CARE - Medienpädagogisches Lehr-Forschungsprojekt

Unterstützung der Familien von Bundeswehrangehörigen bei schulischem Lernen und bei der Freizeitgestaltung.

Gestellte Bildszene mit Laptop, Wasserglas, Notizbuch, Schreibstift und Zirkel
UniBw München/Pipo-Riß

Studierende helfen Schülerinnen und Schülern

Das Projekt CARE (Concept for Advancement and Reinforcement in Education for Families and Students) verbindet familienunterstützende Maßnahmen mit Wissenschaft und wird als Lehr-Forschungsprojekt gemeinsam mit Studierenden an der Universität der Bundeswehr München realisiert. Das Angebot richtet sich grundsätzlich an alle Beschäftigten der Bundeswehr mit schulpflichtigen Kindern.

Homeschooling, Auslandseinsätze, berufliche oder private Probleme – es gibt unterschiedlichste Anlässe, wegen derer Familien mit schulpflichtigen Kindern in Belastungssituationen geraten können. Hier soll das Projekt CARE helfen, das unter Nutzung digitaler Medien Unterstützung anbietet. Es wurde an der Universität der Bundeswehr München unter Leitung von Prof. Dr. Manuela Pietraß entwickelt und enthält drei Programmbereiche:

  • Informationen wie Links zu Homeschooling-Portalen und pädagogisch hochwertigen Angeboten zur Freizeitgestaltung,
  • Beratung wie Online-Lernhilfen und Expertensprechstunden,
  • Vernetzung zur gegenseitigen Unterstützung der Familien untereinander.

Eine Besonderheit des Programms ist die Online-Lernhilfe durch Studierende der Universität der Bundeswehr München. Sie begleiten Kinder von Bundeswehrangehörigen bei den Hausaufgaben und Prüfungsvorbereitungen, wirken so Lerndefiziten entgegen und entlasten die Eltern beim Homeschooling. Diese Nachhilfe ist familienunterstützende Maßnahme und universitäres Projekt zugleich: Denn die Studierenden sollen auch für sich selbst profitieren, indem sie durch Lehren selbst lernen. Dieser Bereich ist zunächst nur für einzelne Familien in der Grundschulphase zugänglich und soll nach einer Pilotphase inhaltlich auf die weiterführenden Schulen ausgebaut sowie organisatorisch möglichst allen bedürftigen Familien angeboten werden.

Hilfe zur Selbsthilfe als digital basiertes Konzept

Auf einer bundeswehreigenen sozialen Plattform erhalten Eltern die Möglichkeit, sich miteinander zu vernetzen. Sie können Erfahrungen und Informationen austauschen und sie sollen dazu angeregt werden, sich gegenseitig zu helfen: Eine Mutter liest den eigenen und anderen Kindern etwas vor oder Eltern organisieren eine gemeinsame Aktion zur gegenseitigen technischen Hilfe beim Homeschooling. Diese Angebote sind darauf ausgerichtet, dass sie zeitsynchron ablaufen, sodass z.B. die Kinder durch die Live-Situation interaktiv eingebunden sind. Im Rahmen einer digitalen Veranstaltungsreihe werden praktische Tipps und Experten-Beratung zu Themen wie „Meine Hausaufgaben mache ich später!“ oder „Lernen beim Gamen?“ gegeben.

Links zu Homeschooling-Projekten, zu qualitätshaltigen Unterhaltungs- und Informationssendungen sowie pädagogischen Freizeitangeboten geben Informationen weiter, die einer redaktionellen Qualitätssicherung unterliegen und auf Plattformen der Bundeswehr angeboten werden. Wirtschaftliche Interessen Dritter an Datenerhebung und -nutzung, wie bei öffentlichen sozialen Medien, sollen so ausgeschlossen werden.

Möglich ist CARE nicht zuletzt aufgrund der studierenden Soldatinnen und Soldaten.  Das Programm wächst mit der Beteiligung seiner Nutzenden, es startet mit einem Teilprogramm, das langsam ausgebaut wird und von allen Nutzenden mitgestaltet werden kann.

Die Auftaktveranstaltung ist am 23. Februar durch Prof. Dr. Manuela Pietraß in Form einer Onlinepräsentation mit einem ersten ausgewählten Personenkreis bestehend aus Multiplikatoren der Betreuungsbüros der Bundeswehr sowie einzelnen -bereits angemeldeten- Familien, erfolgreich durchgeführt worden.

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