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Im Bündnis

Steadfast Dart 2026: Marine schützt NATONorth Atlantic Treaty Organization-Kräfte auf See und an Land

Multinationalität

Im NATONorth Atlantic Treaty Organization-Großmanöver Steadfast Dart sichern Schiffe und Boote der Deutschen Marine zum ersten Mal Truppentransporte der südlichen Partnerstaaten in Nord- und Ostsee. An Land übernimmt das Seebataillon den Schutz der Kräfte. Verteidigung in der Allianz probt im Bordpraktikum auch der Offiziernachwuchs der Seestreitkräfte.

Ein graues Schiff bei Nebel auf See.

Steadfast Dart und Northern Quadriga 2026: Übungen im Februar sind keine Schönwetterfahrt. Doch schon während der Verlegung von Truppen nach Deutschland funktionierte das Zusammenspiel der NATONorth Atlantic Treaty Organization-Partner-Marinen gut.

Bundeswehr/Henner Feddersen

Das mit 10.000 Soldatinnen und Soldaten bislang größte NATONorth Atlantic Treaty Organization-Manöver in 2026 trägt den Namen Steadfast Dart. Ziel ist auch in diesem Jahr, „steadfast“, also beständig, den Willen und die Fähigkeit zu zeigen, die Bündnispartner, ihr Territorium und das Bündnisgebiet gegen jeden äußeren Angriff zu verteidigen.

Die Übung, an der alle Teilstreitkräfte der Bundeswehr beteiligt sind, ist noch näher an der Einsatzrealität als in den Vorjahren. In der eng damit verknüpften Übung Quadriga liegt nach zwei Manövern in 2024 und 2025 der Fokus auf dem umfassenden Zusammenwirken von See-, Luft- und Land-Kräften. Das ist angesichts der verschärften Bedrohungslage an der NATONorth Atlantic Treaty Organization-Ostflanke und in der Ostsee notwendig. Zudem hat die Übung kein „Drehbuch“: Geübt wird in der realen Lage und entscheidend ist der tatsächliche Verlauf des Manövers.

Maritimer Beitrag Deutschlands

Die Übung Northern Quadriga 2026 ist eng mit Steadfast Dart verknüpft. Gemeinsam mit Kräften der NATONorth Atlantic Treaty Organization-Speerspitze „Allied Reaction Force“ (ARFAllied Reaction Force) übt die Deutsche Marine in der Nordsee. Erstmals sind an der ARFAllied Reaction Force – der Schnellen Eingreiftruppe des Bündnisses –  Kräfte aus dem Mittelmeerraum beteiligt. Gemeinsam üben sie die Sicherung von Seewegen für militärische Verstärkung und logistische Versorgung. Außerdem wird der Schutz kritischer maritimer Infrastruktur wie Häfen, Offshore-Anlagen, Unterseekabel oder Pipelines sowie die Verletztenversorgung geübt.

All das soll unter Beweis stellen, dass Deutschland jederzeit in der Lage ist, auf sämtlichen Transportwegen über Land, Luft und See kurzfristig Kräfte zu verlegen und gemeinsam mit den Bündnispartnern zur Verteidigung überzugehen. Dazu gehören Frühwarnkapazitäten und die Fähigkeit, auf hybride wie konventionelle Bedrohungen reagieren zu können.

Für Steadfast Dart entsendet die Deutsche Marine die Fregatten „Brandenburg“ und „Sachsen“ als Übungspartner. Doch Sicherheit auf See umfasst deutlich mehr. Eine durch den Gegner verminte Fahrrinne wäre beispielsweise eine tödliche Falle. Deshalb ist das Minenjagdboot „Fulda“ Teil der Übung. Es übernimmt die Minenabwehr oder geleitet Schiffe durch von Minen geräumte Gebiete. Darüber hinaus probt die Marine nicht nur die Sicherung der Transportwege auf Nord- und Ostsee, sondern unterstützt auch eine amphibische Landung von NATONorth Atlantic Treaty Organization-Kräften. So wirkt sie im Ernstfall mit ihren Fähigkeiten unterstützend für Luftwaffe und Heer.

Wie an Land ist auch auf See eine drängende Herausforderung, im Ernstfall eine große Zahl Verwundeter versorgen zu können. Das übt die Deutsche Marine ebenfalls mit den Verbündeten.

Wenn „Blaues Tuch“ und „Flecktarn“ interagieren

Steadfast Dart / Northern Quadriga soll zeigen, dass die Marine zur Landes- und Bündnisverteidigung einen entscheidenden Beitrag auch unter Bedrohung leisten kann. Denn der Transport vieler Soldatinnen und Soldaten, von Verwundeten und vieler Tonnen Material, insbesondere aus weiter entfernten NATONorth Atlantic Treaty Organization-Staaten, gelingt auf dem Wasserweg deutlich effektiver als zu Land oder über den Lufttransport. Doch solche Transporte müssen wiederum durch die Deutsche Marine gesichert werden.

Simuliert werden deshalb seeseitige Gefährdungen gegen Marineschiffe in der Nord- und Ostsee. In Häfen gewährleistet das Seebataillon die Deutschen Marine den robusten militärischen Schutz von Land aus. Entscheidend für den Erfolg der Übung ist die Kombination maritimer Kräfte im „blauen Tuch“, dem Synonym für die Uniform aller Marinen weltweit, und in grünem Flecktarn.

Ein Soldat in grün bewacht die graue Fregatte „Sachsen" in einem Hafen.

Bündnisverteidigung umfasst mehr als den Schutz auf See. Das Seebataillon der Deutschen Marine sichert an Land. Deshalb wird es auch „grüne Marine“ genannt.

Bundeswehr/Marc Tessensohn

Insgesamt ist Quadriga 2026 Ausdruck der sicherheitspolitischen Neuausrichtung zur Steigerung der Einsatzbereitschaft und Verteidigungsfähigkeit der Bundeswehr. Zugleich dient die Übung der Abschreckung Russlands und zeigt den Alliierten, dass sie sich auf Deutschland als leistungsstarke Drehscheibe für Truppen und Material verlassen können.

Mit dabei: der Führungsnachwuchs der Marine 

Seit 2026 absolvieren die Offizieranwärterinnen und Offizieranwärter der Marine ein achtwöchiges Bordpraktikum, schon bevor sie ihr Studium beginnen. Ein Teil von ihnen nimmt in diesem Praxisteil an Steadfast Dart und Northern Quadriga teil.  Für den Führungsnachwuchs ist es eine ganz besondere, zumal oft erste Erfahrung an Bord, die über ihren weiteren Berufsweg in den Seestreitkräften entscheidet.

von Christina Moritz  E-Mail schreiben

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