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Brigade Litauen: Verwendung

Soldaten fahren mit zwei GTK Boxern durch einen Wald

Bundeswehr/Marco Dorow

Dienst in der Brigade Litauen

Mehr als nur ein Dienstposten – Verwendung in der Brigade Litauen

Eine Verwendung in der Brigade Litauen bedeutet vor allem eines: Freiheit dort zu verteidigen, wo sie in Gefahr ist.

Dienen in der Brigade Litauen heißt Verantwortung übernehmen. Für das Bündnis, für Litauen, für die Sicherheit Europas. Die Soldatinnen und Soldaten der Panzerbrigade 45 tragen ihr Wappen zurecht mit Stolz: als Zeichen ihrer Entschlossenheit, gemeinsam mit Partnern Frieden und Freiheit zu verteidigen – da, wo sie in Gefahr sind. Auf dieser Seite gibt es Informationen und Hintergründe zu Verwendung, Verwendungsdauer, Verwendung zurück in Deutschland, Bewerbungsprozess und mehr.

Ein attraktiver Dienst: Vorteile und Anreize

Die Verwendung in Litauen ist eine sogenannte allgemeine Auslandsverwendung, kein Auslandseinsatz (beson-dere Auslandsverwendung) und keine integrierte Verwendung. Die Mindestverwendungsdauer beträgt ein Jahr und kann bis zu einer Dauer von sechs Jahren flexibel gehandhabt werden. Für allgemeine Auslandsver-wendungen gibt es ein umfangreiches und attraktives Grundpaket, beispielsweise steuerfreie Auslandsdienst-bezüge (Auslandszuschlag und Mietzuschuss), Zahlungen von Schulbeihilfen, Umzugskostenvergütung oder auch Auslandstrennungsgeld einschließlich Reisebeihilfen. Fragen wie ärztliche Versorgung oder Steuerpflicht für mitziehende Familienangehörige unterscheiden sich nicht von anderen Auslandsverwendungen im EU-Ausland.

Zusätzlich zu diesem Grundpaket wurden weitere Attraktivitätsmaßnahmen speziell für die Verwendung in der Brigade Litauen entwickelt. Der umfassende Attraktivitätskatalog wird für Bundeswehrangehörige in umfassen-der Form auf Ynside bereitgestellt. Einen Auszug der bereits umgesetzten Maßnahmen finden Sie hier:

Von Jobperspektiven für Partnerinnen und Partner, über kostenlose Sprachkurse, bis hin zu Karrierefragen – nähere Infos erhalten Sie über die Hotline.

Fragen und Antworten

Antworten auf die häufigsten Fragen zum Thema Dienst in Litauen gibt’s hier!

Wie wird das Personal für die Brigade ausgewählt?

Bei der Personalauswahl und -besetzung soll Freiwilligkeit grundsätzlich Vorrang haben. Reicht dieses Potenzial nicht aus, wird geeignetes Personal „proaktiv“ durch das BAPersBw identifiziert und angesprochen. Das „Freiwilligkeitsprinzip“ endet dann, wenn die Kriegstüchtigkeit der Brigade Litauen oder einzelner Organisationselemente gefährdet ist.

Wie läuft die Versetzung ab?

Die Verwendung in Litauen ist kein Auslandseinsatz, sondern eine sogenannte allgemeine Auslandsverwendung. Die Versetzung unterscheidet sich daher nicht von den üblichen Versetzungsprozessen an andere Auslandsdienststellen.

Wie lange wird die Panzerbrigade 45 in Litauen sein?

Die Brigade wird dauerhaft in Litauen stationiert sein, ein Ende ist derzeit nicht vorgesehen. Die Stehzeit für Personal ist individuell.

Wie lange dauert die Stationierung für die einzelnen Soldatinnen und Soldaten?

Die Verwendungsdauer im Ausland ist grundsätzlich befristet und beträgt in der Regel drei Jahre. Sofern keine Einschränkungen durch zwischenstaatliche Vereinbarungen, Absprachen oder festgelegte Organisationsmaßnahmen bestehen, kann die Verwendungsdauer aus dienstlichen Gründen und unter Berücksichtigung persönlicher Belange verkürzt oder verlängert werden. Die Mindestverwendungsdauer ist ein Jahr und soll, wenn immer möglich, zwei Jahre betragen. Sie wird durch BAPersBw flexibel – derzeit bis zu einer maximalen Dauer von sechs Jahren – gehandhabt.

Können auch Mitglieder anderer Teilstreitkräfte (abgesehen vom Heer) nach Litauen?

