Sommerreise

Ministerin Lambrecht besucht Wehrwissenschaftliches Institut in Erding

Ministerin Lambrecht besucht Wehrwissenschaftliches Institut in Erding

  • Forschung
  • Wehrwissenschaftliches Institut für Werk- und Betriebsstoffe
Datum:
Ort:
Erding
Lesedauer:
3 MIN

Betriebsstoffe, 3D-Druck, Farben, Lacke, Chemikalien und Bekleidung: Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht überzeugte sich während ihres Besuches nicht nur von den Kernfähigkeiten des Wehrwissenschaftlichen Institutes für Werk- und Betriebsstoffe (WIWeBWehrwissenschaftliches Institut für Werk- und Betriebsstoffe). Sie eröffnete auch das neue Innovationslabor System Soldat am WIWeBWehrwissenschaftliches Institut für Werk- und Betriebsstoffe.

Eine Frau und ein Mann stehen in einer Halle auf einem blauen Teppich und posieren für die Kamera.

Ministerin Lambrecht und der Leiter des WIWeBWehrwissenschaftliches Institut für Werk- und Betriebsstoffe Dr. Jens Ortner bei der Einweihung des Innovationslabors

Bundeswehr/Michael Seidel

„Ich habe heute die Gelegenheit gehabt, an vielen praktischen Beispielen zu sehen, wie die Forschungsaktivitäten hier am WIWeb zur Sicherheit der Soldatinnen und Soldaten beitragen und wie schnell diese Maßnahmen dann in die praktische Umsetzung gehen. Ich freue mich sehr, bei dieser Gelegenheit das neue Innovationslabor System Soldat hier am Standort einweihen zu können“, sagte die Bundesministerin der Verteidigung.

In dem neu eröffneten Technologiezentrum wird der stetig steigenden Innovationsgeschwindigkeit durch die Zusammenfassung der verschiedenen Technologiefelder zu Ausrüstungs- und Forschungsaktivitäten Rechnung getragen. Personalisierte und digitalisierte Ausrüstung der Soldatinnen und Soldaten stehen hier im Mittelpunkt. Gemeinsam mit nationalen Partnern aus der Rüstungsindustrie sowie zahlreichen bundeswehrinternen und externen Forschungseinrichtungen werden in diesem Bereich die Analyse, Beratungs- und Urteilsfähigkeit durch eine systemübergreifende Betrachtung sicherstellt. In der Folge können Innovationen und technologische Änderungen schneller in die Bundeswehr eingebracht werden.

Gruppenfoto von vielen Personen, die in einer Halle auf einem blauen Teppich stehen.

Ministerin Lambrecht im Kreis der Belegschaft des WIWeBWehrwissenschaftliches Institut für Werk- und Betriebsstoffe nach der Einweihung des Innovationslabors Soldat

Bundeswehr/Maria Aigner

Exzellente Forschung auf vielen Gebieten

Das WIWeBWehrwissenschaftliches Institut für Werk- und Betriebsstoffe forscht auf vielen Gebieten und unterstützt die Bundeswehr intensiv im Bereich der Nutzung. Bekannt geworden ist das Wehrwissenschaftliche Institut unter anderem durch das hauseigene Forschungszentrum für den 3D-Druck. Dass bei der sogenannten additiven Fertigung Forschung und Nutzung Hand in Hand gehen, zeigt der Einsatz eines 3D-Druckers in Afghanistan.

Der Institutsleiter Direktor und Professor WIWeBWehrwissenschaftliches Institut für Werk- und Betriebsstoffe Dr. Jens Ortner führte Ministerin Lambrecht durch die verschiedenen Labore der Forschungseinrichtung. Er verwies darauf, dass das WIWeBWehrwissenschaftliches Institut für Werk- und Betriebsstoffe eine akkreditierte Ressortforschungseinrichtung der Bundeswehr ist, die vom Deutschen Wissenschaftsrat sehr erfolgreich evaluiert wurde. Am Beispiel der Auszeichnung mit dem „Adhesion Innovation Award“ einer jungen Wissenschaftlerin des Institutes verdeutlichte Ortner die Tatsache, dass in Erding in vielen, zum Teil unbekannten Gebieten erfolgreich geforscht wird: Werkstoffe, Bauweisen, Bekleidung, System Soldat, Betriebsstoffe und neue Energieträger. So forschen Mitarbeitende an synthetischen Flugkraftstoffen oder an der Gewinnung flüssiger Energieträger aus Kunststoffabfällen und der Wasserstoffspeicherung. Ministerin Lambrecht zeigte sich beeindruckt: „Ich konnte mir heute einen sehr guten Überblick darüber verschaffen, wie die gesamte Bandbreite der hier am Standort vorangetriebenen Entwicklungen sich unmittelbar sowohl auf die Aufgaben der Bundeswehr im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung als auch für die Sicherheit unserer Soldatinnen und Soldaten im Einsatz auswirkt und somit Leben schützen!“

Wichtige Rolle bei der Forschung

Für Verteidigungsministerin Lambrecht war es besonders wichtig, sich einen Einblick in die Rolle des WIWeBWehrwissenschaftliches Institut für Werk- und Betriebsstoffe bei der Beschaffung der persönlichen Ausrüstung zu verschaffen.

Vier Frauen stehen an einem Stand mit Bundeswehrbekleidung sowie Schutzausstattung und unterhalten sich.

Die Vorstellung von maßgeschneiderter Bekleidung und Schutzausstattung führte zu lebhaftem Austausch der Ministerin mit den Expertinnen

Bundeswehr/Michael Seidel

„Mit dem eingerichteten Sondervermögen für die Bundeswehr in Höhe von 100 Milliarden Euro waren wir sehr frühzeitig in der Lage, die Beschaffung von persönlicher Ausrüstung für alle Soldatinnen und Soldaten schnell einzuleiten! Dennoch müssen wir hier schneller werden, Knoten lösen, um unsere Bundeswehr fit für ihren Kernauftrag der Landes- und Bündnisverteidigung zu machen“, so die Ministerin. Sichtlich beeindruckt war Lambrecht von den Möglichkeiten der „Smart Textiles“. Mit der in Textil integrierten Sensorik kann der physiologische Zustand von Soldaten überwacht, Daten transportiert, Flüssigkeiten identifiziert, der Soldat geheizt und gekühlt werden.

Für die Ministerin waren bei dem Besuch aber nicht nur die die praktischen Forschungsbeispiele wichtig. In einem Gespräch den mit Beschäftigten des WIWeBWehrwissenschaftliches Institut für Werk- und Betriebsstoffe tauschte sich Christine Lambrecht intensiv aus.

WIWeb liefert Expertise für die Bundeswehr

„Als Technologiezentrum ist das WIWeBWehrwissenschaftliches Institut für Werk- und Betriebsstoffe mit allen Teilen der Bundeswehr, zivilen Forschungseinrichtungen, der wehrtechnischen Industrie, europäischen und außereuropäischen Partnern vernetzt, um für die Bundeswehr die bestmögliche Expertise und technologische Ausstattung vorzuhalten“, lobte Lambrecht die Mitarbeitenden der Dienststelle. „Durch Ihre fachtechnische Expertise bei Beschaffungen und Entwicklungen werden unter anderem Risiken für unsere Soldatinnen und Soldaten minimiert“, hob die Verteidigungsministerin noch einmal die Fähigkeiten des Institutes zum Ende ihres Besuches im Rahmen der diesjährigen Sommerreise hervor.

Pressestatement der Bundesministerin der Verteidigung Christine Lambrecht während ihres Besuchs beim WiWeB in Erding
von PIZ AIN   E-Mail schreiben

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