Quadriga 2026
Bundeswehr und NATONorth Atlantic Treaty Organization-Partner beweisen in der Praxis, dass sie Deutschland und das Bündnis verteidigen wollen und können.
Am 11. Februar 2026 läuft der Flottenverband der Allied Reaction Force im Marinestützpunkt Kiel ein. Die Allied Reaction Force ist der schnelle Einsatzverband der NATONorth Atlantic Treaty Organization und übt derzeit bei Steadfast Dart 2026, rasch auf allen Verkehrswegen durch Europa zu verlegen.
Der türkische Drohnen- und Flugzeugträger TCG „Anadolu“ bildet mit zwei weiteren Fregatten und einem Versorgungsschiff einen Einsatzverband
NatoMit der Ankunft des Flottenverbandes in Kiel endet die Phase der strategischen Verlegung, bei der Kräfte aus dem gesamten Bündnisgebiet synchron über den Luft-, den See- und den Landweg in das Zielgebiet gebracht wurden. Deutschland unterstützt die ARFAllied Reaction Force hierbei als verlässliche Drehscheibe und Gastnation und unterstützt die ARFAllied Reaction Force-Kräfte bei ihrer Ankunft und ihrem Aufenthalt in Deutschland.
Insgesamt kommen rund ein Dutzend aus fünf Nationen nach Kiel – vom Flugzeugträger bis zum Minenjagdboot. Das Flaggschiff des ARFAllied Reaction Force-Flottenverbands ist die spanische ESPS „Castilla”, ein Docklandungschiff, das Truppen, Ausrüstung, Fahrzeuge und Boote für Landungsoperationen transportieren kann. Die ESPS „Castilla” wird von der Fregatte ESPS „Cristobal Colon” begleitet, die darauf spezialisiert ist, Luftangriffe von Flugzeugen, Drohnen und Raketen abzuwehren. Ebenfalls zum maritimem ARFAllied Reaction Force-Einsatzverband gehört der türkische Drohnen- und Flugzeugträger TCG „Anadolu”, der einen Einsatzverband mit den Fregatten „Istanbul” und „Oruçreis” sowie dem Versorger TCG „Derya” bildet.
Die Deutsche Marine hat die Fregatte „Brandenburg“ nach Kiel entsendet. Auch zwei ständige maritime NATONorth Atlantic Treaty Organization-Einsatzverbände, die Standing NATONorth Atlantic Treaty Organization Maritime Group 1 (SNMG1) mit der deutschen Fregatte „Sachsen“ und die Standing NATONorth Atlantic Treaty Organization Mine Counter Measures Group 1 (SNMCMG1) mit dem deutschen Minenjagdboot „Fulda“, sind am Übungsgeschehen beteiligt. Der letztgenannte Verband hat die Aufgabe, Seeminen zu räumen oder unschädlich zu machen.
Bereits den Transit nach Kiel haben die Schiffe der verschiedenen Nationen genutzt, um ihre Zusammenarbeit zu intensivieren. Auf Basisübungen folgten komplexe taktische Szenarien, ergänzt durch Kooperationen mit deutschen, niederländischen und dänischen Seestreitkräften. In den kommenden Wochen werden zudem Teile des ARFAllied Reaction Force-Flottenverbands bei Northern Quadriga gemeinsam mit Schiffen der Deutschen Marine in Nord- und Ostsee üben.
Das spanische Docklandungsschiff ESPS „Castilla“ ist das Flaggschiff des gesamten Flottenverbandes
Nato
Die Deutsche Marine ist mit drei Schiffen an der Übung beteiligt, unter anderem mit der Fregatte „Brandenburg“
Bundeswehr/Leon RodewaldDie deutsche Fregatte „Brandenburg“ übt ebenfalls im Flottenverband, legt jedoch in Eckernförde an.
von Simona Kunz-Boyer