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Cyber- und Informationsraum
Übungscluster Quadriga

NATONorth Atlantic Treaty Organization-Drehscheibe Deutschland: Das leistet die Teilstreitkraft CIRCyber- und Informationsraum

Übung

Wird die NATONorth Atlantic Treaty Organization angegriffen, ist Deutschland die logistische Drehscheibe des Bündnisses. Was dann militärisch zu tun ist, wird bei Quadriga 2026 geübt. Alle Teile der Bundeswehr leisten ihren Beitrag – auch der Cyber- und Informationsraum (CIRCyber- und Informationsraum). Sein Aufgabenspektrum reicht von sicheren Funknetzen über Geoinformationen bis zum Schutz vor Drohnen.

Ein Soldat steht an einer Anlage und arbeitet.

Der Service Delivery Point bietet sichere Kommunikationsverbindungen

Bundeswehr/Stefan Uj

Tausende einsatzbereite Soldatinnen und Soldaten sowie schweres Gerät bewegen sich durch Deutschland – eine logistische Mammutaufgabe und einer der Schwerpunkte des Übungsclusters Quadriga 2026. Das Cluster verknüpft die NATONorth Atlantic Treaty Organization-Großübung Steadfast Dart mit den Übungen Grand Quadriga, Northern Quadriga und Medic Quadriga und bereitet die Bundeswehr darauf vor, ihre Aufgaben im Bündnisfall effektiv und nahtlos zu erfüllen – von der schnellen Verlegung eigener Kräfte bis zur Unterstützung der NATONorth Atlantic Treaty Organization.

Die Teilstreitkraft Cyber- und Informationsraum stellt als Auge, Ohr und zentrales Nervensystem der Streitkräfte für den Bündnisfall unverzichtbare Fähigkeiten und Informationen bereit. Im Kontext von Quadriga gehören dazu sichere Kommunikationsnetzwerke, präzise Geoinformationen und der Schutz vor modernen Bedrohungen wie Drohnen. Was steckt dahinter?

Karten und Daten als Planungsgrundlage

Ob im eigenen Land oder im Ausland: Jede militärische Operation beginnt mit dem Blick auf eine Karte. Für Quadriga kommt das Kartenmaterial vom Zentrum Geoinformation der Bundeswehr (ZGeoBwZentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr), einer Dienststelle des CIRCyber- und Informationsraum. Allein für das Übungscluster verteilte das Zentrum über 800 analoge Karten im Maßstab 1:50.000 (taktische Ebene) und 1:100.000. Diese zeigen Truppenübungsplätze, Umschlagplätze, Rasträume und andere Gebiete, die essenziell für die Planung von Verlegung und Aufenthalt multinationaler Verbände in Deutschland sind. Daneben stellt das Zentrum für die Teilübung Northern Quadriga zum Schutz der Übungsanteile auf See hochauflösende Fernerkundungsdaten für ausgewählte Gebiete Norwegens zur Verfügung.

Digital ergänzt wird das Angebot durch das GISGeoinformationssystem-Portal „Host Nation Support“ des Geoinformationsdienstes der Bundeswehr. Es bietet Routing-Funktionen, Autobahn-Lokalisation, Straßen- und Brückendaten sowie Verkehrsinfrastrukturdaten: Informationen, die vor allem für verlegende Truppenteile wichtig sind. Bei der Übung Medic Quadriga unterstützt das Zentrum zudem die Ausplanung länderübergreifender sanitätsdienstlicher Rettungsketten für Verwundete – von der NATONorth Atlantic Treaty Organization-Ostflanke bis zum Krankenhaus. So entsteht ein gemeinsames Lagebild für Logistik, Sanitätsprozesse und multinationale Operationen.

Stabile Netze für die Sanität

Bei Medic Quadriga üben Sanitätsdienst und zivile Stellen das Zusammenspiel bei der medizinischen Versorgung vom Gefecht bis in die heimatnahe Klinik. Die beteiligten Kräfte beider Bereiche brauchen dafür rund um die Uhr zuverlässige Kommunikationsnetze. Hier kommt das Informationstechnikbataillon 281 mit dem sogenannten Service Delivery Point (SDPService Delivery Point) zum Einsatz. Die SatComSatellitenkommunikation-Komponente überträgt Daten satellitengestützt ins Heimatland sowie weltweit und wird ergänzt durch LTE-Mobilfunk oder Landleitungen. Durch diese vielfältigen Kommunikationswege stellt der SDPService Delivery Point ITInformationstechnik-Dienste für die militärisch Führung durchgängig sicher – skalierbar bis zur Divisionsgröße.

Schutz vor Drohnenüberflügen

Ein Radpanzer steht in einem Waldstück.

Der Transportpanzer Fuchs CG20+der EloKaElektronische Kampfführung-Kräfte im Einsatz: Schutz auch vor Drohnenüberflügen

Bundeswehr

Ausspähung, Störung oder Sabotage: Unbemannte Drohnen sind in der hybriden Kriegsführung eine ernstzunehmende Bedrohung. Nicht zur Übung, sondern ganz real unterstützte die Teilstreitkraft CIRCyber- und Informationsraum unter anderem den Medientag der Übung Steadfast Dart 2026. Hier war der Transportpanzer Fuchs CG20+ der EloKaElektronische Kampfführung-Kräfte im Einsatz, um das Gelände vor unerwünschten Drohnenüberflügen zu schützen.

Das System, das ursprünglich zur Bekämpfung funkferngesteuerter improvisierter Sprengvorrichtungen (IEDImprovised Explosive Device) entwickelt wurde, hat heute ein breiteres Anwendungsspektrum. Es kann:

Für eine funktionierende Drehscheibe Deutschland, über die alliierte Kräfte durch die Bundesrepublik an die NATONorth Atlantic Treaty Organization-Ostflanke verlegen, ist dieser Schutz essenziell. Der CG20+ ist Teil eines abgestimmten Wirkverbundes aus Aufklärung, Detektion und Wirkung – eine Kernaufgabe der Teilstreitkraft CIRCyber- und Informationsraum.

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