Cyber- und Informationsraum

Das Cyber-Sicherheits-Bewusstsein schärfen - Der IT-Sicherheitsbeauftragte

Das Cyber-Sicherheits-Bewusstsein schärfen - Der IT-Sicherheitsbeauftragte

  • Menschen
  • Cyber- & Informationsraum
Datum:
Das Portraitbild des Soldaten Oberleutnant Alexander Kipp

Oberleutnant Alexander Kipp, IT-Sicherheitsbeauftragter im Informationstechnikbataillon 281

Bundeswehr/Martina Pump

Bewusstsein schaffen - Eine Grundvoraussetzung der Informationssicherheit.

Ein angeschlossener privater USB-Stick, das heruntergeladene Bildbearbeitungsprogramm oder die Weiterleitung der eigenen, mit einem Virus infizierten Mail – die Möglichkeiten für eine Gefährdung der eigenen IT-Systeme der Bundeswehr sind vielfältig. Um diesen Gefahren zu begegnen, gibt es in jeder Dienststelle der Bundeswehr IT-Sicherheitsbeauftragte, die für die Einhaltung der Bestimmungen Sorge tragen und für die Sicherheit der Bundeswehrnetze verantwortlich sind.

Zwingende Grenzen

Kipp beim Vortrag

IT-Sicherheitsbeauftragter Oberleutnant Alexander Kipp führt eine IT-Sicherheitsschulung mit Soldatinnen und Soldaten des Informationstechnikbataillons 281 durch. Ziel ist es, ihr Bewußtsein für Cyber-Sicherheit zu schärfen

Bundeswehr/Martina Pump

Oberleutnant Alexander Kipp ist als IT-Sicherheitsbeauftragter im IT-Bataillon 281 in Gerolstein verantwortlich für die IT-Sicherheit in seinem Bataillon. Kipp ist es besonders wichtig, ein größeres Bewusstsein zu schaffen, dass -Sicherheit in der Bundeswehr keine Arbeitserschwernis oder reiner Selbstzweck ist, sondern Grundvoraussetzung für die sichere und reibungsfreie Auftragserfüllung ist. „Manche der Angehörigen des Bataillons sehen mich als den Spielverderber, der all die tollen Sachen verbietet und den Dienstalltag erschwert“, so Kipp. „Doch darum geht es nicht. Ich muss ständig den Spagat schaffen, zwischen der Sicherheit des IT-Systems und dem bestmöglichen Nutzen des Systems für den einzelnen Soldaten. Und da gibt es eben zwingende Grenzen.“


Jeder trägt seinen Teil dazu bei

 „Dieses Grundverständnis versuche ich bei meinen Vorträgen zu vermitteln“, erzählt Kipp. „ Leider ist es ja oft tatsächlich der Mensch selbst, der für die IT-Sicherheit die größte Schwachstelle ist.“ Kipp informiert deshalb die Angehörigen des Bataillons regelmäßig über neueste Entwicklungen und bildet sie in diesem Bereich weiter. „Nur wenn jeder einzelne auf die IT-Sicherheit achtet und wir die Cyber-Awareness jedes Einzelnen erhöhen, können wir es schaffen, die IT-Systeme der Bundeswehr sicherer zu machen“, sagt Kipp. „Es trägt jeder seinen Teil dazu bei – an seinem eigenen Dienstrechner und an seinem Großgerät.“

Wichtigster Berater zur IT-Sicherheit

„Doch das ist nicht meine einzige Aufgabe“, so Kipp weiter. „Ich bin Berater und die rechte Hand meines Kommandeurs in allen Fragen der IT-Sicherheit.“ So ist Kipp bei jeder Entscheidung, die die IT-Sicherheit betrifft beratend tätig. „Ich prüfe zum Beispiel bei jeder Übung, ob irgendetwas die IT-Sicherheit gefährden könnte, wenn wir diese wie geplant durchführen und unsere Systeme vernetzen“, erläutert Kipp. „Dabei vertraut mir mein Kommandeur, denn ich bin immer mit den neusten Informationen zur IT-Sicherheit versorgt.“

