Rettungsstation der Bundeswehr
Die Rettungsstation ermöglicht die erste medizinische Versorgung.
- Gerätetyp:
- Mobile Sanitätseinrichtungen
- Streitkräfte:
- Unterstützungsbereich
Verletzte und Verwundete transportieren und versorgen: Während der Übung Medic Quadriga sind dafür die modernsten Fahrzeuge der Sanitätstruppe im Einsatz. Manche, wie etwa der Eagle V 6x6, erstmalig im größeren Stil. So sammeln die Soldatinnen und Soldaten wertvolle Erfahrung mit ihrem Material und ihrer Ausrüstung in realitätsnahen Szenarien.
Das neueste Fahrzeug zum Transport von Verwundeten ist der Eagle V 6x6. In ihm können Patienten – geschützt vor Beschuss und Minen – liegend oder sitzend transportiert werden.
Bundeswehr/Patrick Grüterich
Bei Medic Quadriga unterwegs auf Litauens Straßen ist der Eagle V 6x6. Der hoch geländegängige Allradler ist das neue mittel geschützte Sanitätskraftfahrzeug (mgSanKfz) der Bundeswehr. Mit diesem können die Sanitäterinnen und Sanitäter Verwundete und Verletzte aus Gebieten zu transportieren, in denen Fahrzeuge durch Beschuss besonders gefährdet sind. Die Fahrzeuge ermöglichen den qualifizierten Verwundetentransport im Gefecht. Der Eagle verbindet moderne Schutztechnologie mit umfangreicher medizinischer Ausstattung. Der geschützte Patientenraum erlaubt die Versorgung von zwei liegenden Verwundeten oder mehreren sitzenden Personen. Neben ballistischem Schutz verfügt das Fahrzeug über Minenschutz, eine leistungsfähige Klimatisierung sowie eine autarke Stromversorgung für medizinische Geräte.
Ein 314-PS-Dieselmotor, Allradantrieb und die lenkbare dritte Achse sorgen für hohe Geländegängigkeit und Beweglichkeit. Der zweckmäßig und übersichtlich gestaltete Innenraum ermöglicht den Sanitäterinnen und Sanitätern die kontinuierliche Überwachung und Stabilisierung ihrer Patienten während der Fahrt. Der Eagle V 6x6 ist noch relativ neu, die Einführung in die Truppe begann 2024. Er ersetzt ältere Systeme und ist ein wichtiger Schritt hin zu einer durchhaltefähigen, geschützten Rettungskette im Einsatz.
Soldaten zeigen den Transportraum des Sanitätskraftfahrzeugs Eagle V 6x6. Zwei liegende Patienten können hier medizinisch versorgt werden.
Bundeswehr/Patrick Grüterich
Wenn es schnell gehen muss: Rasch schaffen die Sanitätskräfte ihre Patienten in den Eagle und damit aus der Gefahrenzone.
Bundeswehr/Patrick GrüterichDie mobile Rettungsstation für die „Role 1“ – die erste Behandlungsebene – ist ein hochmobiles System der Bundeswehr zur notfallmedizinischen Erstversorgung am Gefechtsfeld oder in den Einsatzgebieten. Sie basiert auf dem Iveco Trakker 8×8, einem geschützten und mehrfach eingesetzten Lastkraftwagen der Bundeswehr. In der aufgebauten Rettungsstation können verletzte Soldatinnen und Soldaten erstmals chirurgisch und internistisch versorgt werden. Die Sanitätskräfte können den Zustand der Patientinnen und Patienten stabilisieren, um sie für die weitere Behandlung transportfähig zu machen.
Die Rettungsstation ist Teil der Modularen Sanitätseinrichtungen (MSEModulare Sanitätseinrichtung) der Bundeswehr und kann mit minimalem, logistischem Aufwand verlegt, errichtet und betrieben werden.
Ein medizinisch ausgestatteter Container mit Klimagerät und Stromerzeuger beinhaltet eine moderne Ausstattung für Notfallchirurgie und internistische Versorgung sowie Material und Ausrüstung ähnlich einer Notaufnahme im Krankenhaus. Innerhalb kurzer Zeit betriebsbereit, steht hiermit eine flexible mobile erste Anlaufstelle für Verwundete bereit. Das geschützte Fahrerhaus des Trägerfahrzeugs bietet außerdem Schutz für Besatzung und Ausrüstung unter Gefechtsbedingungen.
Schnell und sicher: Die mobile Rettungsstation kann der kämpfenden Truppe folgen. Schnell aufgebaut ist sie die erste Anlaufstelle für Verwundete.
Bundeswehr/Susanne Hähnel
Aufbau in Litauen: Während Medic Quadriga üben die Sanitäterinnen und Sanitäter auch den Einsatz ihrer mobilen Rettungsstation.
Bundeswehr/Susanne HähnelDer GTKGepanzertes Transport-Kraftfahrzeug Boxer SAN dient der Bundeswehr als modernes, schwer geschütztes Sanitätskraftfahrzeug (sgSanKfz). Der Sanitäts-Boxer kombiniert hohen Schutz und medizinische Versorgung für sitzende oder liegende Verwundete. Abhängig von der Konfiguration können drei Schwerverletzte auf Tragen oder bis zu sieben Leichtverletzte sitzend transportiert werden. Auch der Transport von zwei liegenden und drei sitzenden Patienten ist möglich. Die Schutz-, Mobilitäts- und Kommunikationsanlagen sind mit anderen GTKGepanzertes Transport-Kraftfahrzeug-Boxer-Varianten identisch, wie etwa denen des Heeres. Seit den 2010er-Jahren ist der Sanitäts-Boxer beim Sanitätsdienst der Bundeswehr eingeführt. Er bewährte sich bereits beim Bundeswehr-Einsatz in Afghanistan. Aktuell werden die Sanitäts-Boxer modernisiert. Die ersten Serienfahrzeuge der neueren Generation sollen ab 2028 geliefert werden.
Hat sich bewährt: Das Gepanzerte Transportkraftfahrzeug (GTKGepanzertes Transport-Kraftfahrzeug) Boxer ist seit mehr als 15 Jahren aus der Rettungskette nicht mehr wegzudenken.
Bundeswehr/Marco DorowDie Rettungsstation ermöglicht die erste medizinische Versorgung.
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