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Corona-Glossar in sieben Sprachen veröffentlicht

Bundessprachenamt

Das Bundessprachenamt hat ein mehrsprachiges Glossar zum Thema Corona veröffentlicht. Es enthält neben rein medizinischen Begriffen auch bundeswehr-relevante Fachwörter aus den Bereichen Sanitätsdienst, zivil-militärische Zusammenarbeit und grenznahe Zusammenarbeit.

Gerhard Preißler, Referatsleiter im Bundessprachenamt, erklärt, wie das Glossar entstanden ist: „Mit dem Ausbruch der Pandemie ist eine Welle von Fachbegriffen in unseren sprachlichen Alltag eingedrungen. Die Maßnahmen der Bundesregierung und die Unterstützungsleistungen der Bundeswehr im In- und Ausland machen ein einheitliches Verständnis der neuen Begriffe immer wichtiger.“ Die Terminologinnen und Terminologen des Bundessprachenamtes haben Publikationen des Robert-Koch-Instituts und des Deutschen Roten Kreuzes sowie Gesetze etc. zum Thema Corona ausgewertet. Die daraus entstandene Sammlung wurde in verschiedene Fachgebiete wie Infektionsschutz, Virologie und Krisenmanagement unterteilt.


Der Startbutton des Corona-Glossars des Bundessprachenamtes

Das Bundessprachenamt hat ein mehrsprachiges Glossar zum Thema Corona veröffentlicht

BAIUDBw/Robert Musberg

Das Glossar ist vielseitig einsetzbar


Das Glossar enthält derzeit rund 1.600 Fachbegriffe in deutscher Sprache und wurde ins Englische, Französische, Spanische, Russische, Polnische und Niederländische übersetzt. Es ist über das Internet frei zugänglich und kann von jedem genutzt werden. Das Glossar ist vielseitig einsetzbar: Es hilft bei der Verständigung von Bundeswehr-Angehörigen im Auslandseinsatz genauso wie Beschäftigten in Bundesministerien im Gespräch mit EUEuropäische Union-Kolleginnen und -kollegen. Neben inzwischen alltäglich gewordenen Wörtern wie zum Beispiel Mund-Nasen-Schutz enthält es auch Fachausdrücke wie beispielsweise Reproduktionszahl.


Das Corona-Glossar ist in beide Richtungen nutzbar: Sowohl werden deutsche Fachwörter in bis zu sechs Sprachen übersetzt als auch fremdsprachige Wörter ins Deutsche übertragen. Unbekannte Begriffe in einer Fremdsprache werden in der Detailansicht auf Deutsch erklärt. Die Datenbank bietet verschiedene Darstellungsweisen: Neben der freien Wortsuche können Nutzer auch alphabetisch nach einem Begriff forschen oder sich über eine so genannte „Concept Map“ einen Überblick zu ähnlichen Begriffen verschaffen.


Das Corona-Glossar wird ständig aktualisiert und erweitert, sodass auch neu entstehende Begriffe aufgenommen werden. Vorschläge für neue Wörter, Hinweise und Fragen können Nutzer direkt in der Anwendung über die Feedback-Funktion einreichen. Dafür nutzen Interessenten die kleine Sprechblase im oberen Bereich der Website.


Das Corona-Glossar des Bundessprachenamtes ist ab sofort über die Plattform der Firma Coreon für alle interessierten Nutzer öffentlich zugänglich und frei verfügbar.


von Ralph Kunze  E-Mail schreiben
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