Rekordjahr 2025: Truppe im Aufwuchs
Die Personallage der Bundeswehr entwickelt sich positiv. Seit Aussetzung der Wehrpflicht gab es nie mehr Einstellungen als im Jahr 2025.
Mehr Einstellungen, mehr Personal: Die Bundeswehr hat 2025 personell deutlich zugelegt. Mit rund 25.000 Neueinstellungen und einem Anstieg des militärischen Personalbestands auf rund 184.200 Soldatinnen und Soldaten erreicht sie den höchsten Jahresabschlusswert seit mehr als einem Jahrzehnt.
Vorwärts Marsch: Die Bundeswehr ist in 2025 deutlich gewachsen. Zum Jahresende dienten in ihr rund 184.200 Soldatinnen und Soldaten.
Bundeswehr/Jana NeumannDie Zahlen fallen deutlich aus – und sie sind sicherheitspolitisch relevant. Die Bundeswehr hat im Jahr 2025 sowohl bei den Neueinstellungen als auch beim Personalbestand spürbar zugelegt. In einer Phase wachsender Anforderungen wegen der Refokussierung der Truppe auf die Landes- und Bündnisverteidigung ist der personelle Aufwuchs der Bundeswehr eine zentrale Voraussetzung für ihre Einsatzbereitschaft.
Im Jahr 2025 stellte die Bundeswehr rund 25.000 Soldatinnen und Soldaten ein. Das entspricht einem Zuwachs von rund 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr und ist das beste Einstellungsergebnis als Freiwilligenarmee seit Aussetzung der Wehrpflicht. In absoluten Zahlen wurden rund 4.700 Soldatinnen und Soldaten mehr eingestellt als im Jahr 2024.
Diese Größenordnung ist deshalb von Bedeutung, weil sie nicht nur altersbedingte Abgänge kompensiert, sondern erstmals seit Jahren wieder einen messbaren Nettoaufwuchs ermöglicht. Besonders bei den Freiwillig Wehrdienstleistenden sowie in ausgewählten Fachverwendungen konnten deutliche Zuwächse erzielt werden.
Begleitet wurde diese Entwicklung von steigenden Bewerbendenzahlen: Rund 56.000 Bewerbungen gingen 2025 für den militärischen Dienst ein – etwa neun Prozent mehr als im Vorjahr. Die Zahl der Bewerbungen gilt als wichtiger Indikator für die mittelfristige Personalentwicklung.
Der Trend geht nach oben: Die Zahlen der Bewerbungen und Einstellungen sind deutlich gestiegen.
PIZ Personal/Carmen GerwersZum 31. Dezember 2025 dienten rund 184.200 Soldatinnen und Soldaten in der Bundeswehr. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Anstieg um rund 3.000. Damit erreicht der militärische Personalbestand den höchsten Jahresabschlusswert seit zwölf Jahren.
Der Frauenanteil steig weiter leicht an und lag bei rund 25.200 Soldatinnen. Auch der zivile Bereich wuchs planmäßig: Rund 82.000 zivile Beschäftigte gab es Ende 2025 in der Bundeswehr – rund 1.160 mehr als ein Jahr zuvor.
Der Zuwachs ist vor allem deshalb relevant, weil er in einer Phase erfolgt, in der pensionierungsstarke Jahrgänge, Fachkräftemangel und steigende Verpflichtungen im NATONorth Atlantic Treaty Organization-Rahmen gleichzeitig wirken.
„Das Interesse an unserer Bundeswehr steigt weiterhin deutlich. Wir haben das beste Einstellungsergebnis seit Aussetzung der Wehrpflicht. Außerdem ist die aktive Truppe so groß wie seit 12 Jahren nicht mehr. Damit konnten wir die tollen Ergebnisse aus dem Jahr 2024 noch einmal übertreffen“, bewertet Verteidigungsminister Boris Pistorius das Jahresergebnis.
Auch der militärische Personalbestand – also die Zahl der Soldatinnen und Soldaten - ist 2025 verglichen mit dem Vorjahr deutlich gewachsen
PIZ Personal/Carmen GerwersDer personelle Aufwuchs hängt nicht allein von Neueinstellungen ab. Ebenso entscheidend ist es, erfahrene Soldatinnen und Soldaten im Dienst zu halten. Im Jahr 2025 gelang es, mehr als 8.500 Soldatinnen und Soldaten, die die Bundeswehr ansonsten planmäßig verlassen hätten, für einen längeren Verbleib in der Bundeswehr zu gewinnen – eine Steigerung um sechs Prozent gegenüber 2024.
Gleichzeitig bleibt die Abbruchquote junger Soldatinnen und Soldaten in den ersten sechs Monaten ihrer Dienstzeit mit rund 25 Prozent hoch. Das verdeutlicht, dass Personalgewinnung und Personalbindung zusammen gedacht werden müssen. Die Bundeswehr setzt hier verschiedene Maßnahmen um – von einem transparenten Erwartungsmanagement vor Dienstantritt bis zu attraktiven Rahmenbedingungen im Dienst.
Auch die Reserve gewinnt weiter an Bedeutung. Ende 2025 waren rund 60.200 Reservistinnen und Reservisten auf Dienstposten eingeplant (beordert) – gegenüber rund 49.200 im Vorjahr. Insgesamt leisteten im Jahr 2025 rund 21.300 Reservistinnen und Reservisten Dienst.
Damit trägt die Reserve zunehmend zum Umfang und zur Durchhaltefähigkeit der Streitkräfte bei.
Auch die Bilanz bei den Reservistinnen und Reservisten ist positiv
PIZ Personal/Carmen GerwersDer erfreuliche Trend des Vorjahres setzt sich fort. Bereits zu Beginn des Jahres 2026 zeigen sich weiterhin positive Einplanungszahlen. Und mit dem Neuen Wehrdienst, dessen gesetzliche Grundlage zum 1. Januar 2026 in Kraft getreten ist, soll der personelle Aufwuchs der aktiven Truppe und der Reserve weiter unterstützt werden.
Minister Pistorius freut sich über die positive Prognose: „Die steigenden Personalzahlen zeigen: Das Vertrauen in unserer Bundeswehr ist sehr groß. Die Bereitschaft der jungen Menschen, sich für die äußere Sicherheit Deutschlands einzusetzen, steigt. Das stimmt mich optimistisch, dass sich auch in 2026 viele motivierte und engagierte Männer und Frauen für die Bundeswehr entscheiden werden - ob zivil oder militärisch, ob im Neuen Wehrdienst oder längerdienend. Wir werden dafür weiterhin die Rahmenbedingungen verbessern und die Truppe mit den besten und modernsten Waffensystemen ausstatten.“
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