Auch in Litauen gibt es Dienstposten verschiedener Teilstreitkräfte. Bei Bedarf ist zudem eine Teilstreitkraftfremde Besetzung möglich.

Welche Dienstgradstruktur gibt es in der Panzerbrigade 45 – können sich Mannschaftsdienstgrade bewerben?

Ja, Mannschaftsdienstgrade können sich ausdrücklich für einen Dienst in der Panzerbrigade 45 melden. Die Brigade Litauen hat eine normale Brigadestruktur, wie Brigaden in Deutschland auch. Daher sind alle Dienstgradgruppen abgebildet.

Wo und wie kann ich mich bewerben?

Hier gibt es weitere Infos zur Bewerbung für die Brigade Litauen.

Was passiert, wenn ich einen Laufbahnwechsel anstrebe?

Bei positiver Auswahl wird es zu einer Rückversetzung nach Deutschland kommen.

Können Reservistinnen und Reservisten auch in Litauen dienen beziehungsweise gibt es Möglichkeiten für Reservedienstleistungen vor Ort?

Aktuell nein, das soll aber mittelfristig geändert werden. Hierzu werden weitere Informationen auf dieser Seite folgen.

Panzerbrigade 45 – Kern der Brigade Litauen

Die Panzerbrigade 45 fügt sich als Großverband höchster Einsatzbereitschaft in die Pläne der NATO ein und trägt damit zur Stärkung der Vorneverteidigung bei. Die Brigade wird aus drei Kampfverbänden sowie weiteren Kampf- und Unterstützungselementen auch anderer Teilstreitkräfte und Organisationbereiche bestehen, unter anderem: Sanitätsdienst und Logistik, Feldjäger, Verwaltung, Militärseelsorge und Führungsunterstützung.

Den Kern bilden zwei bestehende Kampftruppenbataillone des Deutschen Heeres: Das Panzergrenadierbataillon 122 aus dem bayerischen Oberviechtach sowie das Panzerbataillon 203 aus Augustdorf in Nordrhein-Westfalen. Damit ist die Wahl auf zwei bewährte Kampftruppenverbände gefallen, die mit ihren Hauptwaffensystemen, dem Schützenpanzer Puma und dem Kampfpanzer Leopard 2, eine kampfkräftige Verstärkung für die Ostflanke der NATO bilden werden. Das Panzergrenadierbataillon 122 und das Panzerbataillon 203 werden geschlossen und dauerhaft nach Litauen verlegen. Als drittes Kampftruppenbataillon wird die heutige enhanced Forward Presence Battle Group/Multinational Battlegroup Lithuania integriert und umgegliedert.

Mit der Zeremonie am 1. April 2025 erhielt der bisherige Aufstellungsstab der Brigade die Funktion und den Auftrag eines regulären Brigadestabes. Damit wurde auch die Brigade selbst ins Leben gerufen. Die Führungseinrichtung ist bereits voll einsatzbereit. Die vollständige Einsatzfähigkeit oder auch Kriegstauglichkeit soll die Brigade bis 2027 erreichen. Die Brigade Litauen wird künftig rund 5.000 Soldatinnen und Soldaten sowie zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter umfassen. Sie ist bereits fest in das Deutsche Heer integriert und untersteht der 10. Panzerdivision, einer von vier Divisionen des Heeres.

Machen, was wirklich zählt

Das offizielle Wappen, das jede Soldatin und jeder Soldat der Panzerbrigade 45 von nun an auf der Uniform trägt, zeigt einen schwarzen Stauferlöwen und den Gediminas-Turm in Vilnius. Der Löwe symbolisiert die Zugehörigkeit zur 10. Panzerdivision und deren Verteidigungsbereitschaft. Das städtische Wahrzeichen verdeutlicht die enge Partnerschaft mit Litauen. Zusätzlich krönt ein gerades Schwert mit Jagiellonenkreuz das Zentrum des Wappens – symbolisch für den Verteidigungsauftrag, den die Brigade zum Schutz Litauens und des NATO-Bündnisgebietes innehat.

Ein Aufsteller mit Wappen steht auf einem Platz. Im Hintergrund viele angetretene Soldaten.

Löwe, Turm und Schwert: Das Wappen der Panzerbrigade 45, besser bekannt als Brigade Litauen, aufgestellt auf dem Paradeplatz in Kaunas.

Bundeswehr/Maximilian Schulz

Das Wappen enthält die Nationalfarben der Bundesrepublik Deutschland sowie die Farben der Republik Litauen – Gold, Grün, Schwarz, Rot. Dies ist ein Ausdruck für die enge Bindung der Brigade Litauen zur ihrer Gastnation, mit deren Schutz sie vom deutschen Volk beauftragt wurde.

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