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Fliegerhorst Nordholz

Sturmgeschütz wird im Deutschen Panzermuseum als Bodenfund gezeigt

Sturmgeschütz wird im Deutschen Panzermuseum als Bodenfund gezeigt

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Mehr als 80 Jahre hatte es im Sandboden auf dem Fliegerhorst Nordholz überdauert, dann wurde das Sturmgeschütz III aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden und geborgen. Im Sommer soll es nun ins Deutsche Panzermuseum Munster überführt, dort konserviert und später auch der Öffentlichkeit gezeigt werden.

Ein alter, verrosteter Panzer steht im Gelände.

Nur ein bisschen Flugrost: Das in Nordholz gefundene Sturmgeschütz III ist nach 80 Jahren im Boden in erstaunlich gutem Zustand. Die Geschützblende an der Kanone weist es als späte Baureihe dieses für die Wehrmacht wichtigen Fahrzeugs aus.

MHMBw Dresden/Penzel

Der Fund eines gut erhaltenen Sturmgeschützes der Wehrmacht bei Bauarbeiten am Fliegerhorst Nordholz hatte im Mai 2026 bundesweit Schlagzeilen gemacht. Inzwischen wurde das Fahrzeug geborgen, und auch seine nähere Zukunft ist nun klar – es wird ausgestellt. Götz Ulrich Penzel leitet die Abteilung Sammlung/Forschung am Militärhistorischen Museum der Bundeswehr (MHMBw) in Dresden und hat sich das Weltkriegsrelikt in Nordholz bereits angesehen. „Das Sturmgeschütz ist am 1. Juni geborgen worden und momentan noch auf dem Fliegerhorst abgestellt. Seine nächste Station wird das Deutsche Panzermuseum in Munster sein“, so Penzel.

Sturmgeschütz kommt ins Panzermuseum nach Munster

In Zusammenarbeit mit den zuständigen Behörden Niedersachsens müsse das Sturmgeschütz zunächst unter anderem auf Gefahrenstoffe untersucht werden. „Außerdem muss ausgeschlossen sein, dass die Hauptwaffe auch nur theoretisch schussfähig ist“, erklärt Penzel. Derzeit seien noch Details zum Abtransport zu klären, bevor das Panzerfahrzeug voraussichtlich im August nach Munster verbracht werde. „Dort werden dann die erforderlichen Konservierungsmaßnahmen durchgeführt. Ein Wiederaufbau oder die Ergänzung fehlender Teile ist aktuell nicht vorgesehen.“

Fahrzeug wird konserviert und als Bodenfund präsentiert

Stattdessen soll das Sturmgeschütz zunächst als Leihgabe in der Lehrsammlung der Panzertruppenschule in Munster als Bodenfund präsentiert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. „Perspektivisch werden wir es auch in Dresden zeigen, einen konkreten Zeitplan gibt es dafür aber noch nicht“, so Penzel. Das MHMBw Dresden ist das Leitmuseum im Museums- und Sammlungsverbund der Bundeswehr mit Außenstellen unter anderem in Berlin-Gatow und auf der Festung Königstein. Auch einige Exponate des Deutschen Panzermuseums gehören dem MHMBw und sind in Munster als Leihgaben zu sehen.

Das Nordholzer Sturmgeschütz (StuG) ist ein Panzer in Kasemattbauweise auf dem Fahrgestell des Panzerkampfwagens III. Das heißt: Statt eines drehbaren Turms verfügte das StuG III über einen stark gepanzerten Aufbau, der die Aufnahme eines für die damalige Zeit leistungsfähigen Geschützes im Kaliber 7,5 Zentimeter ermöglichte. Tausende dieser Panzerfahrzeuge wurden im Zweiten Weltkrieg von der Wehrmacht eingesetzt. Der Bodenfund kann anhand sichtbarer Details wie der Geschützblende als späte Ausführung identifiziert werden. Der außerordentlich gute Erhaltungszustand nach mehr als 80 Jahren ist offenbar dem Sandboden zu verdanken.

von Markus Tiedke

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