Schneller Neubau von Unterkünften durch Holzmodulbau
- Datum:
- Ort:
- Dornstadt
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Die schnelle Bereitstellung von Infrastruktur ist ein wichtiger Bestandteil für die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr. Der Standort Dornstadt zeigt: Mit einer Kombination aus industrieller Vorfertigung, Modulbau und der Vergabe an einen Generalunternehmer kann die Bauzeit von neuen Unterkünften erheblich verkürzt werden.
Bereits vorgefertigt: Ganze Module werden separat vormontiert und vor Ort zu einem Gebäude zusammengesetzt
Bundeswehr/Michael HornauerDer Aufwuchs der Bundeswehr und die Agenda Attraktivität erfordern, dass die Infrastruktur in Kasernen und Liegenschaften modernisiert oder neu errichtet wird. Dabei besteht der Anspruch, die Bauprojekte schnell, nachhaltig und wirtschaftlich umzusetzen.
Das Staatliche Hochbauamt Ulm zeigt beim Bundeswehr-Bauprojekt in der Rommel-Kaserne in Dornstadt, welches Potenzial moderne Bauverfahren und innovative Vergabemodelle dabei bieten. Die vom Kompetenzzentrum Baumanagement Stuttgart des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw) beauftragten drei Unterkunftsneubauten mit modernen Einzelunterkünften, inklusive eigenem Bad, schaffen zeitgemäße Wohnbedingungen für Soldaten auf Zeit.
Ein wesentlicher Erfolgsfaktor bei der Baumaßnahme in Dornstadt ist die Vergabe an einen Generalunternehmer. Die Firma aus Blaustein ist zuständig für Koordination und Ausführung aller Bauleistungen.
Bei der Vorfertigung der modernen Holzmodule werden Produktionsmethoden aus der Automobilindustrie adaptiert. Partnerfirmen liefern vorkonfektionierte Bauelemente, Fenster, Türen, fertig ausgestattete Nasszellen sowie Wandbekleidungen. Im Blausteiner Werk werden die Raummodule sodann nahezu vollständig gefertigt. Täglich können drei bis vier Module hergestellt und für den Transport zur Baustelle vorbereitet werden.
Durch die enge Abstimmung der einzelnen Gewerke sowie die industrielle Fertigung der Module lassen sich Bauabläufe optimieren und Projektzeiten verkürzen. Gerade bei standardisierten Gebäuden wie einer Bundeswehrunterkunft für mehrere Hundert Soldatinnen und Soldaten bietet diese Konstruktionsbauweise erhebliche Vorteile: eine signifikante Verkürzung der Bauzeit und eine gleichbleibend hohe Qualität der Ausführung.
Während die Module im Werk gefertigt werden, entstehen auf der Baustelle bereits die Kellergeschosse mit den Technikräumen sowie die Treppenhäuser aus Beton. Die parallele Ausführung mehrerer Bauabschnitte verkürzt die Gesamtbauzeit erheblich und sorgt für einen effizienten Bauablauf.
Rohmontage der vorgefertigten Bauelemente in der Werkstatt
Bundeswehr/Michael Hornauer
Nach einer festgelegten Systematik werden die für ein Raummodul notwendigen Wand-, Boden- und Deckenelemente inklusive der Nasszelle zu einem „Rohbau“ zusammengefügt
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In einer zweiten Produktionsstraße erfolgt der Einbau der Fenster und Türen sowie die Installation der Fußbodenheizung und Elektroverteilung. Dann folgen das Maler-Finish und die Fassadenmontage.
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Die fertigen Module werden für den Transport zu der circa 18 Kilometer entfernten Baustelle vorbereitet
Bundeswehr/Michael Hornauer
Während der Produktion der Holzmodule wurden Kellergeschoss, Technikräume und Treppenhäuser betoniert. Jetzt können die Holzmodule aufgesetzt werden.
Bundeswehr/Michael HornauerIn Dornstadt wird gezeigt, wie sich Infrastruktur der Bundeswehr schneller realisieren lässt. Die Kombination aus nachhaltigem Holzmodulbau und Generalunternehmermodell bietet insbesondere bei standardisierten Gebäuden wie Unterkünften großes Potenzial.
Das Projekt auf der Schwäbischen Alb zur Erstellung von drei Neubauten geht zügig voran. Mit einer Bauzeit von knapp eineinhalb Jahren wird die Projektdauer gegenüber vergleichbaren konventionellen Bauweisen nahezu halbiert. Die Soldatinnen und Soldaten auf Zeit in Dornstadt können bereits im Spätsommer 2027 von den neuen, attraktiven und zeitgemäßen Unterbringungsmöglichkeiten profitieren.
Informationen zum Vorgehen bei Funktionalausschreibungen und Generalunternehmleistungen können hier eingesehen werden.
von Michael Hornauer E-Mail schreiben