Frieden braucht Mut und Erinnerung

Frieden braucht Mut und Erinnerung

  • Gedenken
  • Zentrum Innere Führung
Datum:
Ort:
Koblenz
Lesedauer:
1 MIN
Breite Schauwand af der in großen Buchstaben der Tilel der Wanderasstellung „Europa, der Krieg und ich“ steht

Schauwand der Ausstellung „Europa, der Krieg und ich“ am Zentrum Innere Führung in Koblenz. Unter dem Titel „Europa, der Krieg und ich“ arbeitet der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in einer großen Ausstellung die eigene Geschichte auf.

Bundeswehr/ Ricarda Schönbrodt

Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge (VdK) wurde am 27. Mai die Sonderausstellung „Europa, der Krieg und ich“ feierlich am Zentrum Innere Führung in Koblenz eröffnet. Volksbund-Generalsekretärin Daniela Schily betonte in ihrer Ansprache: „Das Koblenzer Zentrum ist ein Ort der kritischen Auseinandersetzung und damit für mich ein idealer Ort für die erste Präsentation unserer neuen Ausstellung“.

Totale von Volksbund-Generalsekretärin Daniela Schily am Rednerpult

Volksbund-Generalsekretärin Daniela Schily Eröffnet die Ausstellung

Bundeswehr/ icarda schönbrodt

Der rheinland-pfälzische Volksbund-Landesvorsitzende Martin Haller (MdL) sieht die Ausstellung als lebendigen Beweis, dass der Volksbund „immer neue Herausforderungen und Aufgaben erfolgreich bewältigt hat“ und spielt dabei auf die gelungenen Perspektiven des Rück- und Ausblicks an. Begleitet wurde die Veranstaltung vom Holzbläser-Trio des Heeresmusikkorps Koblenz.
 

Die neue VdK-Ausstellung spannt den weiten Bogen vom Beginn der Kriegsgräberfürsorge in Europa im späten 19. Jahrhundert über die konkreten Aufgaben, die aus dem massenhaften Sterben in den beiden Weltkriegen erwuchsen bis hin zu der „Versöhnung über den Gräbern“ und den ersten Ansätzen gemeinsamen europäischen Gedenkens.

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Ausstellungseröffnung „Europa, der Krieg und ich“ am 27.05.19 am Zentrum Innere Führung in Koblenz.
Unter dem Titel „Europa, der Krieg und ich“ arbeitet der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge in einer großen Ausstellung die eigene Geschichte…

bundeswehr/ ricarda Schönbrodt

Insbesondere wird den Betrachtern deutlich, dass die eigentliche Kernarbeit noch lange nicht beendet ist und es sich auch zu Beginn des 21. Jahrhunderts lohnt, mit jungen Menschen unterschiedlicher Herkunft eine aktive Erinnerungskultur zu pflegen.

Dabei wird eines schnell deutlich: „Krieg,“ so Generalmajor Reinhardt Zudrop, „ist kein weit entferntes Phänomen, sondern kann sehr rasch real werden“. Für sein Bekenntnis zu den Grundideen der Europäischen Union erhält er spontan starken Beifall: „Europa ist der Garant für Frieden, Freiheit, Gerechtigkeit und Wohlstand. Trotz aller aktuell berechtigter Kritik an Brüssel lohnt es sich, dass wir uns für die europäische Idee einsetzen.“

Im Vordergund das Plenum zur Eröffnungsrede, im Hitergrund iein Banner mit dem Namn der Ausstellung "Euroa, der Krieg und ich"

"Europa, der Krieg und ich" eine Wanderausstellung am Zentrum Innere Führung

Bundeswehr/ Ricarda Schönbrodt

Bettina Hörter, Volksbund-Geschäftsführerin des Bezirksverbands Koblenz-Trier und Hauptorganisatorin der Koblenzer Vernissage, fordert die anwesende Festgesellschaft zum aktiven Eintreten auf: „Frieden ist immer fragil, nie eine Selbstverständlichkeit. Er ist ein Zustand, für den jeden Tag gearbeitet werden muss. Dazu brauchen wir Mut und eine Kultur des Erinnerns.“

von Pressestelle ZInFü