Heer

Heeresflieger der NATO vertiefen ihre Kooperation

Heeresflieger der NATO vertiefen ihre Kooperation

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Datum:
Ort:
Celle-Wietzenbruch
Lesedauer:
3 MIN

Ziel des Framework Nations Concepts der NATONorth Atlantic Treaty Organization ist es, die militärische Zusammenarbeit zu vertiefen. Zum zweiten Mal trafen sich daher Vertreter verschiedener Partnernationen. Die Soldatinnen und Soldaten besichtigten zwei Ausbildungszentren für Hubschrauberpiloten in Celle und Bückeburg und berieten über gemeinsame Projekte.

Zwei Piloten sitzen im Cockpit eines Hubschraubers.

Luftbeweglichkeit, Lufttransport und Ausbildung: Deutschland kann mit seinen Fähigkeiten punkten.

Bundeswehr/Christian Vierfuß

Deutschland hat als Rahmennation des Framework Nations Concept (FNCFramework Nations Concept) unter anderem die Führung für die Weiterentwicklung des Fähigkeitsclusters „Hubschrauberführergrundausbildung“ der NATONorth Atlantic Treaty Organization übernommen. Im November trafen sich daher Soldaten aus elf Nationen, um den Ausbau dieser Zusammenarbeit zu vertiefen. Sie machten sich sowohl am Ausbildungs- und Übungszentrum Luftbeweglichkeit in Celle als auch am Internationalen Hubschrauberausbildungszentrum in Bückeburg ein Bild über die Fähigkeiten und die Infrastruktur der beiden Dienststellen. Jeder soll von den Fähigkeiten der anderen profitieren, Expertise effektiv gebündelt werden.

Fähigkeiten der Partner ergänzen sich

Zwei Soldaten stehen an einem Hügel und schauen zu den Fallschirmjägern am Himmel.

Kaum eine Nation verfügt über alle militärischen Fähigkeiten allein.

Bundeswehr/Gerrit Burow

Das Ziel – ein luftbeweglicher Gefechtsverband

Mehrere Soldaten tragen einen Verwundeten über eine Wiese zu einem Mehrzweckhubschrauber NH-90.

Bei der Organisation des Verwundetentransportes mit Hubschraubern wollen die NATONorth Atlantic Treaty Organization-Staaten enger zusammenarbeiten.

Bundeswehr/Carl Schulze

Simulatorrundflug für die Teilnehmer

Drei Soldaten stehen nebeneinander, während einer davon eine Virtual-Reality-Brille trägt.

Auch in Sachen moderner Ausbildungstechnologie kann Deutschland punkten.

Bundeswehr/Alexander Bozic

Das Team für Moderne Ausbildungstechnologie am Standort Bückeburg stellte die neuesten Entwicklungen der Ausbildungstechnologie im Bereich 3D-Animation vor. Auch die zukünftig in der theoretischen Ausbildung nutzbaren Augmented-Reality-Brillen konnten durch die Teilnehmenden getestet werden. Mit diesen Brillen ist eine um digitale Inhalte erweiterte Realität zu sehen. Den Abschluss bildete ein Besuch im derzeit größten Simulatorzentrum für Drehflügler Europas. Dabei hatten die Gäste die Möglichkeit, ihre eigenen fliegerischen Fähigkeiten und Fertigkeiten in einem kleinen Simulatorrundflug unter Beweis zu stellen.

Am zweiten Tag in Bückeburg stellten Vertreter des Amtes für Heeresentwicklung und des Bundesministeriums der Verteidigung eine Initiative zur weiteren Verbesserung und Erweiterung der multinationalen Zusammenarbeit bei der Rettung verwundeter Soldaten vor.

Die Teilnehmenden zeigten sich sichtlich beeindruckt von dem Portfolio und dem Leistungsspektrum der beiden deutschen Dienststellen.

von Michael Baumgärtner und Andrea Neuer

Infobox

Das Framework Nation Concept (FNCFramework Nations Concept, Rahmennationenkonzept) dient der Verteidigungskooperation europäischer NATONorth Atlantic Treaty Organization-Staaten. Als Reaktion auf die Veränderungen der sicherheitspolitischen Lage seit 2014 initiierte Deutschland dieses Konzept. Im selben Jahr wurde es durch die Staats- und Regierungschefs der Mitgliedsstaaten offiziell auf dem NATONorth Atlantic Treaty Organization-Gipfeltreffen in Wales beschlossen. Das FNCFramework Nations Concept dient dazu, die NATONorth Atlantic Treaty Organization-Planungsziele durch eine freiwillige engere Kooperation und eine systematische, gegenseitige Abstimmung in dieser Gruppe besser zu erfüllen.

Seit 2016 haben auch Nicht-Nato-Staaten die Möglichkeit, sich zu integrieren. Deutschland stellt somit Kräfte und Strukturen bereit, die den FNCFramework Nations Concept-Partnern verschiedene Anschlusspunkte und Kooperationsmöglichkeiten nach deren jeweiliger nationaler Ausgangssituation zulassen. So wurde eine Zusammenarbeitsarchitektur geschaffen, die die politische sowie die planerische Ebene berücksichtigt. Die praktische Umsetzung bleibt aber in den Händen der Experten der beteiligten Streitkräfte. Die Verantwortung für das Gelingen des Konzepts liegt also auf allen Schultern.

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