Vier Soldaten in einem Raum bei einem Beratungsgespräch

Kipp berät die militärische Führung

Bundeswehr/Martina Pump


Enge Zusammenarbeit

Diese Updates erhält Kipp von seinen fachlich vorgesetzten Dienststellen wie zum Beispiel dem Zentrum für Cyber-Sicherheit der Bundeswehr. „Es ist ein Geben und Nehmen“, sagt Kipp. „Ich versorge meine fachlich vorgesetzten Dienststellen mit einem Lagebild vor Ort und im Gegenzug stehen mir diese immer mit Rat und Tat zur Seite – auch rund um die Uhr zum Beispiel mit einer Hotline.“ Kipp ist so der verlängerte Arm der IT-Sicherheitsorganisation der Bundeswehr vor Ort und eine wesentliche Stütze und Informationsquelle zu Vorkommnissen und Sicherheitslücken für die IT-Gesamtorganisation. Er und die anderen IT-Sicherheitsbeauftragte vor Ort wissen am besten über die aktuelle Lage in der Truppe Bescheid und erfahren oft als erste von Sicherheitsproblemen. Zudem arbeitet Kipp eng mit allen anderen IT-Sicherheitsbeauftragten zusammen. „Oft stehen wir vor den gleichen Herausforderungen und oft hat jemand anderes dazu schon Lösungen“, so Kipp. „Dann macht es wenig Sinn das Rad völlig neu zu erfinden.“

IT-Fachmann

 „Um diese Aufgabe sinnvoll zu erfüllen, ist Expertise im Bereich der ITInformationstechnik dringend gefragt. „Ich habe Informatik bei der Bundeswehr studiert und bin dann in verschiedensten Lehrgängen zum IT-Spezialisten ausgebildet worden“, erzählt Kipp. „Mein IT-Fachwissen haHektarb ich auch bereits in einem Auslandseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan einbringen können.“ Kipp war dort als Change Manager verantwortlich für sämtliche Änderungen am IT-System vor Ort. „Danach bin ich auf zwei weiteren Lehrgängen auf meine Aufgabe als IT-Sicherheitsbeauftragter vorbereitet worden“, so Kipp. „Inhalte waren zum Beispiel die verschiedensten Regelungen und Vorschriften im Bereich der Cyber-Security.“

IT-Sicherheit als Hauptaufgabe

Der Stellenwert der IT-Sicherheit nimmt in der Bundeswehr fast täglich zu, denn Cyber-Angriffe auf die Bundeswehr sind schon lange keine Fiktion mehr sondern bittere Realität. „Viele der IT-Sicherheitsbeauftragten in der Truppe sind leider immer noch nur in Nebenfunktion eingesetzt“, sagt Kipp. „Dies ist bei mir zum Glück anders. Ich habe bereits als alleinige Aufgabe die IT-Sicherheit in meiner Dienststelle“.  Kipp kann sich so ganz auf seine Hauptaufgabe konzentrieren und leistet einen wesentlichen Baustein die Bundeswehr vor möglichen Cyber- Angriffen zu schützen. „Ich weiß um die Verantwortung“, sagt Kipp. „Denn eine Schwachstelle zu übersehen, kann Auswirkung auf die gesamte Bundeswehr haben. Bis jetzt haben wir das im Zusammenspiel mit allen anderen Dienststellen verhindert. Und wir arbeiten intensiv daran, dass dies auch so bleibt.“

von Sebastian Wanninger  E-Mail schreiben

weitere Meldungen

Nutzen Sie bitte nachfolgend die Pfeiltasten (links/rechts) um zum vorherigen/nächsten Slide zu springen. Nutzen Sie die Tabtaste um innerhalb des aktiven Slides Elemente (wie Links) anzuspringen.

  • Menschen
  • Cyber- & Informationsraum

Von Beruf Kryptologe: Hauptmann Michael Pfaudler

  • Cyber-Sicherheit
  • Cyber- & Informationsraum

Wächter im Netz – rund um die Uhr

  • Menschen
  • Cyber- & Informationsraum

IT-Forensik: Die Datenretterin

  • Menschen
  • Cyber- & Informationsraum

Der Schwachstellensucher im Cyber- und Informationsraum

  • Menschen
  • Cyber- & Informationsraum

Dr. Nana K.A. Baidoo: Rechtsanwalt und Reservist

  • Menschen
  • Cyber- & Informationsraum

Ein Wetterberater für Mali-Oberleutnant Kalifa Diarra

  • Menschen
  • Cyber- & Informationsraum

Herr über 93.000 Karten

  • Munster

Sie verlassen jetzt das Slide Modul. Drücken Sie die Tabtaste zum Fortfahren oder navigieren Sie andernfalls einfach weiter mit den Pfeiltasten.