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Kriegstüchtig? Wo steht die Bundeswehr

Kriegstüchtig? Wo steht die Bundeswehr

Datum:
Ort:
Koblenz
Lesedauer:
3 MIN

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Wie kriegstüchtig ist die Bundeswehr? Was bedarf es für eine wehrhafte Gesamtgesellschaft? Fragen wie diese stehen im Fokus der aktuellen IF 2|24. Zu Wort kommen unter anderem der Inspekteur des Heeres, Generalleutnant Alfons Mais, sowie der stellvertretende Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums, Roderich Kiesewetter.

Einem Rekruten steht die Anstrengung ins Gesicht geschrieben

Wie kriegstüchtig ist die Bundeswehr? Dieser Frage geht in ihrer aktuellen Ausgabe die IF – Zeitschrift für Innere Führung nach.

Bundeswehr/Martin Stollberg

Die Autoren der aktuellen Ausgabe der IF sind sich einig: Kriegstüchtigkeit meint nicht militärisches „Säbelrasseln“ – und auch mehr als eine zufriedenstellende Ausstattung an Personal und Material. Kriegstüchtigkeit und Wehrhaftigkeit können nur aus einem Mentalitätswandel in Bundeswehr und Gesellschaft erwachsen. 

Wie ein (geändertes) soldatisches Mindset für die Bewältigung aktueller und anstehender Herausforderungen aussehen kann, schildert Oberstleutnant Jens-Uwe Rohrmoser vom neuen Doktrinzentrum der Bundeswehr. 

Dass das Einfordern von Kriegstüchtigkeit keineswegs gleichzusetzen sei mit einem Paradigmenwechsel hin zu Militarismus und Eskalation, führt der zuständige Referatsleiter für Innere Führung und Militärseelsorge im BMVgBundesministerium der Verteidigung, Oberst i. G. Dr. Stefan Gruhl, in seinem Impulsbeitrag aus. Der Begriff Kriegstüchtigkeit habe die Kraft, wachzurütteln. Ein Aufwachen ist notwendig: Deutschlands Sicherheit wird schon heute – auch ohne direkte Kampfhandlungen – in allen Facetten auf hybride Weise bedroht. 

IF 2|24, Titelthema: Kriegstüchtig? Wo steht die Bundeswehr

Der Operationsplan Deutschland, der durch das Territoriale Führungskommando der Bundeswehr erstellt wird, verfolgt das Ziel, die zentralen militärischen Anteile der Landes- und Bündnisverteidigung in Deutschland mit den dafür erforderlichen zivilen Unterstützungsleistungen zusammenzuführen. Befehlshaber Generalleutnant André Bodemann erläutert in seinem Beitrag, wie eine gesamtgesellschaftliche Resilienz den Beitrag zu einer glaubhaften sowie erfolgreiche Abschreckung und Verteidigung leisten muss.

Was bedeutet Kriegstüchtigkeit für die Innere Führung

Um sich gegen die Herausforderungen von morgen zu wappnen, hilft ein Blick ins Gestern. Der Beitrag der Themenrubrik „Innere Führung“ nimmt Leserinnen und Leser mit in die frühen Jahre der Bundeswehr und in die Anfänge einer nunmehr wiederbelebten Debatte um die Kriegstüchtigkeit der Bundeswehr. 

Schon in den 1960er-Jahren plädierte Brigadegeneral a. D. Heinz Karst dafür, dass der Soldatenberuf kein Beruf wie jeder andere sei und der Verteidigungsfall der grundlegende Maßstab in der Berufsausübung. Ergänzend bedürfe es im Rahmen einer militärischen Konfrontation der Verteidigungsbereitschaft des ganzen Volkes. 

Ein Gedanke, der auch 2024 nichts an Gültigkeit verloren habe, attestiert Autor Dr. Peter Lieb, Referent für Militärgeschichte und Tradition im BMVgBundesministerium der Verteidigung: Wehrhaftigkeit bedeutet den Willen von der Gesellschaft und ihrer Streitkräfte, sich mit allen verfügbaren rechtmäßigen Mitteln zu verteidigen.

Verladen eines Transporthubschraubers in die Antonov AN-124

Als Drehscheibe beim Transport von Militär und Material kommt Deutschland im NATONorth Atlantic Treaty Organization-Rahmen und zur Friedenssicherung eine besondere Bedeutung zu

Bundeswehr/Johannes Heyn
Soldaten mit dem Kampfpanzer Leopard 2

Aktuell üben 1000 Bundeswehrsoldaten zusammen mit der litauischen Armee die Verteidigung der NATONorth Atlantic Treaty Organization-Ostflanke. Ab 2025 soll eine dauerhaft in Litauen stationierte deutsche Brigade zur Friedenssicherung im Baltikum.

Bundeswehr/Lea Bacherle

Effektive Abschreckung? Die Deutsche Brigade in Litauen

Einen lesenswerten Mix hält auch die Rubrik „Welt & Partner“ bereit. Neben einem Interview, in dem IF-Redakteur Martin Boldt mit dem Sicherheitsexperten Prof. Dr. Carlo Masala über die geopolitische Bedeutung der Brigade Litauen und ihren Beitrag zur Friedenssicherung spricht, ordnet Autor Prof. Dr. Sven Gareis die Ergebnisse der Präsidenten- und Parlamentswahlen in Taiwan ein. Dort sprach die Bevölkerung – zum Missfallen der Volksrepublik China – dem Kandidaten Lai Ching-te das Vertrauen aus. Wie schon seine Vorgängerin im Amt, Tsai Ing-wen, kommt auch er aus den Reihen der Demokratischen Fortschrittspartei. 

Welche Rolle die zunehmende Kooperation zwischen NATONorth Atlantic Treaty Organization und EUEuropäische Union für die Sicherheitsgefüge auf dem europäischen Kontinent spielt, erörtert Historiker Dr. Sebastian von Münchow. Zwei Neuerungen hält das Heft 2|24 im Bereich der Mediale bereit. Die Buch- und Podcast-Empfehlungen der Redaktion werden erstmals ergänzt um einen Filmtipp und eine Comicseite. Die Rückblende befasst sich mit der Endscheidungsschlacht des französischen Indochinakrieges im Jahr 1954.

von Martin Boldt

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