Heer

Neuer Kommandeur besucht seine Gebirgsjägerbataillone

Neuer Kommandeur besucht seine Gebirgsjägerbataillone

  • Ausbildung
  • Heer
Datum:
Ort:
Bad Reichenhall
Lesedauer:
2 MIN

Oberst Maik Keller, der neue Kommandeur der Gebirgsjägerbrigade 23, ist kürzlich quer durch Bayern geist. Dabei lernte er seine ihm unterstellten Bataillon kennen.

Luftbildaufnahme mit Militärfahrzeugen auf einem großen Platz

Eine statische Fahrzeugschau erwartet Oberst Maik Keller in der Füssener Allgäu-Kaserne.

Bundeswehr

Keller hat am 23. April das Kommando über die Gebirgsjägerbrigade 23 „Bayern“ von Brigadegeneral Jared Sembritzki übernommen. Die Brigade bildet mit circa 5.300 Soldaten den Kern der Gebirgstruppe der Bundeswehr und ist an den Standorten Bad Reichenhall, Bischofswiesen, Mittenwald, Ingolstadt und Füssen beheimatet.

Die aktuelle Coronakrise bestimmte die Rahmenbedingungen der Besuche. Es gab keine großen Appelle wie sonst üblich. Diese hätten sich aufgrund des vorgeschriebenen Mindestabstands schwierig gestaltet.

Erste Station war Füssen

Die Soldatinnen und Soldaten des  Gebirgsaufklärungsbataillons 230 und des Gebirgsversorgungsbataillons 8 in Füssen im Allgäu präsentierten sich bei Kellers Besuch von ihrer besten Seite. Bei einer statischen Geräteschau und bei der Ausbildung am Simulator des Spähwagens Fennek erläuterten sie dem neuen Brigadekommandeur mit Stolz ihr tägliches Handwerk.

Nächstes Ziel des Kommandeurs war der Truppenübungsplatz im fränkischen Wildflecken. Dort absolvierte das Gebirgsjägerbataillon 232 aus Bischofswiesen Mitte Mai seine einsatzvorbereitende Ausbildung. Die für den MINUSMAMultidimensionale Integrierte Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali-Einsatz in Mali vorgesehenen Struber Jager konnten Keller ihre Gefechtstauglichkeit unter Beweis stellen.

Wieder auf dem Weg Richtung Süden machte der neue Brigadekommandeur halt beim Gebirgspionierbataillon 8 in Ingolstadt. Zurück an alter Wirkungsstätte: Keller war von 2012 bis 2015 Kommandeur des Bataillons. Der im September 2019 in Betrieb genommene neue Kletterturm war ein Highlight bei der Vorstellung des Bataillons.

Brendten-Feier im kleinsten Kreis

Soldaten stehen an einem Hügel vor einem Ehrenmal.

Ungewohntes Bild am Hohen Brendten: Wo sonst Hunderte Teilnehmer und Gäste der Toten gedenken, konnte die Feier dieses Jahr wegen Corona nur im kleinen Rahmen stattfinden.

Bundeswehr/Fachmedienzentraum AusbZInf/AusbStpGebWiKpf

Das vorletzte Ziel seiner Reise führte Oberst Keller in das Werdenfelser Land nach Mittenwald. Neben der Vorstellung des Gebirgsjägerbataillons 233 und einem Besuch des Ausbildungsstützpunktes Gebirgs- und Winterkampf gab es für den Brigadekommandeur einen weiteren wichtigen Termin: Zum 63. Mal fand am Ehrenmal auf dem Hohen Brendten ein Gedenken an die Gefallenen und die Opfer der beiden Weltkriege sowie an die gefallenen Angehörigen der Gebirgstruppe der Bundeswehr statt. Aufgrund der geltenden Auflagen und Hygienebestimmungen konnte die Zeremonie nur im kleinsten Kreis stattfinden. Zum Schluss besuchte Keller das Gebirgsjägerbataillon 231. In der Kapelle der Hochstaufen-Kaserne in Bad Reichenhall wurde eines kürzlich bei einem Bergunfall zu Tode gekommenen Kameraden gedacht.

Lob für vorbildliche Auftragserfüllung

Neben den Vorstellungen der Bataillone durch die Kommandeure, fanden an allen Standorten Gesprächsrunden mit dem Führungspersonal der einzelnen Kompanien statt. In Bereichen, in denen der Mindestabstand nicht eingehalten werden konnte, trugen die Soldaten ihre Mund- und Nasenbedeckung.

Der Brigadekommandeur zeigte sich sehr zufrieden mit der Leistungsfähigkeit der Verbände und der hohen Motivation seiner Soldatinnen und Soldaten, die trotz der Corona-Auflagen ihren Auftrag vorbildlich erfüllen. „Der offene Meinungsaustausch mit dem Führungspersonal der Bataillone und die zielgerichteten Einweisungen der Stäbe gaben mir einen sehr guten Einblick in die jeweilige Lage vor Ort“, bilanzierte Keller seine Rundreise.

von Christian Kunerl und Mona Kloppenburg

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