlin

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  • Personal
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Lesedauer:
3 MIN
Blumengestecke und weiße Rosen zur Erinnerung an die Gefallenen und Verstorbenen

Blumengestecke und weiße Rosen zur Erinnerung an die Gefallenen und Verstorbenen

Bundeswehr

Die Gefallenen und Toten der Bundeswehr sind unvergessen. Für viele Hinterbliebene ist das Ehrenmal der Bundeswehr ein Ort, den sie regelmäßig aufsuchen. Mittendrin die Beauftragte Angelegenheiten für Hinterbliebene. Sie geht auf alle zu und weiß, wie wichtig es für die Hinterbliebenen ist, im Bundesministerium der Verteidigung persönliches Gehör und Fürsprache zu erfahren.

Unvergessen

Ende April begleitete die Beauftragte Angelegenheiten für Hinterbliebene, Ministerialrätin Gabriele König, mit ihrem Team die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Hinterbliebenentreffens der Evangelischen Militärseelsorge in Berlin. 28 Hinterbliebene trafen am Ehrenmal der Bundeswehr im Gedenken zusammen. Sie gedachten der Toten mit einer weißen Rose. Weiß ist die Farbe des Lichts. In der christlichen Tradition ist es die Farbe der Auferstehung und des ewigen Lebens.

Bereits im Vorfeld war Frau König dabei, als die Hinterbliebenen den „Wald der Erinnerung“ im Einsatzführungskommando der Bundeswehr besuchten. Auch dies ein besonderer Ort für Angehörige, um ihrer Verstorbenen zu gedenken; im Stillen und in der Gruppe. Eine kurze Andacht bietet Geleit.

Der Mensch steht im Mittelpunkt

Das gemeinsame Gedenken verbindet.

Das gemeinsame Gedenken verbindet.

Bundeswehr

Diese Begegnungen sind wichtig; ebenso die Erfahrung, dass das Schicksal der Gefallenen und Verstorbenen nicht vergessen ist. Es ist die Verbundenheit, die diese Begegnungen auszeichnet.

Auch für Frau König sind diese Momente wichtig. Viele der Hinterbliebenen sind ihr seit Jahren bekannt und vertraut. Zu neu Hinzugekommenen gilt es, Kontakt zu knüpfen: „Es ist mir ein sehr persönliches Anliegen, den Hinterbliebenen die Gewissheit zu geben, dass sie auch und gerade im Bundesministerium der Verteidigung Gehör finden und wahrgenommen werden. Wir lassen sie mit ihrem Schicksal nicht allein.“

Zentrale Ansprechstelle für Hinterbliebene im Bundesministerium der Verteidigung

Frau König legt eine weiße Rose für die Verstorbenen und Gefallenen nieder.

Frau König legt eine weiße Rose für die Verstorbenen und Gefallenen nieder.

Bundeswehr

Seit Mitte 2010 ist die zentrale Ansprechstelle für Hinterbliebene im Bundesministerium der Verteidigung (BMVgBundesministerium der Verteidigung) eingerichtet. Daraus ist die Funktion der Beauftragten Angelegenheiten für Hinterbliebene erwachsen. Um die Fürsorge für die Hinterbliebenen bemühen sich neben dem Sozialdienst der Bundeswehr und der Militärseelsorge sehr viele Akteure.

Frau König dankt: „Es ist berührend und ermutigend zugleich, zu sehen, wie die Sorge um Hinterbliebene ganz selbstverständlich angenommen wird, von den Kameradinnen und Kameraden, in Verbänden und Stiftungen, eigentlichen allen Dienststellen bis hinauf zur Ministerin.“  Miteinander und füreinander einzustehen – auch über den Tod hinaus, das sei ein tragender Grundgedanke in der Bundeswehr.

Seelsorge schafft Halt

Verantwortlich für die Organisation und Durchführung des Hinterbliebenentreffens ist die Evangelische Militärseelsorge. Pfarrer Christian Fischer führte bereits im Oktober 2008 das erste Hinterbliebenenwochenende durch. Er gibt als Seelsorger Halt und schafft gemeinsam mit Volker Schwenke von der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft für Soldatenbetreuung e.V.eingetragener Verein Raum für einen geschützten Austausch im Kreis der Hinterbliebenen.

Seit der ersten Zusammenkunft hat sich das Angebot ausgefächert. Wurden früher vier Hinterbliebenenwochenenden im Jahr durchgeführt, so sind es in diesem Jahr acht Angebote, darunter auch Pilgerwege oder ein Treffen für Witwen. Das Angebot der Seelsorge orientiert sich an den Bedürfnissen und Wünschen der Hinterbliebenen. Die Resonanz gerade für die Besuche im „Wald der Erinnerung“ und beim Ehrenmal der Bundeswehr ist sehr hoch.

Aufgabe und Ansprechbarkeit

Die Beauftragte der Ansprechstelle für Hinterbliebene nimmt eine besondere Scharnierfunktion wahr: sie vermittelt die Interessen und Anliegen der Hinterbliebenen zur Bundeswehr und umgekehrt, koordiniert die Kommunikation des BMVgBundesministerium der Verteidigung mit den Hinterbliebenen. Gabriele König ist seit Anfang 2021 die dritte Beauftragte.

Die Ansprechstelle ist erreichbar - telefonisch unter: 030-2004-23031,
per Email:  BMVgBeauftrAngelegenheitenfuerHinterbliebene@bmvg.bund.de
oder schriftlich: Beauftragte Angelegenheiten für Hinterbliebene, Bundesministerium der Verteidigung, 11055 Berlin.


Das Ehrenmal der Bundeswehr

Wald der Erinnerung

von Alexander  Maus  E-Mail schreiben