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Quadriga 2026

Übung Bastion Lion 2025

Bundeswehr/Carl Schulze

Quadriga 2026

Bundeswehr und NATONorth Atlantic Treaty Organization-Partner beweisen in der Praxis, dass sie Deutschland und das Bündnis verteidigen können.

Quadriga 2026: Was ist neu?

Der weiter andauernde Ukrainekrieg zeigt: Russland bleibt auf absehbare Zeit die größte Bedrohung für Frieden und Sicherheit im Europa. Der Fokus der Bundeswehr liegt daher auf der Landes- und Bündnisverteidigung – für einen umfassenden Schutz der deutschen Bevölkerung in Frieden, Krise und Krieg und als verlässlicher Partner der alliierten Streitkräfte in der NATONorth Atlantic Treaty Organization. Mit nationalen und multinationalen Übungen zeigen die NATONorth Atlantic Treaty Organization-Nationen ihre Fähigkeit und Bereitschaft, das Bündnisgebiet zu verteidigen. Dem dient auch das Übungscluster Quadriga der Bundeswehr.

2026 ist Quadriga nicht mehr als reine Übung, sondern als einsatznahe Operation anlegt. Das bedeutet, dass so nah wie möglich am Ernstfall geübt wird – ohne lange Vorlaufzeiten und fiktive Parameter. So leistet Quadriga 2026 einen sichtbaren und glaubhaften Beitrag zur Abschreckung potenzieller Aggressoren. Quadriga 2026 zeigt auch: Deutschland hat sich nach Russlands Überfall auf die Ukraine sicherheitspolitisch neu ausgerichtet und seine Verteidigungsfähigkeit gestärkt. Die Führung von Quadriga 2026 übernimmt das Operative Führungskommando der Bundeswehr. Es koordiniert alle multinationalen, teilstreitkraftübergreifenden Übungen.

Die Teilübungen

2026 findet Quadriga im Kernübungszeitraum Februar bis März in Deutschland statt. Im Fokus steht die kurzfristige Verlegung unmittelbar kampfbereiter Einsatzkräfte auf allen Transportwegen in einem Szenario der Bündnisverteidigung. So übt das Heer bei Grand Quadriga im Februar 2026 die schnelle Verlegung seiner Mittleren Kräfte – realitäts- und einsatznah, mit sofortiger Erprobung der Einsatzbereitschaft als Kampfverband. Beteiligt sind Soldatinnen und Soldaten des Jägerbataillons 413 aus Torgelow und des Aufklärungsbataillons 7 aus Ahlen. Mittlere Kräfte sind mit gepanzerten Radfahrzeugen wie dem GTKGepanzertes Transport-Kraftfahrzeug Boxer ausgestattet. Das macht sie hoch beweglich: Sie können schnell beispielsweise an die Ostflanke der NATONorth Atlantic Treaty Organization verlegt werden. Dennoch sind sie so stark bewaffnet, dass sie auch gegen starken Feind bestehen können.

Eine Karte mit militärischen Übungen in Deutschland, in der Nordsee und in Litauen

Quadriga 2026 ist eine bundeswehrgemeinsame Übung mit multinationalen Partnern in Deutschland, in Litauen und auf See

Bundeswehr/Astrid Höffling | Kartenbasis: © MapCreator/OpenStreetMap

Ebenfalls im Februar übt die Marine bei Northern Quadriga den Schutz vor Bedrohungen auf See durch Überwachung und Aufklärung.

Ein besonderer Schwerpunkt von Quadriga 2026 ist die Übung Medic Quadriga des Unterstützungsbereichs der Bundeswehr im März 2026. Bei ihr testet der Sanitätsdienst mit Blick auf die Landes- und Bündnisverteidigung die schnelle Verlegefähigkeit, die Rettungskette und die anschließende Versorgung Verwundeter in Deutschland durch zivile Partner. Gemeinsam mit der Luftwaffe wird dabei die strategische Verlegung Erkrankter und Verwundeter von Litauen nach Deutschland geübt – mit medizinischer Versorgung direkt an Bord des Flugzeugs. Rund 200 der insgesamt über 1.000 teilnehmenden Soldatinnen und Soldaten werden als Verletztendarsteller dabei sein und mit simulierten Verwundungen wie aus einem Kampfeinsatz präpariert.

Auch der Fähigkeitsverbund der Spezialkräfte der Bundeswehr ist in Quadriga 2026 eingebunden und wird bei Silver Dagger urbane und maritime Spezialoperationen in einem Szenario der Landes- und Bündnisverteidigung üben.

NATONorth Atlantic Treaty Organization-Übung Steadfast Dart 2026

Quadriga 2026 ist eng verknüpft mit Steadfast Dart 2026, einer der NATONorth Atlantic Treaty Organization-Schwerpunktübungen in Europa in diesem Jahr. Geübt wird dabei die einsatznahe Verlegung des NATONorth Atlantic Treaty Organization-Einsatzverbands Allied Reaction Force (ARFAllied Reaction Force) durch Europa. Deutschland spielt hier eine wesentliche Rolle als Gastnation und NATONorth Atlantic Treaty Organization-Drehscheibe für die Streitkräfte verbündeter Nationen und unterstützt auch die ARFAllied Reaction Force beim Aufenthalt in Deutschland. Die Unterstützungsleistungen werden von Soldatinnen und Soldaten sowie zivilen Angehörigen der Bundeswehr erbracht. Sie sind kein Übungsbestandteil, sondern laufen als Realunterstützung ab.

Ausgehend vom Kernauftrag des Bündnisses – der Verteidigung seiner Mitgliedstaaten – ist Steadfast Dart rein defensiv anlegt. Teile der ARFAllied Reaction Force werden nach Abschluss der Verlegung gemeinsam mit deutschen Kräften bei Grand Quadriga und Northern Quadriga üben.

Das ist Quadriga

Das Übungscluster Quadriga ist eine bundeswehrgemeinsame Volltruppenübung, die seit 2023 jährlich stattfindet. Soldatinnen und Soldaten des Heeres, der Luftwaffe, der Marine, des Cyber- und Informationsraums sowie des Unterstützungsbereichs üben gemeinsam Operationen der Landes- und Bündnisverteidigung. Das erhöht die Einsatzbereitschaft der Truppe und sendet ein deutliches Signal: Die Bundeswehr und ihre NATONorth Atlantic Treaty Organization-Partner sind entschlossen und fähig, Deutschland und das Bündnisgebiet zu verteidigen.

Die Übungsserie fasst bereits bestehende und neue nationale Übungsvorhaben bundeswehrgemeinsam zusammen und bettet sie in multinationale Großübungen zur Verteidigung des NATONorth Atlantic Treaty Organization-Bündnisgebiets ein. Bei Quadriga 2023 stand die Dimension Luft im Vordergrund, bei Quadriga 2024 die Dimension Land. 2025 fokussierte sich Quadriga auf die Dimension See – ergänzt durch umfangreiche Verlegeübungen des Heeres an die NATONorth Atlantic Treaty Organization-Ostflanke.

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